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Alt 14.02.2010, 11:20   #26 (permalink)
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Zitat von lost68er Beitrag anzeigen
Oder wir führen mal wieder einen großen Krieg, dann wird wieder "Luft abgelassen" und wir können wieder von vorn anfangen mit Wachstum...
Dazu brauchst du keinen "Krieg" in dem Sinne zu führen, da reicht eine einfache Währungsreform. Danach gibt's meistens erstmal Wachstum. Ach so, sowas hast du ja schon 2 Mal miterlebt...
Nun, als Wirtschaftskriege kann man die letzten 25 Jahre eigentlich schon bezeichnen, vom Verglühen des roten Sterns ende 80er/Anfang 90er, über die ersten Börsenblasen (dotcom) Ende der 90er und Anfang 2000er bis hin zum Dollar-Grosseinkauf der Chinesen und der Pleite des ersten €-Landes.
Aber klar wird schon, dass Wachstum nur organisch funktionieren kann, so wie es auch ein organisches Schrumpfen gibt, wenn eben die Ressourcen knapp sind. Also ein Unternehmen, dessen Produkt A nicht mehr gefragt ist, muss auf diesem Bereich schrumpfen, kann aber durchaus in anderen Bereichen wachsen, um Produkt B zu produzieren. Das Dogma vom unbedingten Wachstum ist unter Betriebswirtschaftlern immer noch beliebt, aber völlig überholt.
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Alt 14.02.2010, 15:27   #27 (permalink)
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Zitat von lost68er Beitrag anzeigen
Du hast leider recht, daß die "sozialistischen" Staatsformen, die wir bisher erlebt haben (ich bin Ex-DDR-Bürger) das Problem nicht lösen können, aber die meinte ich auch nicht, weil die meiner Meinung nach mit "Sozialismus" nicht viel zu tun haben.
Oh doch, sie waren genau das.

Zitat:
Zitat von lost68er Beitrag anzeigen
Ich meinte, zwischen Marktwirtschaft und Planwirtschaft muß es noch ein Zwischending geben, weil die Marktwirtschaft, die auf ständiges Wachstum angewiesen ist, irgendwann an ihr Ende kommen wird, da ständiges Wachstum eben nicht möglich ist.
Das ist eine Legende, die Unsinn ist. Wirtschaftliches Wachstum ist Ergebnis von Innovation. Wachstum wird erst dann zum Stillstand kommen, wenn die Menschen keine Ideen mehr haben. Das passiert aber nur, wenn sie keinen Sinn mehr darin sehen, weil sie keinen Nutzen davon haben. Unfreie Menschen (Sklaven, Leibeigene und im Sozialismus lebende) sind nicht innovativ, warum sollten sie? Das Ende ist Stillstand und langsame Verarmung.
Das hat die Geschichte nun dutzendfach gezeigt und tut es immer noch.

Es gibt kein Zwischending zwischen Marktwirtschaft und Planwirtschaft. Das Eine setzte Freiheit voraus, das andere Unfreiheit (da es immer eine Diktatur ist). Beide sind nicht vereinbar.

Zitat:
Zitat von lost68er Beitrag anzeigen
Absolut meine Meinung. Trotzdem halte ich es für gefährlich, wenn solche Produkte Privateigentum sind. Möglicherweise wäre ein UN-Fonds möglich, der solche Patente kauft...
Wer der Diktator ist, ist egal. Das Ende ist immer das Selbe.

Zitat:
Zitat von lost68er Beitrag anzeigen
Das aus dem Mangel geborene SERO-Erfassungssystem für "Wertstoffe" fand ich ganz gut. Da wurde im Prinzip alles wiederverwertet, und weil für die Abgabe von Papier, Glas, Metallen usw. ein kleiner Obulus gezahlt wurde, war auch ein Anreiz da...Wenn man fragt, wo denn das Geld dafür herkommen soll, meine ich, durch ein solches Erfassungssystem würde man kaum noch Sortieranlagen brauchen...
Das heute Abfallwirtschaftssystem ist kein freier Markt, sondern ein staatliches Gebührensystem. Jeder der Müll macht, muss für dessen Beseitigung sorgen. Das heißt aber auch nicht, das der Bürger für die Entsorgung kein Geld bekommen kann, immerhin geht es hier um eine Menge Rohstoffe. So ist die Entsorgung von Papier und Glas ein gutes Geschäft, so das die Landkreise gleich mal die privaten Anbieter kaputt gemacht haben, "um die Müllgebühren" stabil halten.

Die Entsorgung und Wiederverwertung ist attraktiv und wird es weiter werden. Ich warte immer noch gespannt darauf, das alte Mülldeponien wieder aufgemacht werden und das dort der alte Müll geborgen und wieder verwertet wird. Da schlummern tausende Tonnen vor sich hin.

VG Jeeper
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Jeeper74 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.02.2010, 19:05   #28 (permalink)
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Zitat von Jeeper74 Beitrag anzeigen
Das ist eine Legende, die Unsinn ist. Wirtschaftliches Wachstum ist Ergebnis von Innovation. Wachstum wird erst dann zum Stillstand kommen, wenn die Menschen keine Ideen mehr haben. Das passiert aber nur, wenn sie keinen Sinn mehr darin sehen, weil sie keinen Nutzen davon haben. Unfreie Menschen (Sklaven, Leibeigene und im Sozialismus lebende) sind nicht innovativ, warum sollten sie? Das Ende ist Stillstand und langsame Verarmung.
Das hat die Geschichte nun dutzendfach gezeigt und tut es immer noch.
Es gibt kein Zwischending zwischen Marktwirtschaft und Planwirtschaft. Das Eine setzte Freiheit voraus, das andere Unfreiheit (da es immer eine Diktatur ist). Beide sind nicht vereinbar.
VG Jeeper
Nun, da kommen wir langsam auf das Gebiet der Ansichten. Ich glaube nicht, daß die totalitären Diktaturen voll- und halbstalinistischen Zuschnitts, die seit 1917 entstanden sind, mit Sozialismus was zu tun haben, genausowenig, wie die katholische Kirche (meiner Ansicht nach) etwas mit christlichem Verhalten zu tun hat.
Ich bin auch ganz sicher, daß es einen Weg zwischen Plan- und Marktwirtschaft gibt, wobei natürlich die Definition von Freiheit wichtig ist. Dem, was z.B. die FDP unter Freiheit versteht, kann ich mich nicht anschließen, weil ich diese "Freiheit" für zutiefst unsozial halte. Das hat nichts mit Neid auf geschäftlich erfolgreiche Menschen zu tun, sondern mit der Tatsache, daß diese Menschen wiederum auf Andere, die für sie arbeiten, angewiesen sind und deshalb gesellschaftliche Verantwortung tragen, der sie auch gerecht werden müssen...
Aber so langsam kommen wir wirklich vom Thema weg, es sei denn, man setzt die Gesellschaftswissenschaften auf die Liste wichtiger Forschungsgebiete...

Gruß lost
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