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Alt 08.09.2010, 15:01   #1 (permalink)
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Idee Zwei Asteroiden kommen der Erde nahe

Tag Leute!

Vor wenigen Tagen sind zwei Asteroiden (sogenannte NEOs: Near Earth Objects) entdeckt wurden, die auf ihrer Bahn unserem Planeten heute äußerst nahe kommen, die Minimaldistanz beim Vorbeiflug liegt deutlich unter der Entfernung zum Mond:

http://neo.jpl.nasa.gov/news/news169.html

Wer sich heute gegen Mitternacht in südlicheren Gefilden befindet und neben eines guten Nachthimmels auch ein Teleskop mit mindestens 200 mm, besser 250 mm Öffnung besitzt, hat die Chance den zweiten NEO visuell zu erhaschen:

http://www.minorplanetcenter.org/mpec/K10/K10R48.html

Wer keine Gelegenheit hat derartig ausgerüstet mal eben zwei, drei dutzend Breitengrade nach Süden zu reisen, wird wohl auf die Aufnahmen der großen Observatorien warten müssen...
Übrigens: Für die Erde stellen beide NEOs keine Gefahr dar. Mit ihrer Größe von einigen Metern würden sie vollständig in der Atmosphäre verglühen. Immerhin: Sie wären in diesem Falle heller als die maximal 13,8 mag am erdnächsten Punkt beim Vorbeiflug an unserem Planeten...

Gruß,
Marcel

P.S: Liege ich richtig in der Annahme, dass die Daten des Catalina Sky Survey von Orbit@Home verarbeitet werden/wurden...?
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Alt 08.09.2010, 17:52   #2 (permalink)
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Aber das macht auch nachdenklich. Die Vorwarnzeit ist ja nun wirklich nichts.
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Alt 08.09.2010, 18:20   #3 (permalink)
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Da hast du wohl Recht. Andererseits wären größere Objekte aufgrund höherer Helligkeit früher zu entdecken. Wirklich problematisch wird es erst, wenn sich die "Killer" aus der Richtung der Sonne (aus geozentrischer Sicht...) nähern. In diesem Falle sind wir wohl absolut chancenlos. Deshalb sind die Bemühungen zur Erfassung möglichst aller Erdbahnkreuzer äußerst begrüßenswert. Nur so können potentiell gefährliche Asteroiden und Kometen zeitig erkannt und im Falle des Falles auch abgewehrt werden.
Ich denke, es besteht kein Grund zu akuter Angst. Wirklich katastrophale Einschläge sind zum Glück selten, und völlig wehrlos wie die Saurier sind wir nicht.
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Alt 08.09.2010, 18:28   #4 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Arkturus Beitrag anzeigen
Wirklich problematisch wird es erst, wenn sich die "Killer" aus der Richtung der Sonne (aus geozentrischer Sicht...) nähern. In diesem Falle sind wir wohl absolut chancenlos.
Was wollen wir denn sonst machen?

Einsätze à la Armageddon sind sehr unrealistisch! Da sterbe ich lieber in einem plötzlichen Blitz, als dass 2 Wochen vorher das totale Chaos ausbricht...
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Alt 08.09.2010, 18:49   #5 (permalink)
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Zitat:
Was wollen wir denn sonst machen?
Genau deswegen muss es Observatorien geben, die sich in Vollzeit mit der Erfassung von Asteroiden und Kometen befassen, damit die potentiellen Kandidaten eben nicht hinter bzw. nahe der Sonne verschwinden und plötzlich wieder in unseren Vorgärten auftauchen.
Die Einsätze in Filmen wie "Deep Impact" oder Armageddon sind in der Tat nicht sehr leicht umzusetzen. Ich denke, im Fall des Falles, falls wirklich nicht viel Zeit bleibt, würde man einfach eine oder mehrere Trägerraketen mit ein paar Atom- und/oder Wasserstoffbomben ausstatten und zusehen, dass das Objekt pulverisert oder zumindest verkleinert wird. Den radioaktiven Fallout muss man dann wohl einfach als kleineres Übel hinnehmen.
Besser ist es natürlich, wenn mehr Zeit zur Verfügung steht: Dann könnte man Triebwerke auf dem Astreroiden oder Kometen platzieren, die durch kleine Impulsänderungen dafür sorgen, dass die Erde verfehlt wird.
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Alt 08.09.2010, 19:00   #6 (permalink)
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Bliebe die Frage, ob die Raumfahrtunternehmen- und instutionen der Erde überhaupt in der Lage sind, in einem solchen Ernstfall zügig ein erfolgreiches Konzept auf die Beine zu stellen und umzusetzen.
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Alt 08.09.2010, 20:10   #7 (permalink)
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Zitat:
Zitat von lemarc Beitrag anzeigen
Bliebe die Frage, ob die Raumfahrtunternehmen- und instutionen der Erde überhaupt in der Lage sind, in einem solchen Ernstfall zügig ein erfolgreiches Konzept auf die Beine zu stellen und umzusetzen.
Die Bürokratie lässt grüßen...
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Alt 08.09.2010, 23:41   #8 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Arkturus Beitrag anzeigen
Genau deswegen muss es Observatorien geben, die sich in Vollzeit mit der Erfassung von Asteroiden und Kometen befassen, damit die potentiellen Kandidaten eben nicht hinter bzw. nahe der Sonne verschwinden und plötzlich wieder in unseren Vorgärten auftauchen.
Die Einsätze in Filmen wie "Deep Impact" oder Armageddon sind in der Tat nicht sehr leicht umzusetzen. Ich denke, im Fall des Falles, falls wirklich nicht viel Zeit bleibt, würde man einfach eine oder mehrere Trägerraketen mit ein paar Atom- und/oder Wasserstoffbomben ausstatten und zusehen, dass das Objekt pulverisert oder zumindest verkleinert wird. Den radioaktiven Fallout muss man dann wohl einfach als kleineres Übel hinnehmen.
Besser ist es natürlich, wenn mehr Zeit zur Verfügung steht: Dann könnte man Triebwerke auf dem Astreroiden oder Kometen platzieren, die durch kleine Impulsänderungen dafür sorgen, dass die Erde verfehlt wird.
Na, die Triebwerke will ich sehen, die zb. einen 100 km-Brocken halbwegs effektiv ablenken. Mal davon abgesehen, wie groß die Teile sein müssten und wieviel Treibstoff dorthin geschafft werden müsste. Das alles auch noch sehr schnell mit einer Flotte von Shuttles dorthin gebracht, installiert und rechtzeitig fertiggestellt, damit seine Bahn auch noch rechtzeitig von der Erde weg gelenkt wird...

Ich bin mir sicher, das zumindest die Amis sehr detaillierte Pläne für eine solche Bedrohung in der Schublade liegen haben und vermutlich warten auch schon spezielle Flugkörper abschussbereit in irgendwelchen Silos. Doch die Installationsmethode (ebenso wie die Armageddon-Methode) halte ich für absolut utopisch. Heutzutage, versteht sich.

Sicherlich verfügen Regierungen über Technologien, die wir noch lange nicht zu Gesicht bekommen, oder uns für heute schon vorstellen können. Aber das hört sich nach Technologie des 22. JH an. Zum Glück ist die Wahrscheinlichkeit eines globalen Killers verschwindend gering und wenn dann doch einer vorzeitig kommen sollte, gehts zumindest schnell.
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Alt 09.09.2010, 08:50   #9 (permalink)
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Guten Morgen Darkwing,

es mag irre klingen, aber selbst verhältnismäßig kleine Triebwerke können, wenn sie über Monate hinweg laufen, durch diesen winzigen Schub dafür sorgen, dass der "Killer" die Erde verfehlt, statt voll zu treffen. Brocken mit 100 Kilometern sind äußerst selten und bewegen sich alle mehr oder weniger geordnet im Asteroidengürtel. Aller Wahrscheinlichkeit nach würde der Durchmesser eines potentiellen Kandidaten zwischen einigen Metern und einigen Kilometern liegen. In ersterem Fall schützt uns die Atmosphäre, wenn es jedoch ein paar hundert Meter sind, kann so eine kosmische Bombe durchaus ganze Städte und Landstriche auslöschen. Wenn es sich hingegen anbietet in Kilometern zu messen, wirds wirklich ungemütlich: Ganze Kontinente könnten dem Erdboden gleichgemacht werden. Objekte mit mehr als fünf Kilometern hätten globale Aus- und Nachwirkungen in Form eines "nuklearen Winters".
Klingt jetzt alles sehr dramatisch, aber die Einschläge mit den wirklich großen Brocken mit mehreren Kilometern sind glücklicherweise äußerst selten...Ich denke, man würde bei einer solchen Katastrophe im Anmarsch wohl tatsächlich einfach nur auf brachiale Gewalt setzen und per Trägerrakete Atombomben in unmittelbarer Nähe zum Asteroiden/Kometen hochgehen lassen. An eine saubere Unterbringung im Inneren a la "Armageddon" oder "Deep Impact" ist wohl nicht zu denken. Immerhin: Wenn es denn funktioniert, hätte das nukleare Waffenarsenal endlich mal einen produktiven Beitrag in der Menschheitsgeschichte geleistet

Gruß,
Marcel

Edit: Auch wenns "nur ein Punkt" ist: Auf dem Video auf folgender Seite bekommt man ein Gefühl für die Bewegung des Asteroiden 2010 RF12: http://www.vsu.dyndns.org/phpnuke/index.php
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Geändert von Arkturus (09.09.2010 um 09:11 Uhr)
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Alt 10.09.2010, 04:09   #10 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Arkturus Beitrag anzeigen
Guten Morgen Darkwing,

es mag irre klingen, aber selbst verhältnismäßig kleine Triebwerke können, wenn sie über Monate hinweg laufen, durch diesen winzigen Schub dafür sorgen, dass der "Killer" die Erde verfehlt, statt voll zu treffen. Brocken mit 100 Kilometern sind äußerst selten und bewegen sich alle mehr oder weniger geordnet im Asteroidengürtel. Aller Wahrscheinlichkeit nach würde der Durchmesser eines potentiellen Kandidaten zwischen einigen Metern und einigen Kilometern liegen. In ersterem Fall schützt uns die Atmosphäre, wenn es jedoch ein paar hundert Meter sind, kann so eine kosmische Bombe durchaus ganze Städte und Landstriche auslöschen. Wenn es sich hingegen anbietet in Kilometern zu messen, wirds wirklich ungemütlich: Ganze Kontinente könnten dem Erdboden gleichgemacht werden. Objekte mit mehr als fünf Kilometern hätten globale Aus- und Nachwirkungen in Form eines "nuklearen Winters".
Klingt jetzt alles sehr dramatisch, aber die Einschläge mit den wirklich großen Brocken mit mehreren Kilometern sind glücklicherweise äußerst selten...Ich denke, man würde bei einer solchen Katastrophe im Anmarsch wohl tatsächlich einfach nur auf brachiale Gewalt setzen und per Trägerrakete Atombomben in unmittelbarer Nähe zum Asteroiden/Kometen hochgehen lassen. An eine saubere Unterbringung im Inneren a la "Armageddon" oder "Deep Impact" ist wohl nicht zu denken. Immerhin: Wenn es denn funktioniert, hätte das nukleare Waffenarsenal endlich mal einen produktiven Beitrag in der Menschheitsgeschichte geleistet

Gruß,
Marcel

Edit: Auch wenns "nur ein Punkt" ist: Auf dem Video auf folgender Seite bekommt man ein Gefühl für die Bewegung des Asteroiden 2010 RF12: http://www.vsu.dyndns.org/phpnuke/index.php
Moin Marcel,

Die Triebwerke müssten über Monate hinweg laufen? Da müsste man aber ziemlich lange fliegen, um den überhaupt so früh zu erreichen, das man noch Monate Zeit hätte. Eine solche Früherkennung zudem vorausgesetzt. Aber in der Not beweist der Mensch ja immer wieder, zu was er fähig ist, daher schließe ich auch nichts aus.

Das Atomwaffenarsenal könnte so gesehen vielleicht eines Tages wirklich mal einen absolut positiven Nutzen haben. Anstatt alles zu vernichten, retten sie den Planeten.
Doch behaupte ich mal, das ab einer gewissen Größe des Steinchens jegliches Draufgeballere sinnlos wäre, wie ja auch schon in "Armageddon" angemerkt (Einer der wenigen Punkte, die für mich Sinn ergaben...).

Natürlich werden wir so etwas wohl kaum erleben, wenn man berechnet wie häufig solche Killer unsere Erde bisher besucht haben, oder zumindest welche Zeitabstände dazwischen liegen. Außerdem schützt uns unserer Erde großer Bruder Jupiter ja auch sehr effektiv vor den irrgeleiteten Felsbrocken und verspeist sie für uns. Hilft zwar immer nur, wenn er gerade zugegen ist, jedoch soll er lt. Wissenschaftlern das Risiko von Einschlägen auf der Erde erheblich verringern, da seine große Schwerkraft alle Steinis in der Umgebung, oder auf dem Marsch nach uns ansaugt. Bringt jedoch sicherlich nicht viel, wenn er gerade auf der anderen Seite ist...

Hast aber natürlich Recht, das die Wahrscheinlichkeit einer wahren Felsbombe sehr gering ist. Beschuss ist unsere Erde ja eh ständig ausgesetzt und die Athmosphäre verhindert ja in der Tat, das unsere Erde nicht wie der Mond aussieht. Haben schon echt Schwein hier unten.
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Alt 10.09.2010, 08:20   #11 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Darkwing Beitrag anzeigen
Außerdem schützt uns unserer Erde großer Bruder Jupiter ja auch sehr effektiv vor den irrgeleiteten Felsbrocken und verspeist sie für uns. Hilft zwar immer nur, wenn er gerade zugegen ist, jedoch soll er lt. Wissenschaftlern das Risiko von Einschlägen auf der Erde erheblich verringern, da seine große Schwerkraft alle Steinis in der Umgebung, oder auf dem Marsch nach uns ansaugt. Bringt jedoch sicherlich nicht viel, wenn er gerade auf der anderen Seite ist...
Diese These ist nach aktuellem Stand der Forschung falsch. Es gibt drei große Ansammlungen von potentiell gefährlichem Kleinkram im Sonnensystem: NEAs, kurzperiodische Kometen aus dem Kuiper-Gürtel und langperiodische Kometen aus der Oortschen Wolke. J. Horner und B. W. Jones ("Jupiter - friend or foe?") haben in aufwendigen Simulationen festgestellt, dass dank Jupiter mehr als dreimal so viele NEAs auf Kollisionskurs zur Erde kommen als ohne Jupiter, bei kurzperiodischen Kometen kaum ein Unterschied besteht, lediglich die langperiodischen Kometen durch Jupiter recht wirksam aus dem Sonnensystem geschleudert werden. Nun machen die langperiodischen Kometen nur etwa ein Viertel der potentiell gefährlichen Objekte aus, sodass Jupiter insgesamt die Gefahr doch eher erhöht als verringert.
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Alt 10.09.2010, 09:47   #12 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Darkwing Beitrag anzeigen
Das Atomwaffenarsenal könnte so gesehen vielleicht eines Tages wirklich mal einen absolut positiven Nutzen haben. Anstatt alles zu vernichten, retten sie den Planeten.
Ob diese These so gerechfertigt ist, wenn ich mir ansehe, was mit der armen Erde unter uns verunstaltet wird...
Zumindest die Menschheit retten sie eventuell.
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Alt 10.09.2010, 09:53   #13 (permalink)
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Hallo Patrick,

ich denke, Darkwing bezog sich auf die Tatsache, dass Jupiter mit seiner großen Masse (mehr als alle anderen Planeten zusammen) den Asteroidengürtel stabilisiert, womit ein Großteil potentieller "Killer" einigermaßen sicher an der kurzen Leine gehalten wird. Die Simulationen von Horner und Jones ( http://www.scienceticker.info/2007/0...ibt-und-nimmt/ ) betrachteten den Einfluss Jupiters auf die sogenannten "Zentauren", also Objekte, die sich nicht in einem mehr oder minder stabilen Orbit wie die Asteroiden des Asteroidengürtels, des Kuiper-Gürtels oder der Oortschen-Wolke befinden, sondern die Bahnen anderer Planeten kreuzen, die "wahren" Vagabunden des Sonnensystems also. Schützend wirkt Jupiter in diesem Falle nur, wenn er die gefährlichen Kandidaten wie ein Bodyguard zufällig auf seinen Runden um die Sonne rechtzeitig selbst einsteckt ;-)

Gruß,
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Alt 10.09.2010, 09:57   #14 (permalink)
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Also,
hab da letztens ne reportage gesehn :-)

- auf dem Asteroiden einen Ionenantrieb zu installieren
Es würde funktionieren, den Treibstoff würde der Asteroid selbst liefern,
aber delbst bei einer großen Vorlaufzeit, reicht das nicht aus.

Dann wurde aber eine andere Idee vorgestellt,
und zwar, die Erde aus der Umlaufbahn zu verschieben,
Asteroid vorbeifliegen lassen, und dann zurück-schieben.

Problem war: man bräuchte Quasi 10 Jahre Vorlaufzeit.
Weil dann entsprechende geräte gebaut, vielleicht auch noch erforscht werden müssten.

MfG
Stefan

p.s. ich hoffe ich hab die reportage net falsch in erinnerung *g*
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Alt 10.09.2010, 10:04   #15 (permalink)
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Hallo Stefan,

also vom reinen Aufwand her wäre es jawohl deutlich leichter am Orbit des Asteroiden oder Kometen zu feilen, anstatt an der Erdumlaufbahn rumzuspielen...?
Der Ionenantrieb wäre nicht unbedingt die klügste Methode: Der generierte Schub ist einfach viel zu klein. Spannender ist da die Idee das Sonnenlicht mithilfe riesiger Spiegel auf das Objekt zu konzentrieren, um an der Oberfläche Material verdampfen zu lassen, was auch eine Art "Schub" erzeugt. Ich stelle mir die Sache nur leicht problematisch vor, wenn man sich überlegt, auf welche Art und Weise viele dieser Objekte rotieren...
Die einfachste Lösung ist und bleibt wohl tatsächlich der Einsatz möglichst kräftiger Nuklearwaffen

Gruß,
Marcel
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Alt 10.09.2010, 10:16   #16 (permalink)
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Hm, schade, wenn es wirklich so ist, das Jupiter eben nicht der liebevolle große Bruder ist, der die Erde (und damit auch uns und alle anderen Spezies) schützt. Hat mir sehr gefallen, dieser Gedanke...

So spezielles Wissen habe ich da auch nicht, obwohl ich mich eigentlich ziemlich für Astronomie interessiere. Weiß auch nicht mehr in welcher der etlichen Dokus ich das vernommen hatte, das Jupiter eben unser Beschützer ist. Die gewissheit habe ich zumindest, das wenn ein globaler Killer auf Kollisionskurs mit der Erde wäre und er zufällig an Jupiter vorbeirauschen würde, er ihn fressen würde. Auch wenn eine solche Wahrscheinlichkeit wohl sehr gering wäre.

@killer4you

Sonnensegel und Ionenantrieb wurden doch eher für kleine Flugkörper (Sonden) konzipiert, mit dem Ziel für eine sehr lange Zeit, eine sehr lange Strecke zurückzulegen. Sie liefern wenig Energie (Schub) dafür aber sehr lange, bzw. beinahe unbegrenzt. Um einen Asteroiden abzulenken, bräuchte man kurze, starke Schübe, womit @Arcturus Theorie starker Triebwerke sinnvoller wäre. Am aller sinnvollsten betrachte ich aber nachwievor die Sprengtheorie mittels Atom- oder Wasserstoffbomben - Auch wenn es vielleicht so wäre, wie Ladykracher gegen einen Panzer zu werfen.

Und das mit der Erdumlaufbahn verändern, macht mir ehrlich gesagt Angst. Wir Menschen sollten nicht mit allem rumspielen. Das ist wie mit Kindern und dem Feuerzeug...
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Alt 10.09.2010, 10:21   #17 (permalink)
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Hallo Darkwing,

der Gedanke ist ja nicht prinzipiell falsch. Jupiter sorgt mit seiner gewaltigen Masse durchaus dafür, dass der Asteroidengürtel stabil bleibt. Allerdings kann er uns nicht vor den echten "Vagabunden" bewahren, die ziellos durch das Sonnensystem pflügen und dabei immer wieder Bahnänderungen durch die Gravitationswirkung der Planeten erfahren, anstatt eine mehr oder minder stabile Bahn irgendwo zwischen den Planeten einzunehmen, wie die Objekte im Asteroidengürtel, dem Kuiper-Gürtel oder der Oortschen Wolke. Gegen derartige Zentauren hilft nur: Intensive Himmelsbeobachtung und ein paar gute Notfallpläne...

Gruß,
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Alt 10.09.2010, 10:22   #18 (permalink)
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Ich hab ja nur wiedergegeben, was in der Doku gesagt wurde^^

Und Ionenantrieb reicht ja nicht aus, hab ich auch oben geschreiben.

Bei Nuklearwaffen, sollte man die reichweite bedenken,
und da sind sie im moment in der jetztigen Form, ziemlich eingeschränkt (wenn wir an den Weltraum denken).
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Alt 10.09.2010, 10:33   #19 (permalink)
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Hallo "Killer",

wenn die Nuklearwaffe in unmittelbarer Nähe zum Objekt hochgeht, können wir davon ausgehen, dass die freigesetzte Energie einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Asteroiden bzw. Kometen haben dürfte. Problematisch ist jedoch das Vakuum des Weltalls: Es gibt also keine zerstörerische Schockwelle, weswegen die Explosion wirklich sehr nahe am Objekt geschehen muss. Bei großen Brocken wirds wohl zu keiner Pulverisierung kommen, aber mit ein wenig Glück könnte die Bahn dadurch gerade so gestört werden, dass die Erde verfehlt wird. Ich denke, im Fall des Falles wäre es den Versuch wert...und idealerweise gehen dabei gleich mal alle Nuklearwaffen drauf

Gruß,
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Alt 10.09.2010, 16:30   #20 (permalink)
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Hallo "Killer",

wenn die Nuklearwaffe in unmittelbarer Nähe zum Objekt hochgeht, können wir davon ausgehen, dass die freigesetzte Energie einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Asteroiden bzw. Kometen haben dürfte. Problematisch ist jedoch das Vakuum des Weltalls: Es gibt also keine zerstörerische Schockwelle, weswegen die Explosion wirklich sehr nahe am Objekt geschehen muss. Bei großen Brocken wirds wohl zu keiner Pulverisierung kommen, aber mit ein wenig Glück könnte die Bahn dadurch gerade so gestört werden, dass die Erde verfehlt wird. Ich denke, im Fall des Falles wäre es den Versuch wert...und idealerweise gehen dabei gleich mal alle Nuklearwaffen drauf

Gruß,
Marcel
ja schon klar,
aber die Reichweite ! wenn es etwas großes ist, muss man ja früh genug dran sein, um die laufbahn noch zu verändern,

sagen wir 5km vor der erde bringt das wohl nix ...
deshalb sprach ich ja icht von der wirkungsweise der nuklearwaffen,
sondern von der erreichbarkeit des ziel,

wenn ich bedenke (und gott sies gedankt) das eine rakete die in der usa startet, nicht den erdball umkreisen kann,
ist die frage, wie weit die raketen ins weltall geschossen werden können,

den um so größerer das zu beeinflussende objekt ist, desto früher(weiter weg) sollte man es treffen ..

mfg
Stefan
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Alt 07.10.2010, 22:39   #21 (permalink)
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[QUOTE=Arkturus;166002]
wenn die Nuklearwaffe in unmittelbarer Nähe zum Objekt hochgeht, können wir davon ausgehen, dass die freigesetzte Energie einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Asteroiden bzw. Kometen haben dürfte.


Praktisch habe ich bisher auch immer nur diese Kometen/Asteroiden --- Atombomben Kombination gehört.

Ein paar Problemchen werden meist übersehen:

Zerstören kann man die Dinger ohnehin nicht, da die Masse viel zu groß ist und man auch nicht mit einer großen Menge kleiner Teile umgehen kann, die im Zweifel größeren Schäden über Jahre und Jahrhunderte anrichten können, denn sie sind immer noch inerhalb der Erdumlaufbahn.

1: Man muß die Energie der Bombe bündeln, damit möglichst viel das Ziel erreicht. 50-80% sind evtl. denkbar.
2: Wenn das Ziel eine Kugel sein sollte, dann wird die Energie die den Rand der Kugel trifft nutzlos sein, da sich die Effekte der einen Seite mit denen der anderen Seite teilweise aufheben. Mit Glück kann man eine 50%ige Effizienz erreichen.
3: Je stärker die Bombe ist desto höher sind die resultierenden Oberflächentemperaturen. Dadurch trifft die Energie teilweise nur noch auf seitlich abströmendes Plasma auf, das die Wirkung auf das Ziel deutlich verringert (bis fast auf 0).

Wenn die Bombe nicht zu groß ist kann man letztendlich nur 10% der Energie der Nuklearwaffe zum Beschleunigen des Kometen oder Asteroiden nutzen.
Man wird bei der Bombenlösung in jedem Fall eine Reihe kleiner Explosionen brauchen damit das Ziel nicht zerbricht und effizient beschleunigt wird. Je nachdem wie brüchig das Ziel ist könnte es sein, daß diese Technik nicht funktioniert. Ein zu Staub/Sand/Kies zerbrechender Asteroid könnte, wenn auch der größte Teil die Erde verfehlt, so viel Staub in der Umlaufbahn um die Erde und in der Umlaufbahn der Erde um die Sonne zurücklassen, daß die Raumfahrt für Jahre oder Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende nicht mehr möglich ist.
Das würde natürlich auch alle Satelliten einschließen (Wettersatelliten, Erderkundungss., GPS, Nachrichtensatelliten, Fernsehsatelliten usw.), die Folgen wären selbst ohne Einschläge oder die Verminderung der Sonneneinstrahlung schon heute katastrophal.

Das Hauptproblem ist jedoch, daß eine Kernwaffe nur sehr wenig Energie freisetzt. (echt war !! )
Eine 20 kt Bombe setzt nur so viel Energie frei wie ein Reaktorblock eines mittleren Kernkraftwerkes AN EINEM TAG!!!
Es ist also wesentlich effizienter ein oder mehrere kleine Kernkraftwerke (nur die nötigsten Bestandteile) zu einem _GROSSEN_ Asteroiden oder Kometen zu bringen und diese einige Zeit laufen zu lassen als einige hundert kleine Kernwaffen. Dort muß man dann die Energie auf das Ziel übertragen, was bei einem Wasser- oder Eis- oder Gasreichen Ziel kein großes Problem ist. Bei einem Stein- oder Metallklumpen wäre es nicht die erste Wahl.

Aber egal wie man versuchen wird einen Kometen/Asteroiden abzuwehren, wenn man nicht rechtzeitig Erfahrungen sammelt, d.H. an realen Objekten übt wird es mit großer Sicherheit schiefgehen. Schließlich ist ein solches Projekt "groß" und wenn ich mir ähnliche große Projekte ansehe geht _immer_ etwas schief, das dann erst repariert werden muß, oder die Zeit wird nicht eingehalten. Aber da draußen fehlt das Personal und die Zeit für Reparaturen.
Ein tolles Beispiel ist die Marssonde bei der die Einheiten m für Meter und m für Meilen durcheinandergekommen sind.
Oder der LHC bei dem ein winziges Problem (unerkannt trotz Jahrzenten der Planung) zu fast 2 Jahren Reparaturen führte. Oder das Hubble Space Telescope.

Momentan fehlen ohnehin Trägersysteme. Auch die größten Interkontinentalraketen können das nicht leisten. So viele Ariane V liegen nicht auf Lager, die Saturn V kann nicht mehr nachgebaut werden, die Energija ist möglicherweise die einzige Chance, obwohl sie nicht in Serie gebaut worden ist (nur 2 Starts, Projekt 1991 eingestellt).
So sind wir nicht in der Lage einen 100m Asteroiden (ca. 1-3.000.000t) abzuwehren auch dann nicht wenn die Vorwarnzeit 5 Jahre betragen sollte. Bei 10 Jahren könnte die Möglichkeit bestehen. 50/50 schätze ich. Momentan können wir nur wissen wann es soweit ist, falls man nicht beschließt uns dieses Wissen vorzuenthalten . Es ist ja nicht ganz einfach einen Kontinent zu evakuieren.

Menschen reagieren meist nur auf Dinge die bereits passiert sind.

mfg Bernd
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