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Alt 02.08.2012, 17:47   #26 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Dr. Frank-N-Furter Beitrag anzeigen
aber selbstverständlich!

ich hab' hier sogar noch das A6-büchlein von IBM - 1984. "Der IBM Personal Computer" und zur tastatur findet sich auf seite 21. gewicht: 2,8 kg.

die dinger waren mechanisch so stabil, das der BOFH damit zur not auch die DAU's verprügeln konnte.
*lach* und *nick* - einfach nur Kult. Kennst Du den damaligen Listenpreis noch? Diese Bretter mussten jedoch so teuer sein, da sich IBM mit "unbreakable products" sonst selbst abgeschossen hätte. Dann kamen sie auf den "Trick" mit Einführung des ATs (286) abwärtskompatiblen (XT/AT-Umschalter) "Plastikschrott" zu produzieren. Doch auch damit hatten sie sich verrechnet, da auch diese Tastaturen einen robusten Klick besaßen und bis heute noch laufen. Es gibt sogar noch Firmen, die sich auf Ersatzteile (ein Witz an sich, denn wenn man nicht in die Tasten kotzt und hineinascht, braucht man auch keine Ersatzteile) spezialisiert haben - ich frage mich nur, wie sie davon leben können, wenn sie nebenbei nicht auch noch Adapter herstellen würden.

Zur Frage bezüglich der aktiven Luftkühlung:
"ALDI-Rechner" als auch hochwertige Austausch-CPUs kommen meist mit einem Stock-Lüfter, der angeblich ohne OC eine "Refferenz" darstellt und für den normalen Betrieb völlig ausreicht. Die Frage ist nur: Was ist normal? Textverarbeitung, surfen und Filmchen kucken? (Wer braucht für sowas einen Multicore?) Unter Volllast hört und misst man meist sehr schnell, was diese Lüfter taugen: Hohe Geräuschentwicklung auf Grund minderwertiger Lager und erschreckend geringe Kühlleistung auf Grund viel zu kleiner Kühlkörper und Ventilatoren. Natürlich kann man damit auch dauer-crunchen aber man erkauft es sich mit dem Risiko verkürzter Lebenszeit der CPU bei gleichbleibend hohen Temperaturen. 30-40 Euro für einen "Gamer-Kühlblock" mit austauschbarem 12" Ventilator, dessen Mechanik ölgelagert ist, ist immer die erste vernünftige Anschaffung, bevor man sich ans Tweaken macht. Ein weiterer Grund für die Anschaffung eines hochwertigen Kühlblocks ist die Weiterverwendbarkeit, wenn man das Board später mit einer besseren (Preisverfall-)CPU aufrüsten möchte. Zusätzlich lassen sich guten Gehäusen noch Extra-Lüfter verpassen, um auch das Klima für Board/Chipsatz oder sogar passive GPUs angenehm zu halten. Und dann viel Spaß beim Tweaken übers BIOS und per optimierter Software mit einem Auge auf die Coretemp-Anzeigen, um das Letzte bei gesunder Temperatur aus der CPU heraus zu kitzeln.

Meine (aktiv-luftgekühlten) Werte als Beispiel: CPU "Idle" ("normale" Anwendungen) niemals über 45° - unter Volllast (Primegrid Dauerbetrieb) möglichst weniger als 60°. (FX8150) Die CPU verträgt viel mehr, aber sie war zu teuer, um sie mit einem Stock-Lüfter zu verheizen (im wahrsten Sinne des Wortes).
Das wäre klimatisch durch Wasserkühlung (und mehr Durchzug durch zusätzliche Gehäuselüfter) natürlich noch steigerungsfähig, aber Waküs würde ich persönlich nur einsetzen, wenn mehr als eine GPU verbaut ist. Dazu noch eine kleine Überlegung: Wenn man die Raumtemperatur im Hochsommer nicht unter 30° bekommt, können auch Lüfter nicht mehr soooo viel ausrichten. Ein Kollege hatte diesbezüglich jedoch eine interessante Idee: Eine Wakü mit Grundwasserkühlung am Ausgleichsbehälter und Wärmetauscher. Muss man sich vorstellen, wie eine sickernde Klospülung. Nun ja, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
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Alt 02.08.2012, 18:11   #27 (permalink)
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Zitat:
Zitat von ritch[fvvg] Beitrag anzeigen
*lach* und *nick* - einfach nur Kult. Kennst Du den damaligen Listenpreis noch?
nein, ließe sich aber mit sicherheit noch rauskriegen. der kurze blick in c't 1/1987 liefert aber schon preise von 200M für kompatible nachbauten.

der einstandspreis für den 1. IBM-AT hätte auch locker locker für nen einfach GOLF gereicht.

Zitat:
Es gibt sogar noch Firmen, die sich auf Ersatzteile (ein Witz an sich, denn wenn man nicht in die Tasten kotzt und hineinascht, braucht man auch keine Ersatzteile) spezialisiert haben - ich frage mich nur, wie sie davon leben können, wenn sie nebenbei nicht auch noch Adapter herstellen würden.
die meisten tastaturen sterben an kaffee oder tee. die 2. wahl sind krümel - vorzugsweise vogelfutterbrötchen.

Zitat:
Ein Kollege hatte diesbezüglich jedoch eine interessante Idee: Eine Wakü mit Grundwasserkühlung am Ausgleichsbehälter und Wärmetauscher. Muss man sich vorstellen, wie eine sickernde Klospülung. Nun ja, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
grundwasser?

normalerweise schraubt man da mit 'ner wärmepumpe zum HEIZEN
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Alt 02.08.2012, 18:16   #28 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Dunuin Beitrag anzeigen

Ich hatte schon überlegt mir eine alte Modell M zu kaufen und als Funktastatur (gibts schon Mods für Bluetooth) mit Solarladegerät (hatte eine alte Cherry von mir und war echt prakisch da man nie nachladen musste), beleuchteten Tasten und 6KRO umzubauen. Beleuchtete Tasten kann man aber wegen der Tastenbauweise vergessen und alle Tasten einzelnd auszuwerten wäre auch massig Verkabelungsaufwand gewesen.
Aber dennoch voll coole Idee. Retro-Stile kommt immer wieder - und was gut war, wird auch gut bleiben oder wieder sein. Ich habe viele und auch exotische Tastaturen getestet - bis hin zu zusammenrollbaren Gummimatten - aber außer den frühen IBMs und Cherrys war und ist meinem Feeling nach alles Schrott im direkten Vergleich. (Sage ich mal so als beruflicher Vielschreiber.) Die Wabbel- und Gummitastaturen kannte ich damals ja schon von meinen Ataris, Sinclairs und VC-Brotkisten ... aber wie schon erwähnt: Die IBM Full-Metal-Jacket war der unbezahlbar feuchte Traum meiner "Jugend" (bin Baujahr 1965) - und um sich solche Träume heute erfüllen zu können, gibt es zum Glück E-Bay.
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Alt 02.08.2012, 18:32   #29 (permalink)
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Zitat:
Zitat von ritch[fvvg] Beitrag anzeigen
außer den frühen IBMs und Cherrys war und ist meinem Feeling nach alles Schrott im direkten Vergleich. (Sage ich mal so als beruflicher Vielschreiber.)
ich hab' damals eine PREH-commander zu hacken gehabt. war besser!

danach nur noch high-end cherry's, die im normalen handel nicht zu kriegen waren.

2 davon (nach gut 20 jahren) leben immernoch.
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Alt 03.08.2012, 07:21   #30 (permalink)
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Ich kann mich noch erinnern, das der IBM-PC mit 128kByte RAM einer 10MByte Festplatte und dem obligatorischen 5-1/4 Zoll Disketten Laufwerk mit einem Charlie Chaplin aufsteller bei ich weiß nicht wem im Schaufenster Stand.
Der Preis, wenn mich mein Gedächtnis nicht verlässt, 9999,00 DM.
Wenn ich mich recht entsinne gab es eine Zeit lang einen IBM-Laden in Berlin in der Budapester Strasse, gleich neben AERO-Flot die gleich neben dem Zoo-Palast ihr Lager hatten.
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Alt 03.08.2012, 13:45   #31 (permalink)
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Zitat:
Zitat von simbad Beitrag anzeigen
Ich kann mich noch erinnern, das der IBM-PC mit 128kByte RAM einer 10MByte Festplatte und dem obligatorischen 5-1/4 Zoll Disketten Laufwerk mit einem Charlie Chaplin aufsteller bei ich weiß nicht wem im Schaufenster Stand.
Der Preis, wenn mich mein Gedächtnis nicht verlässt, 9999,00 DM.
das dürfte damals nichtmal der vollausbau gewesen sein.

der erste industriell hergestellte "PC" war übrigens im Januar 1977 der Commodore PET 2001 für 795,- US$.

steht hier noch funktionstüchtig im regal..
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Alt 07.08.2012, 06:17   #32 (permalink)
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Zitat:
Zitat von simbad Beitrag anzeigen
Ich kann mich noch erinnern, das der IBM-PC mit 128kByte RAM einer 10MByte Festplatte und dem obligatorischen 5-1/4 Zoll Disketten Laufwerk mit einem Charlie Chaplin aufsteller bei ich weiß nicht wem im Schaufenster Stand.
Der Preis, wenn mich mein Gedächtnis nicht verlässt, 9999,00 DM.
Wenn ich mich recht entsinne gab es eine Zeit lang einen IBM-Laden in Berlin in der Budapester Strasse, gleich neben AERO-Flot die gleich neben dem Zoo-Palast ihr Lager hatten.
War das ein XT oder AT?
(Du wirst lachen - ich betreibe meine Tyan Thunder noch heute mit Diskettenlaufwerk (allerdings "schon" 3,5" und auch mit uralten CD-Roms. Festplatten sind dabei zuweilen "überflüssig", weil RAM-Disc. Wenn ich aber bedenke, was 4 GB ECC damals zu XT/AT-Zeiten gekostet hätten, ... ich denke, die NASA-Rechner an Bord der Satelliten besaßen schon einen solch "riesigen" Speicher. Nun könnte man sich im Vergleich XT zu heutigen PCs aber auch die Sinnfrage stellen: Wozu braucht man soviel Speicher? In erster Linie sind es die gierigen (Film/Multimedia/Game)Anwendungen, aber zum Teil wird das RAM auch von Windows-Schnickschnack verbraten - lauter, bunter, ... schöner(?) Die ersten DOS-Dosen boten im Grunde alles, was man "brauchte" inklusive BASIC, und ein Grün-Monitor war schon richtig "farbig". *grins* Damals programmierte man selbst, da es die speziellen Programme entweder nicht gab, oder sie waren einfach zu teuer. Heute bekommt man im Netz für so gut wie jede Anwendung kostenlos Programme und muss somit nichts mehr selbst entwerfen. Es hat sich imho zu Gunsten der multimedialen, künstlerischen Möglichkeiten verschoben, wenn man z.B. mit DAZ 3D Animationen erstellt, statt sich als Anwender um die Programmierung kümmern zu müssen. Von solch einer Zukunft träumten damals nur wenige SF-Autoren ... und der gute Bill. )

Zitat:
danach nur noch high-end cherry's, die im normalen handel nicht zu kriegen waren.
2 davon (nach gut 20 jahren) leben immernoch.
Wie gesagt, was gut ist, hält "ewig" und der "Nostalgie-Ersatzteilhandel" ermöglicht es zudem, die alten Eisen in Funktion zu halten. Das erspart uns auch eine Menge Elektroschrott. Somit verdient solche Hardware auch einen richtigen "GREEN"-Aufkleber.
(Mein erster ZX81 war ein Bausatz - selbst zusammengelötet, um Geld zu sparen. Eine XT-Tastatur war und ist dagegen von "jedem" zu reparieren, der einen Lötkolben halten und einen Chip aushebeln kann und die Mechanik das Klicks begreift. Diese Teile sind einfach viiiiel zu schade, um sie wegzuwerfen und gegen China-Müll zu tauschen.)

Windows-Tasten? Überflüssig. 10'er-Block? Überflüssig. Funktionstasten? Überflüssig. Euro-Zeichen? Demnächst vielleicht auch überflüssig. (Ok, Gamer mögen mir meine nostalgische Einstellung bitte verzeihen, aber für mich ist eine Tastatur eine Schreibmaschine, mit der man halt schreibt - und das möglichst lange und angenehm.)
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Alt 07.08.2012, 09:41   #33 (permalink)
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Zitat:
Zitat von ritch[fvvg] Beitrag anzeigen
War das ein XT oder AT?
Ein AT auf keinen Fall. Das war ein PC oder PC/XT. Wobei ich eher auf einen Standard PC tippe, einfach Aufgrund der Zeit in die ich die Erinnerung einordne.
Zitat:
(Du wirst lachen - ich betreibe meine Tyan Thunder noch heute mit Diskettenlaufwerk (allerdings "schon" 3,5" und auch mit uralten CD-Roms. Festplatten sind dabei zuweilen "überflüssig", weil RAM-Disc. Wenn ich aber bedenke, was 4 GB ECC damals zu XT/AT-Zeiten gekostet hätten, ... ich denke, die NASA-Rechner an Bord der Satelliten besaßen schon einen solch "riesigen" Speicher. ....
Anfang der 90'er Jahre als so die IBM PS/2 auf den Markt kamen, habe ich mal eine Preisliste von IBM in die Finger bekommen. Da waren unter anderem, eines der Dinge, die sich mir eingeprägt haben, 4GB ECC Speichererweiterungen für eine IBM/370 für 250.000DM ohne Steuern natürlich.
In der Raumfahrt würde man solche Speichermengen nicht einsetzen. Alleine schon die Fehleranfälligkeit ist viel zu hoch. Dynamische Speicher, bestehend aus einem Kondensator und einem Transistor, wie man sie heute in jedem PC findet und was auch damals Standard war, ist gegen Röntgenbeschuss zu anfällig.
Man hätte da statische Speicher nehmen müssen, für jedes Bit ein Flip-Flop aufgebaut, und deren Packungsdichte ist erbärmlich.
Lange Zeit galten die Zilog CPUs auch als die zu präferierenden Prozessoren, weil sie im Gegensatz zu 68k/Intel/Intersil usw, einen Hardwire-Decoder hatten. Alles andere am Markt befindliche war mikroprogrammiert und damit anfällig für Strahlung.
Zitat:
Nun könnte man sich im Vergleich XT zu heutigen PCs aber auch die Sinnfrage stellen: Wozu braucht man soviel Speicher? In erster Linie sind es die gierigen (Film/Multimedia/Game)Anwendungen, aber zum Teil wird das RAM auch von Windows-Schnickschnack verbraten - lauter, bunter, ... schöner(?) Die ersten DOS-Dosen boten im Grunde alles, was man "brauchte" inklusive BASIC, und ein Grün-Monitor war schon richtig "farbig". *grins* Damals programmierte man selbst, da es die speziellen Programme entweder nicht gab, oder sie waren einfach zu teuer. Heute bekommt man im Netz für so gut wie jede Anwendung kostenlos Programme und muss somit nichts mehr selbst entwerfen. Es hat sich imho zu Gunsten der multimedialen, künstlerischen Möglichkeiten verschoben, wenn man z.B. mit DAZ 3D Animationen erstellt, statt sich als Anwender um die Programmierung kümmern zu müssen. Von solch einer Zukunft träumten damals nur wenige SF-Autoren ... und der gute Bill. )
Wenn man heute ein DOS startet, dann benutzt das zwar nur einen Core, aber dafür läuft das ganze dann im CPU cache und der ist normalerweise ungebremst. Das dürfte ganz schön abgehen.
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Alt 07.08.2012, 13:24   #34 (permalink)
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Ein AT auf keinen Fall. Das war ein PC oder PC/XT. Wobei ich eher auf einen Standard PC tippe, einfach Aufgrund der Zeit in die ich die Erinnerung einordne.
1984 hat ein original XT in der grundausstattung ca. 11k gekostet, die 10 MB platte über 5k. alles total billig.

eine HP 9845c stand auch auf dem desktop - für knapp 100k in der grundaustattung. aufpreis für 512k ram 13,5k, lichtgriffel 4k usw..
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Alt 07.08.2012, 16:11   #35 (permalink)
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Wunderbar OT.
Aber es ist einfach cool zu sehen, das diese alte Technik sogar noch funktioniert. Ich habe zu Hause noch ne HP9000 Serie 300, eine 385 soweit ich das herausgefunden habe. Inklusive 308MB Festplatte ein HP-UX 5.x das sogar von einem NFS-Share booten könnte, X-Server und weiß der Kuckuck was noch alles. Die wird 2-3 mal im Jahr angemacht um in der Nostalgie-Wolke die das Ding umgibt davon zu schweben, für ein paar Stunden wenigstens.
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Alt 07.08.2012, 16:39   #36 (permalink)
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Wunderbar OT.
kann ja dann irgendwer mal den nostalgie-thread aufmachen und's dahin verschieben.

Zitat:
Aber es ist einfach cool zu sehen, das diese alte Technik sogar noch funktioniert. Ich habe zu Hause noch ne HP9000 Serie 300, eine 385 soweit ich das herausgefunden habe. Inklusive 308MB Festplatte ein HP-UX 5.x das sogar von einem NFS-Share booten könnte, X-Server und weiß der Kuckuck was noch alles. Die wird 2-3 mal im Jahr angemacht um in der Nostalgie-Wolke die das Ding umgibt davon zu schweben, für ein paar Stunden wenigstens.
die dinger stehen weltweit noch in unzähligen laboren und rattern fröhlich vor sich hin.

oh wie habe ich das rocky-moutain basic geliebt!

ich hatte damals mal eine 900-520 im quasi vollausbau für ein paar monate zur verfügung. wenn ich mich recht erinnere, hat die knapp 200k gekostet.

für die noobs: ein schlichter desktop rechner. http://www.hpmuseum.net/display_item.php?hw=367

und ganz nebenbei - >50kg.
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Alt 07.08.2012, 16:54   #37 (permalink)
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Ich war dabei als die erste HP9000 Serie 850 (800?) in Deutschland ausgeliefert wurde. Die ging damals an die TU-Berlin. Zwei Tage vorher kam eine Euro-Palette voll mit Dokumentation. Ordnerinhalt und Ordner getrennt. Wir mussten das alles von Hand einsortieren.
Während der Auslieferung, damals mussten die das Ding ja durch die DDR fahren, weil per Luftfracht wollten sie nicht aus irgendwelchen Gründen, konnten wir jederzeit bei HP anrufen und die haben uns dann gesagt wo der LKW gerade steht.
Das war für uns wichtig, damit wir für den Empfang bereitstehen konnte.
Das waren die ersten PA-RISC maschinen. Da hatten wir echt unseren Spass dran.
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Alt 07.08.2012, 19:35   #38 (permalink)
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Zitat:
Zitat von simbad Beitrag anzeigen
Ich war dabei als die erste HP9000 Serie 850 (800?) in Deutschland ausgeliefert wurde. Die ging damals an die TU-Berlin. Zwei Tage vorher kam eine Euro-Palette voll mit Dokumentation. Ordnerinhalt und Ordner getrennt. Wir mussten das alles von Hand einsortieren.
Während der Auslieferung, damals mussten die das Ding ja durch die DDR fahren, weil per Luftfracht wollten sie nicht aus irgendwelchen Gründen, konnten wir jederzeit bei HP anrufen und die haben uns dann gesagt wo der LKW gerade steht.
na klar - die wollten immer wissen, wie die kiste durch den großen röntgen-scanner musste.

Zitat:
Das waren die ersten PA-RISC maschinen. Da hatten wir echt unseren Spass dran.
wird aber heute kaum jemand nachvollziehen können. es gab halt sehr wenige, die das know-how hatten und spielzeug im gegenwert eines eigenheims auf dem schreibtisch.

jedenfalls wurde damals auch das letzte promille an performance bei der softwareoptimierung ausgereizt. wenn ich mir ansehe, was da zum teil auf boinc unterwegs ist, wird mir aber sowas von übel.
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Alt 08.08.2012, 12:44   #39 (permalink)
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Zitat:
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wird aber heute kaum jemand nachvollziehen können. es gab halt sehr wenige, die das know-how hatten und spielzeug im gegenwert eines eigenheims auf dem schreibtisch.
Na die 850 hat man schwer aufn Schreibtisch bekommen Aber ja, die war Teuer. Aber so schnell, das wir den klassiker "hello world" mehrfach übersetzen mussten, weil wir uns nicht sicher waren ob die Kiste überhaupt was gemacht hat.
Return-Taste am Terminal drücken und der shell prompt war sofort wieder da. Da braucht ein heutiger gnu-compiler länger für das gleiche Problem.

Die HP9000/550 hatte 3 CPU's und einen IO-Prozessor. An der TU-Berlin hat damals HP Service-Techniker die CPU's nachgelegt, weil bei der gelieferten Maschine 2 der CPU's fehlten.
Supertechnik. Ein paar schwarze Kleckse auf einer Leiterplatte im A5 Format und auf der Unterseite ein Kühlkörper über die ganze Fläche. Als ich das Teil anfassen wollte ist dem bald die Pumpe stehengeblieben. 25000DM für eine CPU.

Und die HP3000/68 mit 4MB RAM 2x440MB Festplatte (14Zoll Stapel) und drei Halbzollbandmaschinen hat ne schlappe Mio gekostet. Hab mal meinen 6Monate alten Sohn auf eine der Festplatten gesetzt und dann ein PASCAL Programm übersetzt. Der hat sich was amüsiert

70000DM fürs Plattenlaufwerk ohne Plattenstapel!!

Achja, diese Zeiten sind vorbei.
Zitat:
jedenfalls wurde damals auch das letzte promille an performance bei der softwareoptimierung ausgereizt. wenn ich mir ansehe, was da zum teil auf boinc unterwegs ist, wird mir aber sowas von übel.
Wieso? Optimieren die nicht?
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Alt 08.08.2012, 18:04   #40 (permalink)
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Zitat:
Zitat von simbad Beitrag anzeigen
Na die 850 hat man schwer aufn Schreibtisch bekommen
jedenfalls nicht auf handelsübliche.

Zitat:
Wieso? Optimieren die nicht?
gerade die alteingessenen projekte weitgehend eben nicht.

beispiel simap - zuletzt 2006 überarbeitet. was natürlich auch bedeutet, das aber auch alles, was seit dem bei der entwicklung von prozessoren und compilern passiert ist, eben nicht genutzt wird.

da rödeln dann sandy-e's 486er code durch.

ich find's krank.
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Alt 10.08.2012, 00:00   #41 (permalink)
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Oh ja, die Nostalgie ist schön OT und immer wieder nett.

Eine IBM der 3xx-Serie hatte ich mal aus Hamburg mit einem Mietlaster abgeholt. Das muss noch vor 89 gewesen sein. Die Maschine war in einem "Metallschreibtisch-Block" eingebaut (bzw. der Schreibtischblock war der Rechner), besaß einen Minimonitor, eine qualitative, eingebaute Klick-Tastatur, ein Floppylaufwerk, das größer als 5 1/4 war (8"?), einen sehr lauten aber ebenso schnellen Metallband-Drucker sowie eine Festplatte (mit durchsichtigem Gehäuse!), die von den Ausmaßen her (19 oder 24") an den Motor einer Industrie-Waschmaschine erinnerte. Kurzum: Es war ein Monstrum, und ich wollte es besitzen.
Die Firma hatte den Computer ausgemustert und für "sehr kleines Geld" inseriert. Ich bekam den Zuschlag. Wir mussten das Teil zu zweit zerlegen, hochkant in den Fahrstuhl wuchten und dann bei mir in den ersten Stock schleppen. (Seit dem Tag wusste ich, warum ich kein Möbelpacker sein möchte. )
Das Gerät funktionierte wie versprochen und besaß auch alle originalen Unterlagen, Montagepläne und Software, die allein für sich gefühlte 50Kg wogen.
Es gab dabei nur ein Problem: Meine Freundin konnte die Waschmaschine nicht benutzen, weil die IBM den Anschluss brauchte, um das System zu starten ohne die Sicherung aus dem Kasten zu feuern. So wurde die Maschine nach ein paar Testläufen zu einem Deko-Gegenstand und irgendwann an einen anderen Freak verkauft.
Heute bereue ich es, sie verkauft zu haben, aus zwei Gründen: Nostalgisches Sammlerstück (auch fürs Technikmuseum geeignet) und andererseits waren sämtliche Kontaktpins der Hauptplatine (die man sich wie einen Draht-Igel vorstellen kann) aus reinem Gold (aber noch immer viel zu schade zum Schlachten).
Zur Funktion an sich handelte es sich um einen reinen Business-Computer - kein "Maiframe/Großrechner", sondern um ein Einzelplatzsystem (wie man heute sagen würde) und besaß zu jener Zeit nicht mal mehr die Rechenleistung eines damaligen, günstigen R.O.C. PCs aus Taiwan im Eigenbau. Es kam beim IBM3xx weniger auf Geschwindigkeit, sondern Zuverlässigkeit an, was 24/7 Wirtschaftsberechnungen betraf. Stoische Aufgaben eben, die man anscheinend keinem Mitarbeiter der Firma zumuten konnte. Dennoch war es Kult, solch ein "unbezahlbares" System (vom erstmaligen Listenpreis) als Privatmann zu besitzen (und gelegentlich zu entstauben).
Sollte ich in meinen alten Fotoschuhkartons noch Bilder finden, werde ich sie mal in einem Nostalgie-Faden einstellen ... zum Träumen und Weinen

Zurück zum Topic (Kompressor)Kühlung und Alternativen:
Ein befreundeter Klimaanlagentechniker besorgte mir gestern einen generalüberholten, gesäuberten Querstromlüfter (die genaue technische Bezeichnung heißt noch etwas anders, aber das Prinzip ist ähnlich effektiv) mit Flanschen und Staubfilter aus Industrierestbeständen (genauer: Restaurants und Kühlhäuser) für sage und schreibe 50 Euronen! *hüpf* Der Umbau auf 230V war inklusive (da keine Regler in Form von Stufenschaltern für den verbauten 30V-Motor und natürlich (noch) keine Computersteuerung). Das Teil dreht somit z.Z. auf Vollast und erzeugt einen Sog wie ein Mini-Catrina-Wirbelsturm, also bezeichne ich es mal als "Wirbelstromlüfter". Man sollte somit keine weiten Hemden und Schlipse tragen oder gar mit der Hand in den Häcksler kommen. Aber nun kommt's ...
Vor Jahren erstand ich auf E-Bay ein 4HE 19" Servereinschubgehäuse, das angeblich für den Formfaktor meiner TYANs geeignet war (lt. "chinesischem" Händler). Die Angaben waren nicht korrekt, denn das Gehäuse besaß keinen Platz mehr für das Netzteil und war damit nur für Consumer-Boards geeignet. Das hatte mich zwar geärgert aber was soll's, denn für meine FX-Maschine war es ok, sodass ich mir dafür kein neues Gehäuse kaufen musste.
Der Fehlkauf stellte sich nun als Vorteil heraus, da der oberere Deckel abnehmbar ist und die ungefähren Ausmaße von "Catrina" besitzt. Der Wirbelstromlüfter ließe sich somit problemlos anflanschen ... und dann geht der Luftkühlungs-Punk ab, der jede Wakü an die Wand fahren könnte. Vom möglichen Luftstrom her gesehen (Kühlstrategie) schätze ich, auf innere Ventilatoren für CPU und GPU(s) in Zukunft verzichten zu können und den FX, sowie zwei 560ti mit passiven Kühlkörpern zu betreiben. (Bei der 680 bin ich mir nicht so sicher, denn die wird richtig heiß im OC.)
Ist ein gewagtes Experiment aber das Risiko sollte sich mit einem Auge auf "AMD-OVERDRIVE (Temperatur-Kontrolle)" beim FX in Grenzen halten, wenn "Catrina" erstmal sowieso auf Vollast läuft. Ich erwarte mir zumindest einen Primegrid-CPU-stable laut der AMD-Werksangaben von maximal 5Ghz für die FX-BE ... und das wäre im Prinzip bereits nahe eines Weltrekords auf Luftkühlung (wenn man das Board nicht in einem stillgelegten Industrieschornstein verbaut *lach*)
Was die GPUs dazu sagen, ist wohl ein anderer Film.
Bilder von den Komponenten und dem Aufbau werde ich bei Interesse gerne demnächst posten aber der Test wird sicher nicht bei noch sommerlichen Temperaturen stattfinden.
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