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Alt 20.03.2010, 21:13   #1 (permalink)
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Daumen runter Legt euch nie mit nem Linux an...

Ein vollkommen subjektiver Erfahrungsbericht über meinen neuesten Zusammenstoß mit Linux

Erstmal kurz was zu meiner Linux'schen Vorbildung:
Vor ca. 10 Jahren hatte ich mal SuSe ausprobiert und fand es eigentlich ganz nett. Musste jedoch nach kurzer Zeit feststellen, dass (a) man für alles, was nicht schon installiert oder / und in der GUI zu finden ist, ständig schwarze Kommandozeilenmagie braucht und (b) es mir keinerlei Vorteile gegenüber Windows bot. Nebenbei fragte ich mich, warum zum Teufel ich für das un/mounten von CDs/DVDs verantwrtlich sein sollte. Und so flog es bei der nächsten Festplattenaufrüstung auch wieder runter. Im Studium hatte ich dann an nem Institut mal mit nem gut eingerichteten und administrierten Linux zu tun, wo man von allen Rechnern aus die gleiche Arbeitsumgebung hatte, egal ob man an nem Messplatz oder im Büro saß. Das hatte was.
Vor gut einem Jahr hatte ich dann mit mehreren Ubuntu-Rechnern zu tun. Ich war verwirrt: im Gegensatz zum alten SuSe konnte man kaum was einstellen. Und sobald ich mehr wollte als Firefox oder Openoffice starten, musste natürlich wieder die Kommandozeile her. Ich zeigte mich wenig angetan.. und wenn Ubuntu "Linux von Menschen für Menschen" ist, dann sind sie entweder noch nicht fertig, oder ich bin bestenfalls ein Primat.

Aber kommen wir zur aktuellen Begegnung, diesmal mit dem aktuellen CentOS. Erster Eindruck: Gnome sieht ähnlich aus wie bei Ubuntu.. aber was ist das? Im "Arbeitsplatz" öffnet sich nach Klick auf ein Verzeichnis jedes mal ein neues Fenster, statt den Inhalt des aktuellen Fensters zu aktualisieren. Nach einem kurzem Blick auf den Rechner begebe ich mich an die Sisiphusarbeit, gefühlte 30 Fenster durch Klick auf das kleine Kreuz zu schließen und fühle mich in's Jahr 1995 zurückversetzt. OK, weiter geht's: der Kollege hat mir einen Account eingerichtet und ich möchte mich einloggen. Die nächste Überraschung: ich muss dafür den aktuellen Benutzer ausloggen. Hä? War es nicht gerade eine Stärke von Linux, ordentlich mit vielen Benutzern gleichzeitig arbeiten zu können? Ein Punkt an Ubuntu, da ging das noch.

So weit der erste Eindruck. Ich mache mich an die eigentliche Aufgabe: eine Fernsteuerung einrichten, mit der ich von meinem Windows-Rechner aus auf die Kiste zugreifen kann. Der Kollege benutzt eine Kombination aus Putty und noch irgendwas und bekommt damit eine Kommandozeile. Aus der kann man zwar auch GUIs starten, aber z.B. auf den "Aktualisierungen installieren" Knopf im Gnome kommt man damit nicht. Also den normalen Desktop zu haben wäre schon schön. Mit Ubuntu hatte ich den schon eingebauten VNC-Server benutzt. Das hat aber den Nachteil, dass man sich erst per Tastatur lokal am Rechner eingeloggt haben muss - schlecht für nen Simulationsrechner, der in irgend nem Kabuff abgestellt wird. Ein anderer Kollege benutzt den Zugriff per NX Client (auf nen anderen Linux-Rechner). Super, dachte ich mir - genau, was ich haben will. Eine Bemerkung vom Kollegen noch, der den Rechner eingerichtet hat: dieser heißt zwar eigentlich Obelix, ist aber nur unter "dhcp012" zu erreichen. Die Stelle, um das zu ändern hat er nicht gefunden. Ich auch nicht. Schade, denn ich fand den Namen so passend, wo unser alter Simulationsrechner doch Idefix heißt..

Nagut, dann installieren wir mal den NX-Server. Wie schwer kann das schon sein? Paketverwaltung - nach NX suchen, installieren lassen. Zack, fertig. OK.. und nu? Rüber zu meinem Rechner, Test.. klappt nicht, der NX-Server sei nicht gestartet. Firefox auf, nach Hilfe gesucht und auch schnell ein "How-To" gefunden. Eine sehr lange Seite voller Text. Kein Problem, gucken wir mal was da so steht.. haha, denkste! Der gute i7 920 mit 12 GB RAM ist kaum in der Lage, durch diese Seite zu scrollen. Ich ahne Böses und suche in den Systemtools nach etwas, das mir sagen kann, ob die verbaute kleine nVidia 8400GS überhaupt erkannt wurde. Mhh, schwer zu sagen. Zumindest stoße ich auf einen Hardware-Monitor, der nicht auf den 19" Monitor passt, da die CPU-Symbole dort so groß gehalten sind, dass die 8 Kerne des i7 Platz weit über einen Bildschirm hinaus beanspruchen. Naja, ist ja nicht so schlim, wenn er den Treiber nicht installiert hat - immerhin weiß ich ja, was es für eine Karte ist. Ab in die Paketverwaltung, nach nvidia gesucht und.. nichts. Hä? Seriously, WTF!! Noch ein Punkt für Ubuntu: das wollte mir zwar weder sagen, was für eine Grafikkarte installiert war und auf welche (NV-)Treiberversion es updaten würde, aber es hatte die Karte immerhin erkannt und überhaupt einen Treiber installiert!

Nagut, "sanften Bildlauf" deaktiviert und ich kann die Hilfe einigermaßen lesen. Aber immer, wenn ich dort angegebene Befehle ausprobiere, erhalte ich nur die Meldung, dass die Datei nicht gefunden werden kann. Als alter Windows-Veteran probiere ich es tatsächlich mit einem Neustart, auch wenn das unter Linux selten hilft und die Installationsroutine auch nichts davon gesagt hat. Und tatsächlich, jetzt wird das Programm gefunden. Allerdings bekomme ich jetzt die Meldung, dass der einzige unterstüzte Befehl eine Änderung des Passworts wäre. Hä? Was ist mit den ganzen anderen Befehlen, die in der Anleitung erwähnt werden? Ich will das Ding doch erstmal starten, und keine Passwörter ändern! Nach einer Weile bemerke ich dann: die mitgelieferte Softwareversion ist eine (wohl eher schlechte) Kopie des nicht frei verteilbaren NX-Servers. Also das Ding runter und die 3 für den originalen Server nötigen Pakete runtergeladen und installiert.

Zugriff auf den Server funktioniert auch hier nicht sofort. Aber immerhin die Ausgabe der Versionsnummer - ich scheine auf dem richtigen Weg zu sein. Bei anderen Befehlen sagt der server mir, ich möge doch bitte erstmal das Installationsscript soundso ausführen. Was zum Fehler "Benutzer NX existiert schon und kann nicht angelegt werden" führt. Scheint wohl ein Überbleibsel der ersten Installation zu sein. Nach einer Weile habe ich den Benutzer über die Kommandozeile löschen können (den Knopf, dass er auch in der GUI-Benutzerverwaltung angezeigt wird, hatte ich nicht gefunden). Und bekam eine andere Fehlermeldung "Benutzer NX existiert nicht und kann nicht angelegt werden". Aha. Du Scherzkeks! Langsam dämmert es mir, dass das Installationsscript keine Rechte für irgendwas hat. Also auf zum su-Modus. Und dabei gleich mehrere bitterböse Vorfälle provoziert: "You do not belong to the sudoers group. The incident will be reported." Haha, mach doch *lange Nase zeig*! Hol ich mir halt eine ganze root-Konsole. Und bekomme den nächsten Fehler des scripts, etwas fehlt noch. Irgendwann fällt mir auf, dass in dem Verzeichnis noch ein anderes Installationsscript liegt. Tja, warum auch nicht? Und es lässt sich tatsächlich ausführen! Und daraufhin das ursprüngliche script auch! Ich werde mit einer Kurzbedienungsanleitung in der Konsole begrüßt. Nett - hier sind tatsächlich nützliche Befehle aufgelistet, wie man mit dem Server umgeht. Danach musste ich gar nichts mehr machen - der Fernzugriff war eingerichtet.

Moral von der Geschicht: warum zum Teufel kann man mir nicht einfach nach der Installation die Information zukommen lassen, dass ich diese beiden scripte als root ausführen muss? Oder des gleich selber tun? Oder das in die offizielle Installationsanleitung schreiben? Oder mir diese Informationen geben beim Versuch, irgendwas mit dem Server zu machen? Also ehrlich, das ist "Software von Freaks für Freaks"! Insgesamt hat mich das geschätzte 3h gekostet..

In der Installationsanleitung standen auch so nette Sätze wie "und vergessen Sie nicht, Benutzer soundso in Konfig-Datei soundso einzutragen, wenn Bedingung xyz vorliegt". Ach ja? Das klingt ja gerade so, als gäbe es irgendwo eine Übersicht der Schritte, die man wann und wo zu unternehmen hat. Aber wo ist diese Liste, wenn nicht in der offiziellen "Installationsanleitung"? Und ich frage mich ernsthaft, ob dem Schreiber klar ist, dass man etwas wenigstens ein mal wissen muss, um es vergessen zu können

Am nächsten Tag: ich habe noch eine halbe Stunde übrig und es lohnt nicht, etwas neues anzufangen. Also denke ich mir übermütig:"Hey, das mit dem Server hat doch super geklappt.. warum nicht auch noch Matlab installieren?" Auf geht's.. unter Win ist das denkbar einfach: einen Netzlaufwerk-Pfad mit \\.. in die Adressleiste vom Arbeitsplatz kopieren, Win32 oder 64 auswählen, setup starten und die Installationsroutine machen lassen.
Unter Linux hab ich die Möglichkeit, auf das gleiche Verzeichnis per NFS oder FTP zuzugreifen. FTP fällt aus, da ich mit dem Feuerfuchs standardmäßig nur einzelne Dateien runterladen kann. Also mount per NFS: nagut, vielleicht besser als root.. oh, das Zielverzeichnis muss schon existieren. Jetzt ein neuer Fehler.. pff, whatever. Ich zieh die .iso per FTP und entpacke sie. Es gibt eine "install" Datei und eine gefühlte 100 Seiten lange Anleitung. Die install ausführbar gemacht, raufgeklickt.. nichts. Mhh, Konsole auf und ausgeführt: jetzt kann ich zumindest die Fehlermeldung lesen:"keine Rechte, bitte beheben und noch mal versuchen". Nochmal als root.. gleiche Meldung. Äh, ja.. und was genau soll ich jetzt beheben?

Zu dem Zeitpunkt ist die halbe Stunde rum und ich rede mir ein, dass ich ja auch genug andere Maschinen für Matlab zur Verfügung hab. Und muss leise weinen: Matlab! Die beste Software überhaupt, die mir die Wünsche von den Fingern liest, noch bevor ich sie überhaupt bemerke.. selbst Matlab schafft es nicht, unter Linux einfach benutzbar zu sein

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Alt 20.03.2010, 21:15   #2 (permalink)
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PS: ich weiß, dass es unter Linux für so ziemlich alle Probleme eine Lösung gibt, man muss sie nur kennen. Und das ist es, was mich an Linux so stört: auch 10 Jahre nach meinem ersten Zusammentreffen hat sich grundlegend kaum was geändert. Man muss immernoch viel zu viel über das System wissen, um damit umgehen zu können. Ich glaube, auch wenn es Microsoft nicht gäbe, würde sich Linux in der jetzigen Form nicht im Massenmarkt durchsetzen. Und meiner Meinung nach liegt das daran, dass die Leute, die es entwickeln, sich nicht vorstellen können, wie "normale" Benutzer denken und wie es ist, all das Wissen über das OS und die Befehle nicht zu haben. Und genau deshalb ist MS so erfolgreich: sie verstecken diese Komplexität vor dem Benutzer und sorgen dafür, dass die Dinge (meistens) einfach so funktionieren.

Für mich bringt es ein Satz meines Vaters ganz gut auf den Punkt: ein paar Wochen nach einem SuSe-Update sagte er ganz stolz "Ich kann jetzt auch DivX abspielen!" Schön.. also ich hab mich ja auch für ihn gefreut und glaube es sofort, dass es bestimmt schwierig war. Aber mal ehrlich.. ist das nicht etwas, das einfach so funktionieren sollte?

MrS
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Alt 20.03.2010, 21:41   #3 (permalink)
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killer4you wird schon bald berühmt werden

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Da ist der Unterschied zw. Linux und Windows ..

an mehreren Stellen hast du ihn gefunden :-)

nein, ich will nicht gemein sein, da sich meine Linux Kenntnisse auch ziemlich gering halten ...
aber, Linux wurde eigentlich nie entwickelt, um viele bunte fenster aufgehen zu lassen,
ganz im gegenteil zu Microsoft ...


Linux bietet im moment nur 2 Vorteile (für mich)
1.) Ressourcensparender
2.) noch nicht so Virenanfällig

mfg

p.s. Lustig zu lesen :-)
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Alt 20.03.2010, 23:43   #4 (permalink)
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Hm, muss dazu als Linux-User schon was sagen.

Nimm einen ganz normalen "DAU" unter Windows; beim ersten grösseren Problem "Hilfeschreie". Keine Ahnung von Treiber- oder sonstiger Softwareinstallation. Das sind die Fakten. Nicht von dem Wissen ausgehen, dass die User in diesem Forum haben. Bin @ work für etliche Windows-Rechner verantwortlich (ca. 220), und ich weiss wovon ich rede.

Schon mal ein aktuelles Linux getestet? Nicht unbedingt *ubuntu, aber vielleicht ein Derivat wie zum Beispiel "Linux Mint" oder ein anderes Debian? Da braucht der gewöhnliche User die Kommandozeile genau so wenig wie unter Windows, abgesehen davon, dass der normale User von Windows gar nicht weiss, was das ist.

Und bei mir @ home laufen fast alle Rechner unter Linux, ohne grössere Probleme, obwohl ich die "heiße" Variante von Debian, sid, benutze.

Windows ist nicht Linux und Linux ist nicht Windows
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Ciao taurec

Geändert von taurec (21.03.2010 um 00:22 Uhr)
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Alt 20.03.2010, 23:49   #5 (permalink)
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Zitat:
Zitat von [ETA]MrSpadge Beitrag anzeigen
Ich glaube, auch wenn es Microsoft nicht gäbe, würde sich Linux in der jetzigen Form nicht im Massenmarkt durchsetzen. Und meiner Meinung nach liegt das daran, dass die Leute, die es entwickeln, sich nicht vorstellen können, wie "normale" Benutzer denken und wie es ist, all das Wissen über das OS und die Befehle nicht zu haben. Und genau deshalb ist MS so erfolgreich: sie verstecken diese Komplexität vor dem Benutzer und sorgen dafür, dass die Dinge (meistens) einfach so funktionieren.
Es geht alles sofern nur wirtschaftliche Interessen hinter der Sache stehen: siehe Android (Google-OS) angetrieben von einem Linux-Kernel, Mac-OS gehört ebenfalls zu den Unixoiden-System und sofern man unter die schöne Schale sieht erkennt man klar die BSD-Gene (und unter Haube kann man hier mächtig schrauben).
Das Windows nun letzendlich das leichtere OS ist wage ich zu bezweifeln. Klar die meisten User die mal nen Unixoides System testen kommen von Windows und bringen gewisse Vorstellungen und Denkweisen mit, worin aber schon das Problem liegt der Mensch ändert sich nur ungern und langsam. Erschwerend kommen bei Linux auch noch einige andere Fragen hinzu: Distribution, WindowManager/DesktopEnviroment, Programme. Andersherum wäre es aber genauso (leider kenne ich aber keinen solchen Fall wo jemand von Linux auf Win umgestiegen ist; daher eher theoretischer Natur) hier wären nur die Probleme/Fragen andere.

Teilweise kann ich deinen Unmut nicht wirklich nachvollziehen. Immerhin würde niemand dem OS die Schuld geben wenn ein User in der Win-Registry wild Parameter ändert und das System nicht mehr so richtig läuft. Zum Thema Ubuntu kann ich nicht viel sagen (ich mag es nicht), aber vieler meiner windowsbenutzenden Arbeitskollegen mögen es, weil es laut ihrer Aussage leicht zu bedienen ist und man eigentlich die Shell nicht bzw. sehr selten benötigt.

Wie auch immer ich bleibe glücklicher und überzeugter Debian GNU Linux User und Liebhaber der Shell.

Möge jeder mit seiner OS-Wahl glücklich werden.
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Alt 20.03.2010, 23:52   #6 (permalink)
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Zitat:
Zitat von [ETA]MrSpadge Beitrag anzeigen
Für mich bringt es ein Satz meines Vaters ganz gut auf den Punkt: ein paar Wochen nach einem SuSe-Update sagte er ganz stolz "Ich kann jetzt auch DivX abspielen!" Schön.. also ich hab mich ja auch für ihn gefreut und glaube es sofort, dass es bestimmt schwierig war. Aber mal ehrlich.. ist das nicht etwas, das einfach so funktionieren sollte?
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PS: Hast Du schon mal von Patent- und Lizenzrechten gehört?

Nix für ungut
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Ciao taurec
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Alt 21.03.2010, 07:02   #7 (permalink)
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Zitat:
Zitat von tocx Beitrag anzeigen
Möge jeder mit seiner OS-Wahl glücklich werden.


Wenn ich mit einem Linux auf meinen eigenen Rechnern zu tun hatte, lief es eigentlich nie wirklich problemlos. Obwohl meine erste Erfahrung sofort im Chaos endete (uralte PCI-Grafikkarte wurde von etlichen damaligen Distribution offenbar nur im Live-System vernünftig erkannt, nach der Installation, die noch wunderbar mit grafischer Oberfläche lief, bekam ich nur eine Konsole vorgesetzt... das Ende für jemanden, der absolut keine Ahnung und keine Hilfe zur Hand hat), bin ich noch sehr oft positiv denkend daran gegangen (hatte sogar mal vor, sämtliche Rechner auf Dual-Boot umzustellen). Da aber immer irgendwas nicht so funktionierte, wie es angedacht war, meide ich Linux inzwischen, sofern ich eine andere Wahl habe. Ausnahmen sind die Uni-Rechner (da muss ich es wenigstens nicht selbst administrieren), ein Teilzeitcruncher (es gibt eben leider keine schnelle Lösung für ein Win64 auf externer Festplatte) und, wenn mir mal danach ist, eine VM (da ist es nicht so schlimm, wenn ich es wieder mal kaputt gespielt habe).

Also bezahle ich ohne Grämen mein Windows, schlage mich nicht mit dem Betriebssystem, sondern lieber den anderen Macken des Rechners herum und freue mich, wenn jemandem sein Linux richtig schön abschmiert, kurz nachdem er über Microsoft geschimpft hat.
__________________
Gruß
Patrick
Trinity, ein paar Taschenrechner und der UL1-SG-Booster - laufende WUs
kreativ, offensiv, SPEG ...die Mitmachgruppe mit viel Spaß beim Crunchen.

Geändert von pschoefer[SPEG] (21.03.2010 um 07:08 Uhr)
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Alt 21.03.2010, 11:04   #8 (permalink)
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Cool ...weil du es dann unbedingt haben möchtest.

Zitat:
Zitat von SG-SPEG-taurec Beitrag anzeigen
....
Schon mal ein aktuelles Linux getestet? Nicht unbedingt *ubuntu, aber vielleicht ein Derivat wie zum Beispiel "Linux Mint" oder ein anderes Debian? Da braucht der gewöhnliche User die Kommandozeile genau so wenig wie unter Windows, abgesehen davon, dass der normale User von Windows gar nicht weiss, was das ist.
...
Hai taurec,
ich würde ja zugerne den Schreibfehler "KomanDOSzeile" in dein Zitat editieren.

Ich versuch ja auch schon seit Jahren, mir Linux hörig zu machen.
Bisher hab ich immer wieder die eigenen Probleme und Fehler bei Linux lokalisieren können.
Angefangen von Installationsfehlern bis hin zu Hardware defekten.
Trotz vieler Anleitungen und einer, immer hilfsbereiten Linux-Community,
habe ich es nie geschafft, die Lösungswege alleine erfolgreich umzusetzen.

Bei SUSE 8.0 habe ich es mit einem telefonischen Live-Support mal gut und sauber installiert bekommen.
Leider wurde mein damaliger ISP nicht unterstützt und ich bin wieder zurück zu WinME.

Für mich ist es halt einfacher zu verstehen, wenn einer neben mir (telefonisch) hilft.
Geschriebenes ist halt schnell falsch gelesen und führt schneller zur Verwirrung,
da ich es auch nicht immer im ersten Anlauf schaffe ein unbekanntes Linux-Problem ausführlich zu beschreiben.

60 beidseitig bedruckte DIN A4 Seiten mit Anleitungen und Problemlösungen,
zur Installation von Fedora tu ich mir nicht nochmal an.
Zumal das Problem am Ende bei der defekten hd0 lag, wo Windows sich sicher und stabil installieren lies.

Naja, ich werd nicht aufgeben und versuch dieses Jahr, bestimmt mal wieder,
2-3 Wochen in eine funktionierende Linuxinstallation zu investieren.
Ich werd mich bestimmt nicht von einem Pinguin zum Lemming machen lassen.
Der telefonische Suport von damals, ist leider zwischenzeitlich verstorben.

Was mich an Linux fasziniert, ist die unglaubliche Enwicklungsbereitschaft und das suchen nach Lösungen,
wie die vielseitigen Ideen der Entwickler, für jeden Linuxanwender frei verfügbar gemacht werden können.
Somit hat für mich Linux Sinnbildlich den gleichen "Spirit" wie das DC mit seinen Hintergründen.
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Alt 21.03.2010, 15:24   #9 (permalink)
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als Linux-Kommandozeilenfetischist enthalte ich mich lieber jeglichen Kommentars
Dem einen kann ich jedoch vorbehaltlos zustimmen:
Zitat:
Zitat von tocx
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bis auf CUDA und den neuesten GraKa-Treiber ahbe ich im Moment alles zum Laufe n bekommen.. kann da Linux-Mint nur empfehlen!


via Wine laufen auch schön artig die Windows-Programme...


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Hallo alle zusammen.

Ich benutze auf einigen Rechnern Linux Ubuntu und habe mit der Version 9.10 keine Probleme auf meinen Rechnern gehabt. Einfach CD rein Installation dann Boinc und Projekte anmelden die Hardware wurde erkannt. Ist natürlich vom Fall zu Fall anders bei mir funktionierte soweit alles.
Ich muss aber auch dazu sagen wenn es um Konsole geht habe ich damit kein Problem und kann mich da auch durch wursteln und wenn nicht habe ich bis jetzt immer hier im Forum User gefunden die mir weiter helfen konnten

So da ich jetzt öfter von Linux-Mint gelesen habe werde ich mir mal bei der nächsten Install das OS anschauen

Und ich glaube auch das es unter anderem eine Geschmacks Sache ist, jeder muss für sich herausfinden mit welchem OS er glücklich wird Ich kann mit WIN und Linux jedes BS hat seine Vor und Nachteile, die Vorteile nutze ich und mit den Nachteilen versuche ich eine Lösung zu finden bis jetzt konnte ich mit gut leben. Ist ja auch eine Kosten Frage wenn man mehrere Rechner hat und überall WIN7 drauf Installiert da ist schon Linux ne schöne Sache.

LG Hein
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Ein paar Mal bin ich auch schon motiviert an das Thema Linux herangegangen, aber so richtig lief es nie. Mal war WLAN inkompatibel, dann wieder was anderes. So begnüge ich mich momentan damit, im Bedarfsfall meine Ubuntu VM oder eine Live-CD zu starten...

Nach all dem Positiven, das ich die letzte Zeit über Linux Mint gelesen habe, werde ich mir die Distribution aber auf jeden Fall mal ansehen. Finde das Konzept interessant.

Allen, die einfach mal Linux ausprobieren möchten kann ich nur dazu raten, das ganze in einer virtuellen Maschine auszuprobieren. Dann hat man keine Probleme mit Netzwerk/Internet-Anbindung und macht auch nix kaputt, wenn was schief läuft. Wir haben ja jetzt einen schönen Wiki-Artikel dazu: http://www.seti-germany.de/wiki/Virtuelle_Maschine

Ergänzung: Für einen reinen Crunch-Rechner oder Irgendwas-Server würde ich sofort zu einer passenden Linux-Distribution greifen, aber für meinen privaten Haupt-Rechner wäre mir der Aufwand bei weitem zu hoch.

Geändert von arctic light (21.03.2010 um 17:00 Uhr)
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Apropos WLAN... habe bei dem host ein WLAN-Dongle stecken.. OHNE Probleme von Linux-Mint erkannt und eingerichtet.. funzt tadellos...


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Zitat:
Zitat von RealSanta Beitrag anzeigen
bis auf CUDA und den neuesten GraKa-Treiber ahbe ich im Moment alles zum Laufe n bekommen.. kann da Linux-Mint nur empfehlen!
bis denne RS
CUDA guckst du vielleicht mal hier:
"no usable GPUs found" Nvidia 8500 GT mit Ubuntu 9.10

Da Mint ein Ubuntu-Derivat ist, sollte es vielleicht klappen
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Ciao taurec
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Alt 21.03.2010, 18:36   #15 (permalink)
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Zwei Welten und doch sind sie sich inzwischen in vielen Punkten sehr ähnlich - identisch werden sie trotzdem nie

Mein erster Linux-Kontakt war 1995. Ich hatte damals mit einem Kumpel zusammen irgendein Linux auf meinem 386er als Zweitsystem installiert und dort sogar Doom und ähnliche Spiele im Linux-Fenster per Wine spielbar bekommen - Windows konnte DOS4gw-Spiele nie ausführen, auch später nicht. Dennoch war ich damals mit dem Linux etwas überfordert - ohne ausreichend Literatur und ohne Internetzugang (bekam ich erst 1999) stand ich da komplett im unbekannten Walde
Später durfte ich mich in der Ausbildung, in einem mehrmonatigen Linuxlehrgang (inkl. Zertifizierungen LPIC-L1, Novell CLA und Novell DCTS) tiefgehend mit der Materie beschäftigen. Auch im anschließenden Studium fanden sich diverse Linux-bezogene Fächer wie z.B. Linuxsystemprogrammierung etc. Inzwischen manage ich mit einem Kumpel zusammen eine 3-stellige Anzahl von Linuxservern (zu >95% Debian, Rest Ubuntu und Suse) und ein paar Solaris-/Windows-Server. Wären das alles Windows-Server, hätten wir nie Langeweile und bräuchten noch einen Schwung weiterer Admins Also keine Frage, ich fühle mich seit einigen Jahren bei Linux sehr wohl. Dennoch möchte auch ich in bestimmten Punkten nicht auf Windows verzichten, weil es halt manchmal doch einfacher zu bedienen ist und viele nützliche Programme sowie Treiber nicht oder nur eingeschränkt für Linux zur Verfügung stehen. Auch unter Windows nutze ich noch heute ganz gerne die Kommandozeile, wenngleich man damit auf normalen Desktopsystemen nicht so viel anfangen kann.
Das ist eben das schöne an Linux: man KANN alles über die Konsole machen, selbst so obskure Dinge wie Bildbearbeitung (mit Filtern und allem erdenklichen Kram). Unter Linux hat sich in den letzten Jahren eine hervorragende Ordnung durchgesetzt, so dass man relativ leicht zu jedem Programm die Einstellungen findet und diese oftmals auch intuitiv oder mit 5min Googlen anpassen kann. Dennoch gibt es immer wieder einige Probleme gerade im bunten Bereich: Grafiktreiber und Monitorerkennung lasssen zu wünschen übrig. Das liegt aber nicht an Linux sondern an den Herstellern. Ein Beispiel dafür ist mein Zweitmonitor: ein Samsung SyncMaster 204B mit 1600x1200 Pixeln. Das Teil wird von Debian nicht erkannt, man findet aber per Suchmaschine die notwendigen Einstellungen und schon hat man die volle Auflösung. Was ich bis heute nicht hinbekommen habe, sind die Catalyst-Treiber unter Debian: ich habe mangels brauchbarer Anleitungen keine Ahnung, was ich da wo machen muss, um die fehlerfrei kompilieren zu können. Für normale Arbeiten genügen die verfügbaren Treiber, nur GPU-crunchen kann ich halt bisher nicht.
Linux bietet neben der besseren Performance und der höheren Sicherheit aber noch einige Vorteile: es lässt sich mit einfachen Tools (sprich: auf der Konsole oder manchmal auch per Webinterface) managen. Man kann ganz einfach Backups erstellen, Prozesse starten/beenden, die diversesten Server einrichten und das alles in der Regel ohne irgendwelche Lizenzgebühren! Auch ein sehr schönes Beispiel hatte ich gerade jetzt mal wieder: ich habe in meinem Zweitrechner Mainboard+CPU+GraKa (von MSI + AMD X2 + Via-Grafik zu Asus + AMD X4 + nVidia-Grafik) getauscht. In der Windowswelt erzwingt dies eine Neuinstallation. Mein Debian stable läuft aber mit grafischer Oberfläche ohne jegliche Anpassungen sofort weiter

Zusammenfassend sehe ich persönlich das so: zum normalen Arbeiten ist es Geschmackssache, welches System man nutzt. Wer die Systeme verwalten will, muss aber in jedem Fall Internas kennen und die sind bei Linux wesentlich übersichtlicher und es gibt auch wesentlich mehr kostenlose/kostengünstige Wege, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Windows fällt nur deshalb vielen Menschen leichter, weil sie es schon länger nutzen und Angst vor der dunklen, aber augenschonenden, Konsole der Macht haben
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Alt 21.03.2010, 21:48   #16 (permalink)
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Hi Leute,

vielen Dank für die viele Antworten, hatte gar nicht mit so einer Resonanz gerechnet! Genau genommen muss ich zugeben, gar nicht darüber nachgedacht zu haben, was ich mit dem thread bezwecken wollte

Zusammenfassend würde ich nach etwas Nachdenken sagen: ich bin *etwas* von Win 7 verwöhnt und enttäuscht vom Cent OS.
So von Win 95 bis XP hatte ich bemerkt, wie MS immer versuchte, die Bedienung für DAUs einfach zu halten. Was dabei herauskam, gefiel mir oft nicht: Einstellmöglichkeiten fehlten (Brennprogramm ohne multi-session etc.), was gemacht wurde war nicht transparent genug und wenn man mal ein Problem nicht selbst lösen konnte, dann war die Hilfe garantiert keine Hilfe. Vista mochte ich u.A. wegen der UAC nicht so richtig, aber für mich war auch sofort klar: das war das beste OS, dass MS bis dahin hervorgebracht hatte.
Neben technischen Neuerungen war es vor allem eins: man fühlte sich dezent an die Hand genommen. Eigentlich macht das OS (fast) alles von selbst richtig und man braucht sich um nicht viel zu kümmern - außer der eigentlichen Benutzung des Rechners. Und wenn doch was unklar war, dann gab es jetzt tatsächlich eine Hilfe dazu. Funktionen und Knöpfe wurden erklärt. Wollte ich die Internetverbindungsfreigabe einrichten, musste ich nur das Wort in der Systemsteuerung eingeben, F1 drücken und 2 - 3 Absätze lesen, vielleicht noch ein weiterer Klick - und ich wusste, was zu tun ist. Die Hilfe liefert sogar gleich anklickbare Links auf die benötigten Menüs. Win 7 hat das Ganze weiter verbessert und geht einem nicht mehr auf die Nerven wie Vista.
Es muss ja nicht alles klicki-bunti sein, aber diese Unterstützung möchte ich von meiner Software haben (sei es OS, GUI oder Browser). Für alles andere ist mir meine Zeit zu schade! Und damit sollte verständlich sein, warum mich Cent OS nicht so richtig zufriedenstellen konnte..

Man muss natürlich zugeben, dass Linux weder mit einem Fenstermanager noch mit einer bestimmten Distribution gleichzusetzen ist. Dass es bei Apple auch anders geht, ist ein gutes Argument - und unterstreicht, dass mein Problem mit Ubuntu & Cent OS nicht prinzipieller Natur ist, sondern entweder können sie es nicht besser (zu wenig Entwickler) oder sie sehen es nicht als nötig an. Vom Gefühl her tippe ich auf letzteres, da ich innerhalb kurzer Zeit mehrere Punkte gefunden habe, an denen man relativ einfach die Benutzbarkeit deutlich verbessern könnte. Und das, ohne nach solchen Stellen gesucht zu haben! Oder sie haben keine Beta-Tester.. was ich mal nicht hoffen will.

Zitat:
Zitat von tocx
Immerhin würde niemand dem OS die Schuld geben wenn ein User in der Win-Registry wild Parameter ändert und das System nicht mehr so richtig läuft.
Nein.. ich würde dem OS die Schuld geben, dass er überhaupt an die Registrierung ran muss
Musste er es nicht, ist der Benutzer schuld.

Zitat:
Zitat von taurec
PS: Hast Du schon mal von Patent- und Lizenzrechten gehört?
Ja, ich weiß, warum SuSe die Decoder für *räusper* beliebte decoder rausgenommen hat. Das spielt für's Ergebnis aber keine Rolle: auch 2k/XP brachte kein DivX mit. Aber hier lädt man einfach ne .exe und macht nen Doppelklick - fertig. Und wenn ich mich an das zufriedene Grinsen und die Erleichterung in Papas Gesicht erinnere, nehme ich an, es war unter Linux nicht ganz so einfach..

Zitat:
Möge jeder mit seiner OS-Wahl glücklich werden.
Das unterschreib auch ich sofort! Linux hat definitiv seine Berechtigung. Nur sollte man sich meiner Meinung nach nicht wundern, wenn sich die Verbreitung auch weiterhin in Grenzen hält

Gruß, MrS
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Alt 22.03.2010, 02:05   #17 (permalink)
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Zitat:
Zitat von proteino.de Beitrag anzeigen
Auch ein sehr schönes Beispiel hatte ich gerade jetzt mal wieder: ich habe in meinem Zweitrechner Mainboard+CPU+GraKa (von MSI + AMD X2 + Via-Grafik zu Asus + AMD X4 + nVidia-Grafik) getauscht. In der Windowswelt erzwingt dies eine Neuinstallation. Mein Debian stable läuft aber mit grafischer Oberfläche ohne jegliche Anpassungen sofort weiter
Als ich mal meine Ersatzfestplatte in den Quad einbaute und versehentlich davon bootete, startete das noch darauf installierte WinXP x64 allerdings ohne Neuinstallation. Das war ein Wechsel von Asrock-Mainboard + C2D + uralter PCI-GraKa (glaube S3) auf Asus + C2Q + ati-GraKa. Auch von einem WinXP, das von AMD auf Intel verfrachtet wurde, war im Chat vor längerer Zeit zu lesen. Von Neuinstallation erzwingen kann also keine Rede sein.
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Alt 23.03.2010, 07:57   #18 (permalink)
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Zitat von pschoefer[SPEG] Beitrag anzeigen
Von Neuinstallation erzwingen kann also keine Rede sein.
Jep, das war nur bis Win 2k oder älter so. Mein XP hatte ich auch problemlos von nem Asus nForce 4 + AMD X2 zum Gigabyte P35 mit C2Q mitgenommen.

MrS
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Alt 31.03.2010, 20:07   #19 (permalink)
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Zitat von RealSanta Beitrag anzeigen
bis auf CUDA und den neuesten GraKa-Treiber ahbe ich im Moment alles zum Laufe n bekommen.. kann da Linux-Mint nur empfehlen!
Am Wochenende habe ich auch mal Linux Mint x64 auf meinem kleinen Recording C2D installiert, im Dualboot mit Windows.

Der Eindruck bislang ist sehr gut. Ich habe ohne Grafiktreiber-Installation meine Auflösung von 1920x1200px erhalten, hatte nach zwei Minuten Verbindung zum WLAN und auch MintUpdate, MintMenu und Co. wissen zu gefallen.

Davon motiviert konnte ich es mir nicht nehmen lassen, gleich BOINC zu installieren und ein paar WEP Wutzen laufen zu lassen. Auch hier ging alles glatt.

Nur wie es mit dem Rechnen auf Graka ist weiss ich nicht, da die dort installierte so was nicht kann..
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Alt 31.03.2010, 21:49   #20 (permalink)
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Hallo Kollegen

wer immer aktuelle Infos zu neu erscheinenden Linux-Distris braucht:

www.distrowatch.com

gibt es auch meistens schon entsprechende Berichte dazu
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Ciao taurec
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Alt 04.04.2010, 14:21   #21 (permalink)
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Zitat:
Zitat von [ETA]MrSpadge Beitrag anzeigen
Jep, das war nur bis Win 2k oder älter so. Mein XP hatte ich auch problemlos von nem Asus nForce 4 + AMD X2 zum Gigabyte P35 mit C2Q mitgenommen.

MrS
Ich hatte es nach der Aussage kürzlich doch noch probiert, auf meinem neuen Zweitrechner das alte WinXP hochzufahren und wie immer gab's nur einen Bluescreen. Ich habe noch nie 'nen XP gesehen, welches mit anderer Hardware hochfährt ^^ Ich kannte das bisher auch von anderen Leuten nur so. Ob das evtl. an der verwendeten Variante liegen könnte? Ich habe zwar mehrere WinXP-Lizenzen, aber keine originale CD und musste so immer auf eine Corporate Edition zurückgreifen ...
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Alt 04.04.2010, 22:14   #22 (permalink)
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Du solltest ein XP, das hardwaremässig umgezogen ist, die ersten paarmal abgesichert hochfahren. Ich denke, so nach 5-8 Mal kannst du es dann mal mit normalem Start probieren.

Ich habe das mit Home und Prof schon gemacht, und bis auf wenige Ausnahmen hat's immer geklappt.
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Alt 04.04.2010, 22:23   #23 (permalink)
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Zitat:
Zitat von aendgraend Beitrag anzeigen
Du solltest ein XP, das hardwaremässig umgezogen ist, die ersten paarmal abgesichert hochfahren. Ich denke, so nach 5-8 Mal kannst du es dann mal mit normalem Start probieren.

Ich habe das mit Home und Prof schon gemacht, und bis auf wenige Ausnahmen hat's immer geklappt.
Und, falls das alte System noch lauffähig war, alle nicht MS-Treiber vor dem Umbau deinstallieren, also Chipsatz, Grafikkarte, usw.. Hilft auch manchmal
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Ciao taurec
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Alt 05.04.2010, 17:18   #24 (permalink)
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richtig. normalerweise liegts nicht an windows, sondern an treibern die nicht zur hardware passen. die MS treiber sind meiner meinung nach aber nur ne notlösung, die treiber der hersteller sind normalerweise besser (performanter).
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Alt 20.04.2010, 18:22   #25 (permalink)
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Standard Linux aus der Sicht eines DAUs

Letztes Jahr habe ich mir Linux zum meinen neuen Laptop samt knapp 600 Seiten starken Ratgeber gekauft, weil ich a) ein 64-Bit-System wollte, b) bisher nur Windows kannte und c) nicht soviel Geld für Windows ausgeben wollte. So bin ich auf Ubuntu gestoßen.
Bei meinen Laptop gab es aber schon Probleme. Ubuntu ließ sich nicht installieren. Warum genu weiß ich nicht mehr, aber es hat soweit ich noch weiß etwas mit der Festplatte zu tun.

Heute habe ich mich dann mal spontan entschlossen mir Linux noch mal vorzunehmen und es eventuell auf meinem X2 zu installieren, ohne Windows zu entfernen. Also begann ich das Handbuch zu lesen. Das erhebt mich übrigens schon zu einen fortgeschrittenen DAU. Ich denke der durchschnittliche User würde sich niemals die Mühe machen ein Handbuch anfangen zu lesen, nur um das Betriebssystem bedienen zu können. Genauso wie die meisten Kinder nie auf die Idee kämen die Bedienungsanleitung für ein Spiel zu lesen. Einmal weil sie bequem sind und darauf keinen Bock haben.

Die Rückseite des Handbuchs beruhigt mich zumindest schon mal:

Zitat:
Linux - der einfache Einstieg
Ubuntu gilt als einsteigerfreundlichstes Linux überhaupt. In diesem Buch, speziell geschrieben für Einsteiger... beweist ... Autor ... wie leicht die Arbeit mit Linux wirklich ist.
Nach dem Vorwort und der Einleitung, in der der Autor natürlich von Ubuntu schwärmt, fängt aber schon der Punkt an, wo die meisten Leser und User schon aufhören würden: Es geht um die Kommandozeile. Und das obwohl er eine Seite zuvor den "mausverwöhnten Windowsnutzer" mitgeteilt wird, "Wenn Sie noch keine Erfahrung mit der Kommandozeile oder dem Terminal haben, ist dies nicht von Nachteil."

Zitat:
Befehle eingeben
Für Kommandozeilenbefehle soll folgende Schreibweise verwendet werden: Im fließenden Text werden Konsolenbefehle durch die Verwendung von Nicht-Proportionalschrift gekennzeichnet, die Programmnamen selbst werden kursiv dargestellt.

Konsolenbefehle? Nicht-Proportionalschrift?

Wer ein in Sachen Computer ein Laie ist muss diesen Satz erst mehrmals überfliegen, um ihn dann immer noch nicht zu verstehen.
Eines muss ich dazu vorweg nehmen und ich weiß nicht ob sich der Autor des Handbuchs, aber auch die meißten SG-Mitglieder hier darüber im klaren sind:
Der DAU ist nicht die Ausnahme, der DAU ist die Regel!
Das soll aber auch nicht heißen, dass der normale Konsument per se dumm ist. Er oder sie hat in der Regel nur andere Interessen und möchte einen Computer, ein Spiel, ein Programm ohne besondere Vorkenntnisse bedienen können. Wer ein Auto fahren will, muss sich ja auch nicht mit KFZ-Technik auskennen.

Im weiteren Verlauf beschreibt der Autor munter weitere Befehle, ohne das ich und garantiert ca. 90% der Bevölkerung ein weiteres Wort verstehen.

Zitat:
Ich glaube, auch wenn es Microsoft nicht gäbe, würde sich Linux in der jetzigen Form nicht im Massenmarkt durchsetzen. Und meiner Meinung nach liegt das daran, dass die Leute, die es entwickeln, sich nicht vorstellen können, wie "normale" Benutzer denken und wie es ist, all das Wissen über das OS und die Befehle nicht zu haben. Und genau deshalb ist MS so erfolgreich: sie verstecken diese Komplexität vor dem Benutzer und sorgen dafür, dass die Dinge (meistens) einfach so funktionieren.

So von Win 95 bis XP hatte ich bemerkt, wie MS immer versuchte, die Bedienung für DAUs einfach zu halten.


Und nur so kann man ein erfolgreiches Produkt für den Massenmarkt herstellen. Indem man versucht es so zu gestalten, dass JEDER es einfach und bequem bedienen kann.

Korrigiert mich, wenn ich mich irre, aber bei Linux scheint das nicht der Fall zu sein?
__________________
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"So lange man sich nicht gerächt, bleibt immer eine Bitterkeit im Herzen zurück." (Heinrich Heine)
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