AnleitungenHerunterladenAdministrationWerkzeugePersönliche Werkzeuge |
AnsichtenSockel 775 CPUs übertaktenAus SETI.Germany Wiki[bearbeiten] Intel CPUs übertaktenDieser Guide bezieht sich auf Sockel 775 CPUs. Die Vorgehensweise auf anderen Sockeln kann abweichen. Übertakten kann zu Systemschäden führen. Ich übernehme keine Haftung für Defekte.
Die Vorbereitung: Zunächst sollte ein Tool zum Auslesen der Kerntemperatur beschafft werden. Meine Empfehlungen sind Coretemp [1] oder Everest [2]. Des Weiteren sollte einem klar sein, dass eine übertaktete CPU wärmer wird. Ein großes Gehäuse, Gehäuselüfter und ein leistungsstarker CPU Kühler begünstigen erfolgreiches Übertakten. Je kälter die CPU, desto mehr MHz kitzeln wir aus ihr heraus. Ziel ist ein System das 24h am Tag mit BOINC läuft, ohne Schaden zu nehmen und nach Möglichkeit nicht ein eigenes Kraftwerk zum Betrieb benötigt. Den Hersteller und die Art des Mainboards müssen wir noch haben. Auch da hilft Everest weiter. Anmerkung zu Komplettrechnern (Medion, Dell usw.): Bei einigen Anbietern sind alle Übertaktungsfunktionen im BIOS deaktiviert. Dann ist hier schon Schluss mit diesem Guide. Manchmal hilft aber googeln um gemoddete BIOS-Dateien zu bekommen. Dann würde es hier weiter gehen. Schreiten wir zur Tat: Welche Tasten gedrückt werden müssen und wie die Menüpunkte heißen, kann von Hersteller zu Hersteller variieren. Das Handbuch hilft hier weiter. Wir müssen zunächst ins BIOS. Bei Asus bedeutet das Neustarten und beim Booten Entf drücken. Standardmäßig sind bei fast allen Mainboards die Übertaktungsfunktionen deaktiviert. Wir wollen sie einschalten:
Die DDR2 Frequenz errechnet sich ganz einfach: CPU FSB*2= DDR2 Takt. Beispiel: Wir haben DDR2 800 (PC3200) RAM verbaut. Wenn wir unserer CPU also mehr als 400MHz FSB geben fangen wir an den RAM zu übertakten. Der verträgt max. DDR800.
Der Rechner startet neu. Auf dem Desktop angekommen prüfen wir die Kerntemperatur. BOINC anwerfen und PrimeGrid WUs laufen lassen. Auf Mehrkernern natürlich auf jedem Kern eine. Temperaturen beobachten. Ca. 50°C sind o.k., 60°C ist im 24/7 Betrieb schon nicht unbedingt wünschenswert aber verträglich. Alles über 70°C würde ich persönlich schon nicht mehr zulassen. Vertragen kann die Core Generation etwa 95°C, wobei sie bei etwa 85°C anfängt zu drosseln, indem sie den Multiplikator verringert. Bei 95°C sollte eine Notabschaltung erfolgen. Steigt die Temperatur nach einigen Minuten nicht über den Wert, den wir bei Standardtakt hatten, können wir im BIOS die nächste FSB Erhöhung vornehmen. Das machen wir nun so lange, bis wir einen deutlichen Temperaturanstieg bemerken. Dann ist es Zeit den Rechner mal etwas länger laufen zu lassen. Nach 2h schauen wir, wo sich die Temperatur eingependelt hat. Ist sie noch im Rahmen, erhöhen wir den FSB nochmal um einen Schritt und beobachten wieder. Irgendwann kommt dann der Punkt, an dem der Rechner nicht mehr startet, abstürzt oder uns die Temperatur schlicht zu hoch wird. In den ersten beiden Fällen hilft nur BIOS reseten und die letzten stabilen Einstellungen wieder setzen. Im letzten reicht es den FSB wieder etwas abzusenken oder für Geduldige die Vcore so weit wie möglich zu senken. (Achtung, wenn man anfängt die Vcore zu senken, ist eine weitere Erhöhung des FSB im Regelfall nicht mehr möglich.) Das war es dann eigentlich auch schon. |
