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2017-08-29 04:00 UTC
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Über ... > Informationen zu SETI@Home

SETI@home (Search for extraterrestrial intelligence at home, englisch für: Suche nach außerirdischer Intelligenz zu Hause) ist ein Verteiltes-Rechnen-Projekt der University of California in Berkeley, das sich mit der Suche nach außerirdischem intelligenten Leben befasst. Es werden schmalbandigen Funksignalen aus dem Weltraum gesucht, da davon ausgegangen wird, dass diese Signale nicht natürlichen Ursprungs sind. Der Fund eines solchen Signals wäre ein Hinweis auf die mögliche Existenz außerirdischer Technologie.

Im Gegensatz zu anderen SETI-Projekten ist SETI@home ein sehr preisgünstiges Projekt. Bei herkömmlichen SETI-Projekten werden bestimmte vielversprechende Abschnitte des Himmels gezielt nach Radiosignalen von Außerirdischen abgesucht. SETI@home hat stattdessen das Radioteleskop des Arecibo-Observatoriums, das zu astronomischen Beobachtungen dient, mit einem zusätzlichen Empfänger ausgerüstet und zeichnet so Radiosignale auf, während das Teleskop andere wissenschaftliche Beobachtungen macht. SETI@home erhält also eine große Menge an Radiodaten, ohne eigene Teleskopzeit zu belegen. Zur Auswertung der riesigen Datenmengen wird ebenfalls nur wenig eigene Hardware benötigt, die Rechenlast wird stattdessen an die PCs der weltweiten SETI@home-Gemeinde ausgelagert.

Seit 1999 haben die am Projekt teilnehmenden Rechner zusammen knapp 2,3 Millionen Jahre Rechenzeit erbracht. In dieser Zeit sind zirka 1,84 Milliarden Resultate von über 5,4 Millionen Benutzern eingegangen. SETI@home ist somit zum Vorbild für weitere Projekte aus medizinischen und wissenschaftlichen Bereichen geworden, wie zum Beispiel Folding@home oder das Cancer Research Project.

Das Seti@home-Programm führt hauptsächlich drei Tests mit den Daten durch:

  • Suche nach Gaußschen Anstiegen und Fällen der Übertragungsleistung, die möglicherweise auf eine Radioquelle hindeuten könnten.
  • Suche nach Impulsen, die eine schmalbandige Digital-artige Transmission sein könnten.
  • Suche nach Tripeln, also drei Impulsen nacheinander.

SETI@home wurde am 22. Juni 2004 auf die neue Software-Plattform BOINC umgestellt. Das vom SETI@home-Team entwickelte BOINC stellt eine allgemeine Plattform für verschiedene Anwendungen für verteiltes Rechnen dar. Mit der Umstellung soll eine Basis geschaffen werden, das SETI@home-Projekt flexibel erweitern zu können. Der alte klassische Client war beispielsweise darauf beschränkt, nur Daten mit 2 Bit Abtastrate des Aufzeichnungsgerätes am Teleskop von Arecibo analysieren zu können. Für die Zukunft ist geplant, auch Daten mit besserer Auflösung und vom Parkes-Teleskop auf der südlichen Hemisphäre in Australien auszuwerten. Dieses zukünftige Projekt wurde auf den Namen SETI@home II getauft. Der BOINC-Client kann verhältnismäßig einfach um neue Suchalgorithmen oder Datenformate erweitert werden, indem vollautomatisch eine neue Programmversion vom SETI@home-Server nachgeladen wird.

 

Quelle: Phoenix

Weitere ausführlichere Informationen zu Seti@home, Funktionsweise und Analyse findet ihr hier.

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