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    Kälteeinbruch in Nordamerika - Eine klimawissenschaftliche Analyse

    In den letzten Jahren (2014, 2016 und jetzt) hat es in Nordamerika eine Reihe extremer Kälteereignisse gegeben, allerdings in verschiedenen Regionen und mit unterschiedlicher Dauer. Niedrige Temperaturen wurden in den zwei Wochen zwischen dem 26. Dezember 2017 und dem 8. Januar 2018 über weiten Teilen des nordöstlichen Nordamerikas beobachtet. Diese Temperaturen sind ungewöhnlich kalt und in einer großen Region, die sich über die Großen Seen bis zur Ostküste erstreckt.

    Um das diesjährige Ereignis besser definieren zu können, vergleichen wir die kältesten zwei Wochen des Winters 2017/18 mit den kältesten zwei Wochen früherer Winter in Nordamerika. Wir haben uns für diesen Vergleich entschieden, anstatt die Temperaturen zu den exakt gleichen Terminen in der Vergangenheit zu verwenden, da eine Kältewelle jederzeit im Winter auftreten kann und Menschen unabhängig vom genauen Zeitpunkt gleichermaßen betrifft. Wir stellen fest, dass die kältesten zwei Wochen in diesem Winter 7ºF bis 11ºF (4ºC bis 6 ºC) kälter waren als die kältesten zwei Wochen im Durchschnitt während der letzten "normalen" Periode von 1981-2010 in den meisten Gebieten, die von der Kältewelle betroffen sind.



    Um den Effekt der Erwärmung auf die kälteste zweiwöchige Periode des Winters in der Region zu quantifizieren, haben wir die Serie an eine Generalised Extreme Value (GEV)-Verteilung angepasst, was darauf hindeutet, dass die Temperatur der kältesten zweiwöchigen Periode etwa doppelt so schnell angestiegen ist wie der globale mittlere Temperaturanstieg. Dies erklärt sich als Folge der stärkeren Erwärmungstendenzen in der Arktis, wo die kalte Luft ihren Ursprung hat. Diese Übereinstimmung zeigt auch, dass diese zwei Wochen im gegenwärtigen Klima sehr ungewöhnlich sind und in dieser Region eine Wiederkehrzeit von etwa 250 Jahren haben.

    Die signifikante Abhängigkeit des GEV-Standortes von den Werten der globalen Mitteltemperatur erlaubt es uns, die Frage zu stellen, wie hoch die Wiederkehrzeit eines solchen Ereignisses im Klima vor einem Jahrhundert war. Unsere Schätzungen gehen davon aus, dass eine solche Kältewelle im Durchschnitt alle siebzehn Jahre auftrat. Das bedeutet, dass Kältewellen wie diese durch die globale Erwärmung etwa um den Faktor 15 seltener geworden sind.

    Wir kommen zu dem Schluss, dass es sich um eine außergewöhnliche zweiwöchige Kältewelle in der Region im aktuellen Klima handelte. Kälteeinbrüche wie dieser werden durch die globale Erwärmung immer wärmer (weniger häufig), aber Kältewellen treten immer noch fast jeden Winter irgendwo in Nordamerika auf.

    Vollständiger Bericht

    Originaltext:
    Zitat Zitat von https://www.climateprediction.net/cold-snap-in-north-america-world-weather-attribution-analysis/
    Cold snap in North America – World Weather Attribution analysis

    Over recent years (2014, 2016 and now), there have been a number of extreme cold events in North America, although in different regions and of different durations. Low temperatures have been observed over much of northeastern North America during the two weeks between December 26, 2017 through January 8, 2018, and these temperatures are unusually cold in a large region centered over the Great Lakes extending to the eastern seaboard.

    To help us define this year’s event, we compare the coldest two weeks in the 2017/18 winter so far with the coldest two weeks in previous winters in North America. We chose this comparison, rather than using temperatures on the exact same dates in the past, because a cold wave can occur any time in winter and affects people similarly, regardless of the exact timing. We find that the coldest two weeks this winter have been 7ºF to 11ºF (4ºC to 6 ºC) colder than the coldest two weeks have been, on average, during the past “normal” period of 1981–2010 over most of the area affected by the cold wave.

    To quantify the effect of warming on the coldest two-week period of the winter in the area, we fitted the series to a Generalised Extreme Value (GEV) distribution, indicating that the temperature of the coldest two-week period has increased about two times faster than the global mean temperature rise. This has been explained as a consequence of stronger warming trends in the Arctic, where the cold air originates. The fit also shows that these two weeks are very unusual in the current climate, with a return time of very roughly 250 years in this region.

    The significant dependence of the GEV location on the values of global mean temperature allows us to ask what the return time of such an event was in the climate of a century ago. Our estimates indicate that a cold wave like this occurred on average every seventeen years. This means that cold waves like this have become approximately a factor fifteen less frequent due to global warming.

    We conclude that this was an exceptional two-week cold wave in the area in the current climate. Cold outbreaks like this are getting warmer (less frequent) due to global warming, but cold waves still occur somewhere in North America almost every winter.

    Full report
    Ursprünglich wurde dieser Artikel in diesem Thema veröffentlicht: Cafe climaprediction.net (News, Begrüßungen, SmallTalk zum Projekt & ...) - Erstellt von: janosch13 Original-Beitrag anzeigen
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