• climateprediction.net: Populationsdynamik und die Auswirkungen von Hitzeextremen

    Zu verstehen, wie der anhaltende Anstieg der globalen Mitteltemperatur die gesellschaftliche Exposition gegenüber extremen Wetterereignissen verschärfen wird, ist eine Frage von großer Bedeutung.

    Nach der Unterzeichnung des Pariser Abkommens im Dezember 2015 hat sich innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft ein gezielter Fokus herausgebildet, um besser zu verstehen, wie sich Veränderungen des globalen Klimasystems als Reaktion auf bestimmte Schwellenwerte der künftigen globalen Erwärmung entwickeln werden, wie z.B. 1,5 °C oder 2 °C über dem vorindustriellen Niveau.

    Die Bestimmung der Exposition der Bevölkerung gegenüber den Auswirkungen von Hitzeextremen bei 1,5 °C und 2 °C der globalen Erwärmung erfordert jedoch nicht nur ein solides Verständnis der Reaktion des physischen Klimasystems, sondern auch die Berücksichtigung der prognostizierten Veränderungen der Gesamtbevölkerung sowie der zukünftigen Wohnorte.

    Eine kürzlich veröffentlichte Analyse von Dr. Luke Harrington und Dr. Friederike Otto von climateprediction.net stellt einen neuen Rahmen vor, der sich an Studien zur probabilistischen Ereigniszuordnung anlehnt, um die relative Bedeutung der regionalen Klimaentstehung und der sich ändernden Populationsdynamik bei der Exposition gegenüber zukünftigen Hitzeextremen in mehreren dicht besiedelten Regionen Südasiens und Ostafrikas (SAEA) zu entwirren.

    Ihre Ergebnisse zeigen, dass, wenn die Bevölkerung auf dem Niveau von 2015 gehalten wird, die Exposition gegenüber Hitze, die in diesem Jahrzehnt in diesen Regionen als schwerwiegend eingestuft wird, um den Faktor 4,1 (2,4-9,6) bzw. 15,8 (5,0-135) unter einer 1,5 °C bzw. 2,0 °C wärmeren Welt zunehmen wird.

    Prognostizierte Bevölkerungsveränderungen bis zum Ende des Jahrhunderts können diese Veränderungen um den Faktor 1,2 (1,0-1,3) bzw. 1,5 (1,3-1,7) weiter verschärfen. Ein großer Teil dieses zusätzlichen Risikoanstiegs ist jedoch nicht auf absolute Bevölkerungszuwächse zurückzuführen, sondern auf Veränderungen, bei denen die Regionen auch in Zukunft ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum aufweisen. Daher könnte eine anhaltende Bevölkerungsexpansion in Afrika mehr Menschen an Orten ansiedeln, an denen die sich abzeichnenden Veränderungen zukünftiger Hitzeextreme außergewöhnlich gravierend sind.

    Während lokale Anpassungsplaner in erster Linie daran interessiert sein könnten, wie sich die Muster von Hitzeextremen mit den Veränderungen in der Bevölkerung in ihrer unmittelbaren Umgebung in Einklang bringen, ist es für Entscheidungsträger ebenso wichtig, die breiteren Implikationen von Wärmeexpositionszunahmen zu erkennen, die durch zukünftige Veränderungen in den Wohngebieten der Menschen hervorgerufen werden.

    Danksagungen

    Die Autoren bedanken sich bei den Kollegen des Oxford e-Research Centre: Andy Bowery, Sihan Li, Mamun Rashid, Sarah Sparrow und David Wallom für ihre technische Expertise. Sie würdigen auch das Team von MetOffice HadleyCentre PRECIS für die technische und wissenschaftliche Unterstützung bei der Entwicklung und Anwendung von Weather@Home.

    Abschließend möchten sie sich bei allen Freiwilligen bedanken, die ihre Rechenzeit an climateprediction.net und Weather@Home gespendet haben.




    Originaltext:
    Zitat Zitat von https://www.climateprediction.net/how-do-population-dynamics-affect-impact-of-heat-extremes/
    Understanding how continuing increases in global mean temperature will exacerbate societal exposure to extreme weather events is a question of profound importance.

    Following the signing of the Paris Agreement in December 2015, a targeted focus has emerged within the scientific community to better understand how changes to the global climate system will evolve in response to specific thresholds of future global mean warming, such as 1.5 ◦C or 2◦C above ‘pre-industrial levels’.

    However, determining population exposure to the impacts of heat extremes at 1.5 °C and 2 °C of global warming requires not only a robust understanding of the physical climate system response, but also consideration of projected changes to overall population size, as well as where people will live in the future.

    A recent analysis by Dr Luke Harrington and Dr Friederike Otto of climateprediction.net introduces a new framework, adapted from studies of probabilistic event attribution, to disentangle the relative importance of regional climate emergence and changing population dynamics in the exposure to future heat extremes across multiple densely populated regions in Southern Asia and Eastern Africa (SAEA).

    Their results reveal that, when population is kept at 2015 levels, exposure to heat considered severe in the present decade across these regions will increase by a factor of 4.1 (2.4–9.6) and 15.8 (5.0–135) under a 1.5°- and 2.0°-warmer world, respectively.

    Projected population changes by the end of the century can further exacerbate these changes by a factor of 1.2 (1.0–1.3) and 1.5 (1.3–1.7), respectively. However, a large fraction of this additional risk increase is not related to absolute increases in population, but instead attributed to changes in which regions exhibit continued population growth into the future. Therefore continued African population expansion could place more people in locations where emergent changes to future heat extremes are exceptionally severe.

    While local adaptation planners might be primarily be interested in how the patterns of heat extremes align with changes in population over their immediate community, it is equally important for decision makers to recognise the broader implications of heat exposure increases driven by future changes in where people live.

    Acknowledgments

    The authors would like to thank colleagues at the Oxford e-Research Centre: Andy Bowery, Sihan Li, Mamun Rashid, Sarah Sparrow and David Wallom for their technical expertise. They also acknowledge the MetOffice HadleyCentre PRECIS team for their technical and scientific support for the development and application of Weather@Home.

    Finally, they would like to thank all of the volunteers who have donated their computing time to climateprediction.net andWeather@Home.
    Ursprünglich wurde dieser Artikel in diesem Thema veröffentlicht: Cafe climaprediction.net (News, Begrüßungen, SmallTalk zum Projekt & ...) - Erstellt von: janosch13 Original-Beitrag anzeigen
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