• GIMPS: 51. bekannte Mersenne-Primzahl gefunden

    Das älteste Volunteer-Computing-Projekt hat ein weiteres Mal den eigenen Rekord für die größte bekannte Primzahl verbessert. Es ist der 17. Fund von GIMPS in 23 Jahren und die 51. bekannte Mersenne-Primzahl insgesamt, außerdem die siebte bekannte Primzahl mit mehr als zehn Millionen Dezimalstellen (allesamt von GIMPS gefunden). Im Bereich 20M < p < 85M gibt es damit mindestens zwölf Mersenne-Primzahlen (2p-1), dreimal so viele wie nach der gängigen Vermutung erwartet.

    51. bekannte Mersenne-Primzahl gefunden!
    Das Projekt Great Internet Mersenne Prime Search (GIMPS) hat die größte bekannte Primzahl gefunden, 282.589.933-1 mit 24.862.048 Dezimalstellen. Der Fund gelang einem von Patrick Laroche aus Ocala, Florida, zur Verfügung gestellten Rechner am 7. Dezember 2018. Die neue Primzahl, auch als M82589933 bekannt, wird berechnet, indem 82.589.933 Zweien miteinander multipliziert werden und dann eine Eins abgezogen wird. Sie hat mehr als eineinhalb Millionen mehr Dezimalstellen als die bisherige Rekord-Primzahl.

    GIMPS hatte eine erstaunliche Glückssträhne und dreimal so viele neue Mersenne-Primzahlen gefunden wie erwartet -- ein Dutzend in den letzten 15 Jahren. Diese Primzahl war ein noch glücklicheres Ereignis für Patrick Laroche, der bei seinem erst vierten Versuch auf eine Goldader gestoßen ist. Jahrelang hat Patrick die GIMPS-Software als kostenlosen Belastungstest für seine zusammengebauten Rechner verwendet. Vor weniger als vier Monaten hat er damit begonnen, mit seinem Medienserver nach Primzahlen zu jagen, um sich beim Projekt zu revanchieren. Im Vergleich dazu suchen einige GIMPS-Teilnehmer seit mehr als 20 Jahren und hatten in zehntausenden Versuchen keinen Erfolg. Das beweist, dass mit etwas Glück jeder die nächste neue Mersenne-Primzahl finden kann.

    Die neue Primzahl ist erst die 51. bekannte Mersenne-Primzahl, die jemals gefunden wurde. Mersenne-Primzahlen sind nach dem französischen Mönch Marin Mersenne benannt, der diese Zahlen vor mehr als 350 Jahren studiert hat. GIMPS wurde 1996 begründet und hat die letzten 17 Mersenne-Primzahlen gefunden. Freiwillige laden ein kostenloses Programm herunter, um nach diesen Primzahlen zu suchen, und es gibt einen Geldpreis für jeden, der hinreichendes Glück hat, eine neue Primzahl zu finden. Prof. Chris Caldwell pflegt eine verlässliche Webseite über die größten bekannten Primzahlen und hat eine herausragende Geschichte der Mersenne-Primzahlen.

    Patrick ist einer der tausenden Freiwilligen, welche die auf www.mersenne.org/download/ verfügbare kostenlose GIMPS-Software nutzen. Für diese Primzahl ist nur Patrick Laroche für das Ausführen der Prime95-Software zu würdigen, sondern auch Woltman für das Schreiben der Software, Kurowski und Blosser für ihre Arbeit am Primenet-Server sowie die tausenden GIMPS-Freiwilligen, welche Millionen Kandidaten gesichtet haben, die nicht prim waren. In Anerkennung aller oben genannten Leute gelten als offizielle Entdecker "P. Laroche, G. Woltman, S. Kurowski, A. Blosser, et al."

    Ihr könnt in der Pressemitteilung etwas mehr dazu lesen.
    21. Dezember 2018

    Originaltext:
    Zitat Zitat von https://www.mersenne.org/
    51st Known Mersenne Prime Found!
    The Great Internet Mersenne Prime Search (GIMPS) has discovered the largest known prime number, 282,589,933-1, having 24,862,048 digits. A computer volunteered by Patrick Laroche from Ocala, Florida made the find on December 7, 2018. The new prime number, also known as M82589933, is calculated by multiplying together 82,589,933 twos and then subtracting one. It is more than one and a half million digits larger than the previous record prime number.

    GIMPS has been on amazing lucky streak finding triple the expected number of new Mersenne primes -- a dozen in the last fifteen years. This prime was even luckier for Patrick Laroche, striking pay dirt on just his fourth try. For years, Patrick had used GIMPS software as a free "stress test" for his computer builds. Less than four months ago he started prime hunting on his media server to give back to the project. By way of comparison, some GIMPS participants have searched for more than 20 years with tens of thousands of attempts but no success. This proves that, with luck, anyone can find the next new Mersenne prime.

    The new prime is only the 51st known Mersenne prime ever discovered. Mersenne primes were named for the French monk Marin Mersenne, who studied these numbers more than 350 years ago. GIMPS, founded in 1996, has discovered the last 17 Mersenne primes. Volunteers download a free program to search for these primes, with a cash award offered to anyone lucky enough to find a new prime. Prof. Chris Caldwell maintains an authoritative web site on the largest known primes, and has an excellent history of Mersenne primes.

    Patrick is one of thousands of volunteers using free GIMPS software available at www.mersenne.org/download/. Credit for this prime goes not only to Patrick Laroche for running the Prime95 software, Woltman for writing the software, Kurowski and Blosser for their work on the Primenet server, and the thousands of GIMPS volunteers that sifted through millions of non-prime candidates. In recognition of all the above people, official credit for this discovery goes to "P. Laroche, G. Woltman, S. Kurowski, A. Blosser, et al."

    You can read a little more in the press release.
    December 21, 2018
    Ursprünglich wurde dieser Artikel in diesem Thema veröffentlicht: GIMPS findet erneut Rekordprimzahlen! - Erstellt von: pschoefer Original-Beitrag anzeigen
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