• 03.03.2020

    von Veröffentlicht: 03.03.2020 19:00
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    Trockene, heiße Sommer - ähnlich wie in Schottland im Jahr 2018 - werden zur Norm werden, und das Land sollte sich entsprechend vorbereiten, sagen die Forscher.

    Die Analyse der britischen Klimaprojektionen durch Universitätsforscher und Mitarbeiter des Met Office lässt darauf schließen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Temperaturen zwischen heute und 2050 die Werte von 2018 erreichen, erheblich steigt.

    Es besteht auch die Möglichkeit, dass gegen Ende des Jahrhunderts jeder Sommer so heiß wie 2018 sein wird, es sei denn, es werden substanzielle Verringerungen der Treibhausgasemissionen vorgenommen, sagen die Wissenschaftler.

    Die Bedingungen im Sommer 2018 waren für Schottland ungewöhnlich heiß mit einem Hoch von 31,9 °C, das in Bishopton in Renfrewshire gemessen wurde. An mehreren Standorten im Zentralgürtel wurden am selben Tag Temperaturen über 30 °C beobachtet. Menschliche Einflüsse hätten die Hitzewelle wahrscheinlicher gemacht, sagen die Forscher.

    Forscher der Universitäten von Edinburgh und Oxford sowie des Met Office sagen, dass das Land jetzt mit der Planung beginnen sollte, um mit den häufigeren höheren Temperaturen fertig zu werden, die durch den Klimawandel verursacht wurden.

    Das Team erstellte seine Prognosen mit Hilfe einer neuen Generation von Klimamodellen. Jedes Modell basiert auf mathematischen Darstellungen der Physik, Chemie und Biologie der Atmosphäre, des Landes und des Meeres.

    Die Wissenschaftler berücksichtigen auch die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten - in der Vergangenheit, der Gegenwart und der vorhergesagten Zukunft - um ein klareres Bild der langfristigen Klimaveränderungen zu erhalten und zu verstehen, wie die Menschheit das Risiko solcher Ereignisse verändert hat.

    Die Forscher sagen, ihre Analyse zeige die Notwendigkeit einer nachhaltigen langfristigen Planung. Es wurden kostspielige Sondermaßnahmen durchgeführt, um den negativen Auswirkungen der Hitzewelle von 2018 zu begegnen, die sich am stärksten auf die ländlichen Gebiete, die Verkehrssysteme und die Wasserinfrastruktur auswirkte.

    Das Team in Edinburgh befragte eine Reihe von Personen, die für Organisationen arbeiten, die sich mit den Auswirkungen der Hitzewelle von 2018 befassen. Die Forscher analysierten auch die Medienberichterstattung. Sie kamen zu dem Schluss, dass Schottland mit dem heißen Wetter weitgehend, wenn auch mit einigen Schwierigkeiten, zurechtgekommen war.

    Viele Befragte sagten jedoch, dass der Umgang mit solchen Hitzewellen in den darauffolgenden Jahren sehr schwierig gewesen wäre, insbesondere angesichts der erheblichen Kosten, die für die Bewältigung der Auswirkungen erforderlich waren.

    Der leitende Forscher Professor Simon Tett von der School of GeoSciences der Universität Edinburgh sagte, dass es sehr schwierig gewesen wäre, mit solchen Hitzewellen umzugehen: "Trotz seines kühlen Klimas muss sich Schottland schon jetzt auf die Auswirkungen von Hochtemperaturextremen vorbereiten. Das Fazit ist, dass Hitzewellen aufgrund des vom Menschen verursachten Klimawandels wahrscheinlicher geworden sind".

    Die von ClimateXchange finanzierte Studie wird von IOPscience online veröffentlicht: https://edin.ac/2RA2abK


    Originaltext:
    Zitat Zitat von https://www.climateprediction.net/scots-should-get-ready-for-more-frequent-heatwaves-experts-say/
    Dry, hot summers – similar to the one Scotland experienced in 2018 – are set to become the norm and the country should prepare accordingly, researchers say.

    Analysis of UK climate projections by university researchers and Met Office staff suggest a substantial increase in the likelihood of temperatures reaching 2018’s levels between now and 2050.

    There is also the possibility that, towards the end of the century, every summer will be as hot as 2018, unless substantial cuts in greenhouse gas emissions are made, the scientists say.

    Conditions in summer 2018 were, for Scotland, unusually hot with a high of 31.9C recorded at Bishopton in Renfrewshire. Temperatures in the low 30s were observed at several sites in the central belt on the same day. Human influences had made the heatwave more likely, the researchers say.

    Researchers at the Universities of Edinburgh and Oxford, and the Met Office, say the country should start planning now to deal with more frequent higher temperatures, brought about as a result of climate change.

    The team made its forecasts using a new generation of climate models. Each model is based on mathematical depictions of the physics, chemistry and biology of the atmosphere, land and sea.

    The scientists also account for the effects of human activity – past, present and predicted future – to build a clearer picture of long-term changes in climate and understand how humanity has changed the risk of such events.

    Researchers say their analysis demonstrates the need for sustainable long-term planning. Costly special measures were implemented to deal with the adverse effects of the 2018 heatwave, which had most impact on rural areas, transport systems and water infrastructure.

    The Edinburgh team interviewed a range of people working for organisations that dealt with the impact of the 2018 heatwave. The researchers also analysed media coverage. They concluded that Scotland had been largely able to cope with the hot weather, but with some difficulty.

    Many interviewees, however, said that dealing with such heatwaves in successive years would have been very challenging, particularly given the substantial costs needed to deal with its impact.

    Lead researcher Professor Simon Tett, of the University of Edinburgh’s School of GeoSciences, said: “Despite its cool climate, Scotland must start to prepare now for the impact of high-temperature extremes. The bottom line is that heatwaves have become more likely because of human-induced climate change.”

    The study, funded by ClimateXchange, is published online by IOPscience: https://edin.ac/2RA2abK
    von Veröffentlicht: 03.03.2020 18:50
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    Letztes Jahr wurde die im Rahmen des Subprojekts Black Hole Database erstellte Simulationsdatenbank Schwarzer Löcher auf der Projektseite zur Verfügung gestellt, vor einiger Zeit ist dazu auch im Astrophysical Journal ein Fachartikel mit dem Titel Populations of Stellar-mass Black Holes from Binary Systems (engl., Populationen von stellaren Schwarzen Löchern aus Doppelsternsystemen) erschienen.

    Synthetische Datenbank Schwarzer Löcher veröffentlicht!
    Mit kleiner Verzögerung möchten wir die Veröffentlichung der ersten synthetischen Datenbank bekanntgeben, welche sowohl Schwarze Löcher in Doppelsternsystemen, also mit gravitativ gebundenen Begleitsternen, als auch solche, die als Einzelobjekte existieren, enthält. Letztere könnten aus massereichen Einzelsternen (mindestens zwanzigfache Masse der Sonne) hervorgegangen oder -wahrscheinlicher- das Ergebnis von auseinandergerissenen Doppelsternen und Sternverschmelzungen sind. Diese Studie ist ein Ausgangspunkt für eine detailliertere Untersuchung der Populationen von Schwarzen Löchern in der Milchstraße und anderen Galaxien. Ihr könnt den Artikel hier (engl.) finden, wohingegen die Datenbank hier öffentlich verfügbar ist.
    03.03.2020, 8:49:27 MEZ

    Originaltext:
    Zitat Zitat von https://universeathome.pl/universe/forum_thread.php?id=506
    A synthetic black hole database published!
    With a bit of delay, we would like to announce a publication of the first synthetic database including both black holes in binaries, i.e. with gravitationally bound companion stars, and those which exist as single objects. The latter might have formed from massive single stars (at least twenty times more massive than the Sun) or, more probably, as a result of binary disruptions and stellar mergers. This study is a starting point for other more in-depth analysis of black hole populations in the Milky Way and other galaxies. You can find the publication here https://ui.adsabs.harvard.edu/abs/2019ApJ...885....1W, whereas the database is publicly available here https://universeathome.pl/universe/bhdb.php.
    3 Mar 2020, 7:49:27 UTC
    von Veröffentlicht: 03.03.2020 07:30
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    Ab Ende des Monats stellt SETI@home den Betrieb vorerst ein, damit sich die Projektwissenschaftler voll auf die Auswertung der bisherigen Ergebnisse konzentrieren können. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt mit leicht oder auch deutlich verändertem Thema fortgesetzt wird, konkrete Pläne dazu gibt es jedoch noch nicht. Wer seine Rechner ab April weiter beschäftigen möchte, kann sich einem oder auch mehreren anderen Projekten anschließen; inhaltlich und bezüglich der unterstützten Hardware dürfte Einstein@Home das ähnlichste Projekt sein.

    SETI@home-Ruhezustand
    Ab dem 31. März wird der Volunteer-Computing-Teil von SETI@home keine Arbeit mehr verteilen und in einen Ruhezustand versetzt.

    Wir tun das aus zwei Gründen:

    1) Aus wissenschaftlicher Sicht sind wir an dem Punkt angelangt, ab welchem die Erträge sinken; im Wesentlichen haben wir alle Daten ausgewertet, die wir im Moment brauchen.

    2) Es ist für uns ein großer Aufwand, die verteilte Bearbeitung der Daten zu verwalten. Wir müssen uns auf die Hintergrundauswertung der bereits erhaltenen Ergebnisse konzentrieren und diese für einen Artikel in einem Fachjournal zusammenfassen.

    SETI@home wird jedoch nicht verschwinden. Die Webseite und die Foren werden weiterbetrieben. Wir hoffen, dass andere Astronomen an der University of California, Berkeley, eine Anwendung für die riesigen Rechenkapazitäten von SETI@home für SETI-Forschung oder verwandte Gebiete wie Kosmologie und Pulsarforschung finden. Falls das geschieht, wird SETI@home wieder Arbeit verteilen. Wir werden euch darüber auf dem Laufenden halten.

    Falls ihr derzeit SETI@home auf eurem Rechner laufen lasst, ermutigen wir euch dazu, euch auch bei anderen BOINC-Projekten anzumelden. Oder benutzt Science United und meldet euch für das Gebiet Astronomie an (Anm. d. Übersetzers: Science-United-Nutzer nehmen anonym an BOINC-Projekten zum ausgewählten Themengebiet teil, daher ist es nicht möglich, Rückmeldungen zur persönlich geleisteten Arbeit zu bekommen oder sich einem Team anzuschließen). Ihr könnt natürlich auch weiterhin bei SETI@home angemeldet bleiben, werdet aber keine Aufgaben erhalten, bis wir neue Anwendungen gefunden haben.

    Wir sind all unseren Freiwilligen für ihre mannigfaltige Unterstützung in den letzten 20 Jahren äußerst dankbar. Ohne euch gäbe es kein SETI@home. Wir sind begeistert, unser ursprüngliches Wissenschaftsprojekt zu beenden, und freuen uns darauf, was als nächstes kommt.
    02.03.2020, 22:16:23 MEZ

    Originaltext:
    Zitat Zitat von https://setiathome.berkeley.edu/forum_thread.php?id=85267
    SETI@home hibernation
    On March 31, the volunteer computing part of SETI@home will stop distributing work and will go into hibernation.

    We're doing this for two reasons:

    1) Scientifically, we're at the point of diminishing returns; basically, we've analyzed all the data we need for now.

    2) It's a lot of work for us to manage the distributed processing of data. We need to focus on completing the back-end analysis of the results we already have, and writing this up in a scientific journal paper.

    However, SETI@home is not disappearing. The web site and the message boards will continue to operate. We hope that other UC Berkeley astronomers will find uses for the huge computing capabilities of SETI@home for SETI or related areas like cosmology and pulsar research. If this happens, SETI@home will start distributing work again. We'll keep you posted about this.

    If you're currently running SETI@home on your computer, we encourage you to attach to other BOINC-based projects as well. Or use Science United and sign up to do astronomy. You can stay attached to SETI@home, of course, but you won't get any jobs until we find new applications.

    We're extremely grateful to all of our volunteers for supporting us in many ways during the past 20 years. Without you there would be no SETI@home. We're excited to finish up our original science project, and we look forward to what comes next.
    2 Mar 2020, 21:16:23 UTC
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