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    #651

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    die nexte dumme Fräge::

    Betrift folgende CPU:
    AuthenticAMD
    AMD Ryzen 9 5950X 16-Core Processor [Family 25 Model 33 Stepping 2]
    (32 Prozessoren) ---läuft mit Wasserkühlung-- WU= PG SR5-LLR --oder auch bei Anderen, egales Verhalten

    Alle 32 Prozessoren sind am arbeiten,--Ventilatoren kaum hörbar,--Temperatur bei ca 60°C -----4WUs bei 8proWU
    Nur 8 Prozessoren sind am Arbeiten,--Ventilatoren auf volle Kanne,--Temperaturen auf 84°C----1WU bei 8pro WU

    das Abschalten von HT --es laufen also nur 16 Kerne --sorgt im Gegensatz zu mit HT=32Kerne schon für höere Temperaturen

    und ich dummer User dachte bis jetzt: je mehr Prozessoren einer CPU arbeiten je mehr Wärme wird erzeugt.
    war wohl nix 6! setzen ich dumm ich

    was ist da lose?????????????
    Haben sich Aliens meines Computers bemächtigt oder habe ich in der Schule in Physik gepennt??
    Geändert von Uwe-Bergstedt (22.06.2022 um 13:30 Uhr)

  2. Avatar von KidDoesCrunch
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    #652

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    Ich nix Profi, aber ich vermute bei 32 = 4*8 sind irgendwo Flaschenhälse und führen dazu das die CPU's nicht ausgelastet werden. Kenne aber die Anwendung von PG nicht, hier können andere sicherlich substantiellere Informationen geben. Vielleicht Memory? oder irgendwelche Caches. Aber definitiv hat es nix mit Aliens zu tun.
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  3. Avatar von walli
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    #653

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    Dieses Verhalten hat vielfältige Gründe:

    Wenn weniger Kerne arbeiten, können diese in aller Regel auch höher takten. Ebenfalls kann sich die CPU dann (salopp) auch mehr Saft für die wenigen Kerne aus der Dose ziehen (= mehr Hitze auf weniger Fläche verteilt, aber irgendwie/-wann muss eine CPU dem System ja auch sagen "Hey, ich bin zu heiss", damit eben Schutzvorkehrungen getroffen werden und greifen können); siehe hierzu auch diverse Infos im Netz, wie AMD das automatische Overclocking und Precision Boost Overdrive (2) bei seinen Ryzens handhabt (bspw. hier oder hier). Weiterhin kann bei einer besseren Speicher-Nutzung mehr Arbeit verrichtet werden, weil die Daten nicht ständig in langsamere Speicher ein- und wieder ausgelagert werden müssen (Memory Thrashing; LLR(2) nutzt große FFTs und daher benötigt es hinsichtlich einer effizienten Berechnung viel und schnellen Speicher, der so nah an der CPU ist wie möglich gelegen sein muss - in diesem Fall eben der L3-Cache), so dass die CPU unterm Strich weniger mit Verwaltungsaufwand beschäftigt ist (also mehr Payload als Overhead verarbeiten kann/muss. Wenn bspw. deine CPU 16MB L3-Cache hätte und eine WU schon 8MB bräuchte, macht es Sinn, maximal 2 WUs gleichzeitig laufen zu lassen, weil sonst immer wieder bei einem Prozesswechsel der Speicherinhalt der betreffenden WU(s) getauscht werden müsste). Hier kommt es auch noch auf die Effizienz der Prozesskontrolle an hinsichtlich der Topologie der CPU, denn AMD bspw. hat bei seinen Ryzens keinen "globalen" L3-Cache, der von allen Kernen/Threads gleichermaßen effizient angesprochen werden kann, sondern die Cache sind bei den Ryzen 5000 an die jeweiligen CCD (an)gebunden (AMD nutzt Module, die es zusammenstrickt). Will man also Speicher vom anderen CCD ansprechen (weil die Anwendung ihre Prozess-Threads ungünstig auf die CPU-Threads verteilt), dauert das länger, weil die Latenzen höher sind. Aber das geht nun zu weit... Ich möchte hier nur sagen: Je mehr Latenzen hinzukommen, desto kühler ist die CPU auch (weil die Kerne weniger Daten verarbeiten können durch Warten und Däumchendrehen). Und dann kommt es noch darauf an, welche Feature-Sets der CPU genutzt werden. Da LLR(2) halt am liebsten AVX in all seinen Ausbaustufen nutzt, kommt hier noch einmal besonders aufwendige Arbeit/Last hinzu (also entweder taktet die CPU runter, oder sie wird bei gleichem Takt wärmer; Intel bspw. hatte damals für AVX-Load extra Taktoffsets/Multiplikatoroffsets im BIOS eingeführt, damit die CPUs nicht verglühen ). Jedenfalls wird dann insgesamt auch nicht nur die CPU wärmer, auch die VRMs (Voltage Regulator Modules, also die Spannungsregler auf dem Mainboard, welche die CPU mit Strom versorgen) werden heisser (nicht selten zwischen 80-125°C; hier also ebenfalls auf sehr gute Kühlung achten, sonst schmiert dir die Kiste weg und das Mainboard geht dir früher hops als dir lieb ist) und anderer Kram wie eben die RAM-Module oder schnelle NVMes, so dass es irgendwann in einem Teufelskreis enden wird... Und von (mehr oder minder dicken) Grafikkarten haben wir noch gar nicht geredet...

    Daher nutzt man ganz generell CPUs mit wenig Kernen, wenn man einen hohen Takt erreichen möchte, oder eben eine mit vielen Kernen, wenn einem eine hohe Parallelisierbarkeit wichtig ist. Im letzten Fall wird aber auch alles Hinter den Kulissen eine Nummer komplizierter.

    Alle anderen Stellschrauben, die Einfluss auf die Spezifikationen hinsichtlich Optimierung haben (also insb. die Bestromung und Kühllösung), sind dann eben die Kür der User, inkl. der Silicon Lottery...

    HTH


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    #654

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    Danke dir Walli für die detallierte Ausführung, doch bis ich das auch nur ansatzweise verstanden habe ist es für mich einfacher an Aliens zu glauben

  5. Avatar von walli
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    #655

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    Im Grunde ist LLR(2) eine Spezialanwendung, die auch nur unter Spezialbedingungen gut läuft. Und eine notwendige (jedoch nicht hinreichende) Bedingung dafür ist, dass deine CPUs auch ordentlich warm werden/bleiben, denn wenn nicht, drehen sie aus irgendwelchen Gründen Däumchen und verschenken Ressourcen. Es gibt aber auch hier und dort noch immer genügend Potential für Optimierungen, nur wird es dann sehr schnell sehr aufwendig.

    Oder: Deine Kühlung ist schlecht, sofern du die Leistung nicht aus irgendeinem Grunde selbst limitiert hast. Ich selbst bspw. habe neben Strombegrezungen (PPT, TDC, EDC) auch noch ein Temperaturlimit gesetzt, dass meine Ryzens trotz Auto-OC und PBO(2) nicht über 80°C kommen sollen. Ich habe nämlich keine Lust, dass die Kisten nach 3 Jahren schon das Zeitliche segnen, weil der Verschleiss einfach zu hoch war durch ständigen Betrieb am Limit, denn jahreszeit-/witterungsbedingte Einstellungen und häufige Nachoptimierungen sind für mich ein No-Go. Ausserdem geht mir Stabilität vor Durchsatz.

    Aber zurück zum Thema: Das ist auch der Punkt, weswegen pschoefer in seinen Projektankündigungen stets Empfehlungen hinsichtlich der Projekteinstellungen und der Effizienz gibt. Größter Punkt ist immer die Frage nach Hyperthreading. Die Faustregel für PG lautet: Alles, was LLR(2) ist, will eigentlich kein HT aktiviert haben. Wenn doch, kann es bspw. sein, dass man mit doppelter Leistung (Aufwand) vielleicht nur das 1,5-Fache der Arbeit schafft, oder im Worst Case der Vorteil von HT komplett verpufft und man unterm Strich sinnlos Energie für die gleiche Arbeit rausgehauen hat, die man auch ohne HT hätte erledigen können. Diese Rechnung skaliert eben nicht linear mit wachsender Kern-/Thread-Zahl und daher muss man wissen, was man möchte. Darum sollte man auch viel im Vorfeld einer Challenge testen, um für sich sein Optimum rausholen zu können. Stupide brachiale Gewalt ist sehr "ineffektiv" bei LLR(2) .


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    #656

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    Hallo Walli,

    " ein Temperaturlimit gesetzt, dass meine Ryzens trotz Auto-OC und PBO(2) nicht über 80°C kommen "
    Wie und vor Allem WO stelle ich das ein???

    Oder alternativ eine Frequenzobergrenze einstellen?-----aber WO?

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