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    #1

    Standard Der richtige Prozessor

    Hallo zusammen,

    wie schon bei meiner Vorstellung angesprochen möchte ich mir einen kleinen, sparsamen PC für Boinc erstellen, der mehr oder weniger 24/7 läuft. Ich möchte das Projekt sehr günstig halten.

    Grundlage ist erstmal zu verstehen, was bei einer CPU der entscheidende Faktor für Boinc ist. Die IPC, der Takt, die Architektur / das Alter der Plattform, die Kerne/Threads (wie groß ist der Unterschied z.B. zwischen 2 Kernen / 4 Threads zu 4 Kernen) usw. usw. Welche Benchmarks helfen weiter oder sind ein guter Indikator? Wie viel Ram ist nötig? Geschwindigkeit? Dual oder Single Channel?

    Klar ist ein Ryzen 7 1700, wie ich ihn bis vor paar Monaten hatte ein schnelles Biest, aber wie sieht es bei Prozessor mit 10-35 Watt aus? Intel, AMD oder ARM? Ist es effizienter 3 Raspberry Pi mit 3x4 Kernen oder einen Intel Nuc mit 2 oder 4 Kernen (kommt aufs Modell an) laufen zu lassen. Beide Systeme Verbrauchen ~15 Watt.

    Lieber eine Intel APU oder eine von AMD, wo der interne Grafikkartenchip (Radeon) von mehr Projekten unterstützt wird?

    Das sind im Moment meine Fragen, auf die ich noch keine richtige Antworten gefunden habe.

    Viele Grüße Sascha

    Projekte:
    SETI
    Rosetta
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    LHC
    Einstein
    climateprediction

  2. Avatar von [ETA]MrSpadge
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    #2

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    Ui, viele gute Fragen!

    IPC, Takt & Kerne sind einfach: das Produkt aus allen dreien zählt. IPC ist schwierig einzuschätzen, da es stark vom Programm abhängt. Innerhalb einer CPU-Generation kannst du aber von gleicher IPC ausgehen. Und bei Intels großen Kernen hat sich seit Jahren nicht viel getan. Genau genommen von ca. 2011 (Sandy Bridge) bis 2015 (Skylake) im Schnitt ca. 5% Gewinn pro Jahr. Seit dem gar nichts mehr, auch die neuen 8-Kern Coffe Lake Refresh sind vom IPC her 100% Skylake. Ryzen liegt im Schnitt zwischen Haswell und Broadwell, also ca. 5-10% unter Skylake.

    HT/SMT: allgemein bringt es was, bei aktuellen Intels ca. 30% und bei Ryzen ca. 40%. Besonders viel bringt es bei mäßig "dichtem" Code, also nicht sehr hart optimiert. Da gibt's dann genug Leerlauf in den Ausführungseinheiten, um sie mit einem weiteren Thread zu füllen. Da ist ein lockerer Projektmix unter BOINC genau das richtige, um zu profitieren. Als Gegenbeispiel dient PG: hier kommt hart optimierter Code zum Einsatz, der einem Kern schon alles abverlangt. Hier bringt HT/SMT nichts und kann sogar etwas langsamer werden.

    RAM-Menge: ist meist unkritisch. Weniger als 4 GB wird man in ein aktuelles System kaum stecken können. Das reicht wahrscheinlich schon. Wobei climateprediction da etwas anspruchsvoller ist. Mit 8 GB und nicht mehr als 4 Kernen mit HT/SMT solltest du aber auf lange Zeit auf der sicheren Seite sein.

    RAM-Geschwindigkeit: hier etwas großzügig sein! Auf jeden Fall jeden Speicherkanal der CPU nutzen. Gerade wenn alle Threads arbeiten, wird Bandbreite gebraucht. Das entspannt dann auch den Bedarf an RAM-Takt. Mehr ist immer besser und ca. 10€/Modul kann man gut auf die Mindestkonfiguration drauflegen. Das kostet kaum Stromverbrauch und man muss es gegen eine CPU der nächsthöheren Taktstufe gegenrechnen, welche mit dem langsameren RAM etwa genauso schnell wäre. Dann ist das i.d.R. eine gute Investition. Für optimalen Stromverbrauch würde ich darauf achten, dass der RAM nicht mit erhöhter Spannung betrieben wird (1,2 V für DDR4), auch wenn die Unterschiede hier sehr klein sind.

    GPU: komplexes Thema. Meine Skylake Intel GPU fährt bei Collatz knapp 220k RAC für knapp unter 9W Verbrauch ein, Phänomenal im Vergleich zu anderen Projekten, wissenschaftlich aber leider mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit total nutzlos. Rechnet sie SETI oder Einstein, gibt's sehr wenig credits (ich glaube 2k RAC bei SETI und 10k RAC bei Einstein waren das) und alle anderen Aufgaben werden deutlich messbar langsamer, selbst mit DDR4-3200 im dual channel. Damit verliere ich auf der nVidia durch die langsamere CPU mehr Leistung als ich durch die iGPU gewinne. Tja, und was anderes kann das Teil nicht. Der Leistungsverlust der anderen Aufgaben wird bei einer AMD GPU ähnlich sein (braucht ja auch massig Bandbreite für sich), aber immerhin hat man mehr Projekte zur Auswahl.

    Effiziente Mini-Systeme: du solltest bedenken, dass du das System sicherlich 3, vielleicht auch 5 Jahre nutzen wirst. Aber keine 10 Jahre. Da fallen neben den Stromkosten (ca. 30€/Jahr bei 15W im 24/7-Betrieb) auch die Anschaffungskosten in's Gewicht. Gerade bei einem NUC sind die ja ziemlich hoch. Und die ARMs können natürlich nur wenige Projekte rechnen - da müsste man schon ganz genau planen und vergleichen, evtl. auch einiges an Bastelarbeit zum Einrichten einplanen (Stichwort Linux-Erfahrung). Die Mini-Systeme haben allerdings gegenüber normalen Desktop-Systemen zwei große Vorteile:

    - der Basisstromverbrauch für alles was nicht rechnet ist sehr klein. So ein ATX-System bekommt man bei schlafender CPU kaum unter 30 W.

    - es gibt passend dimensionierte Netzteile. Nimmst du ein Standardnetzteil für einen Rechner im Bereich unter 50 W, so arbeitet dieses weit entfernt von seinem Optimum und hat einen schlechteren Wirkungsgrad (z.B. 80% statt >90% ab 80+ Silber). Diese Effizienz kommt auf den Verbrauch der Komponenten oben drauf, d.h. bei 80% und Verbrauch X zieht das System x/0.8 = 1.25x, also 25% mehr aus der Steckdose.

    Ich bin eher ein Fan davon zu sagen "wenn dann richtig". Heißt bei mir: ein optimiertes System mit einer etwas größeren GPU, alles mit Eco-Tuning versehen. Konkret sieht das momentan so aus:

    - i3 6100 @ 3.7 GHz Kerne, 3.6 GHz Ring & L3$ @ 1.02 V, 17 W für die Kerne, 29 W gesamt
    - die iGPU mit 1.0 GHz @ ca. 0.9 V und knapp 9 W sind da schon mit drin
    - DRAM: 2xDDR4-3200-16-16-16-1T, 1.35 V, 2W
    - GTX1070, 1.87 GHz @ 0.9 V, RAM @ 8800 MHz, 90 - 105 W
    - Seasonic 550W Platinum PSU
    - 1 SSD, 1 BluRay, 2 HDDs in Einschüben nur bei Bedarf per Schalter aktiviert
    - Verbrauch an der Steckdose: ca. 140 - 160 W, je nach GPU-Auslastung
    - WCG: 1.1k RAC (bekommt nur einen physikalischen Kern wenn GPU-Grid läuft, bei Einstein gar nichts)
    - GPU-Grid: 550k - 650k RAC (nicht immer Arbeit verfügbar)
    - Einstein: 50 - 100k RAC (Backup für GPU-Grid)
    - Collatz: 220k RAC

    MrS
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  3. Avatar von nexiagsi16v
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    #3

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    Also bei den Kernen würde ich zu 4 echten raten. Ich selber hatte bis heute einen J2900 im 24h Rennen. Dieser ist mit 10Watt angegeben, das ganze System lag bei Vollauslastung dann bei 28Watt. Das ganze bei 2,4 oder 2,6GHz (weiß ich nicht mehr so genau). Die Nachfolger z.b. j3445 haben 1,5GHz und Turbo bis 2,3GHz. Ob er diesen Turbo auch bei Volllast halten kann, weiß ich nicht. So ein j4205, ist dann der Nachfolger, kann bei maximaler Auslastung wohl 2,4GHz konstant halten. Nun gibt es schon den j5005, was der kann mußt du aber selber mal schauen.
    Von der Leistungsaufnahmen sollten die System am Ende alle bei um die 30Watt liegen. Daher reicht hier ein externes Netzteil mit 50Watt + eine Pico-PSU. Somit wird das schön platzsparend und auch lautlos. Diese J-Kerne gibt es bei Asrock schon komplett mit Board für um die 90-110€. Dazu noch 8GB DDR4 2400 SO-Dimm RAM für ~60€, kleine 60GB SSD für 40€ dazu die wie zuvor gannten Stromversorgung 70€ (Pico ~30€ + externes Netzteil 40€). Das ganze dann in ein ITX-Gehäuse 30€....fertig ist der 24h Cruncher für ~300€. Das nur mnal ganz grob überschlagen. Willst du auch noch eine GPU betreiben, muß dann aber ein normales Netzteil her mit 300Watt.

    Bei meinem J2900 hab ich aber das Gehäuse oben aufgeschnitten und einen leisen 80mm Lüfter verbaut. Der drehte nur sehr langsam und praktisch lautlos, reduzierte aber schön die CPU-Temp auch an heißen 30+°C Tagen. Ob das bei den anderen auch nötig ist, weiß ich nicht, aber ich würde das Gehäuse entsprechend aussuchen, das man dort noch einen Gehäuselüfter nachrüsten kann. Die iGPU hat nie gerechnet, weil es keine Aufgaben dafür gab. Dazu hatte ich nie vor, weil die Temps dann nur hoch gehen würde und es am Ende zu Lasten der Kerne gegangen wäre. Ich hatte 4GB RAM verbaut, was zum Schluss doch zu mager war.
    Als OS kam Linux zum Einsatz...zuletzt Mint 18.
    Bei 28cent pro KWh, hat mich der Rechner 6€ im Monat gekostet. Das ganze Set war genau das was ich damals wollte. Leider wurden die WU-Laufzeiten in den letzten Monaten immer länger und er kam einfach nicht mehr in die Gänge. Bei Seti waren 2-5h nötig, daher der Entschluss auf einen i3 zugehen. Nach ein paar TestWUs kann ich sagen, es hat sich gelohnt. Bei vollem Takt des i3 8300 lieg ich bei 55Watt Systemleistung und eine Seti WU-Laufzeit von 0,7h...also gut 4-5x schneller als der alte j2900. Bei WCG in etwa 3-4x schneller. Das ganze hat aber auch gut 500€ in der Anschaffung gekostet und wird mich im Monat so um die 11€ kosten.

    Ich glaub so ein j5005 wäre ein guter Einstieg in einen 24h lautlosen Cruncher. Für 300€ oder weniger kann man nix verkehrt machen. Ich denke mal der wird doppelt so schnell sein wie mein j2900 bei gleichem Stromverbrauch. [ETA]MrSpadge hat natürlich recht mit seiner Aufstellung und Ausbeute, aber da bist du dann schon bei ~30€ im Monat an laufenden Kosten und leise ist das System durch die GPU auch nicht und die Anschauffungskosten dürften auch so bei 500-600€ liegen.

    Du merkst man kann sich die Finger wundschreiben bei dem Thema. Wichtig ist immer, was will man ausgeben und was soll der Unterhalt kosten. Mit den Kenngrößen schaffe ich mir meine Cruncher an.
    Ciao Norman

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  4. Avatar von [ETA]MrSpadge
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    #4

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    Stimmt, so ein J5005 ist unter den "Kleinstrechnern" eine der stärksten Optionen und durch x86 sehr flexibel. Und bei 10 W würde ich auch auf (sehr leise) Aktivkühlung mit nem mittelgroßen Lüfter gehen oder nen schön großen Passivkühler verwenden, sonst wird das unschön.

    kleine 60GB SSD für 40€ dazu
    Alternativ eine kleine 2,5" HDD, die evtl. noch rumliegt. Braucht nur 1-2 W im Ruhezustand und kostet nichts.

    MrS
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    #5

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    Wow, vielen Dank für die sehr umfangreichen Antworten. Das ist mehr als ich mir erhofft habe.

    Der Vorschlag von nexiagsi16v mit dem Celeron klingt sehr verlockend. Mal sehen, was sich da auf dem Gebrauchtmarkt finden lässt.

    @MrSpadge
    Ein vollwertiger Rechner wäre mir auch am liebsten, aber leider ist mir der Preis pro kWh dann doch zu hoch. Ich mache das zum Spass für die Wissenschaft ohne irgend eine Gegenleistung. Da habe ich lieber ein paar Euros für meine Familie über :-). Wenn man ja wenigstens eine Spendenbescheinigung bekommen würde, die man beim Finanzamt abgeben kann..

    Noch eine Frage, vielleicht könnt ihr mir die Beantworten:
    Im Moment lasse ich Boinc auf meinem Laptop laufen. Wie ist das heutzutage mit der Stromversorgung? Schädige ich den Akku, wenn er die ganze Zeit am Strom hängt? Früher (so 2003 rum) sollte man ihn immer raus nehmen, wenn man den Rechner am Stromnetz betrieben hat. Heute kann man da nix mehr raus nehmen.

    Viele Grüße
    Sascha

  6. Avatar von nexiagsi16v
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    #6

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    Die Akku-Ladesteuerung hat sich seit 2003 deutlich verbessert und wenn man den eh nicht raus nehmen kann, hat man eh keine Wahl. Sicher hat man einen "Verbrauch" an Akkulebenszeit, wenn man den Rechner am Laufen hat. Grundsätzlich würde ich mir da aber keine Gedanken drum machen.

    Bei Laptop mach ich mir immer mehr Gedanken wegen der Temperaturen. Die Teile sind einfach mal nicht für das Crunchen gemacht. Wenn die 4 echte Kerne haben, dürfte die Kühlung bei Volllast überfordert sein.
    Ciao Norman

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    #7

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    Für einen J5005 reicht als Kühlung wirklich ein minimaler Luftstrom.
    MfG No_Name alias trebotuet
    Zitat Zitat von shka Beitrag anzeigen
    PS: Ich gehe davon aus, dass du uns keine der Lösung dienlichen Hinweise aus dem Meldungs-Log verschweigst, nur um den Schwierigkeitsgrad der Lösungsfindung künstlich zu erhöhen.
    Der Rechenknecht . . . . . . . . . Stats . . . . . . . . . Badges

  8. Avatar von [ETA]MrSpadge
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    #8

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    Ja, jeder so viel wie er kann und möchte. Nur aufpassen wegen Gebrauchtmarkt: der 5005 ist aus der aktuellsten Generation, die wird es kaum gebraucht geben. Und der legt auf die älteren Modelle eine ordentliche Schippe drauf. Ich würde sagen: wenn schon dann den. Der hat übrigens auch 2 Speicherkanäle. Ob sie dort wirklich helfen, wenn die GPU nicht mitrechnet, weiß ich nicht. Ich würd 2x4 GB nehmen und die GPU mitrechnen lassen. Stromverbrauch und Wärme bleiben gleich, da auf 10 W limitiert, nur die CPU-Kerne werden etwas langsamer.

    @Laptop: ich lasse die lieber nicht mitrechnen, da die kleinen Lüfter nicht auf Dauerbetrieb ausgelegt sind und ein Austausch schwierig oder teuer ist. Und da die CPU zwar die hohen Temperaturen abkann, das Mainboard sie aber auch abbekommt. Und das ist neben Lüfter und Netzteil das erste, was kaputt geht. Und bei nem Läppi quasi der Todesstoß. Um den Akku würde ich mir da keine Sorgen machen. Wenn's ein Thinkpad ist, kannst du auch einstellen, dass er erst ab 80% oder so geladen wird. Dann ist der zusätzliche Verschleiß durch "dauerhaft am Netz" gleich Null.

    MrS
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    #9

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    Puh, nach langer Zeit melde ich mich mal wieder zu Wort.
    Da wir uns recht Spontan dazu entschlossen haben uns wohnlich zu verändern, ist erstmal kein PC drin. Habe mir zum basteln und rechnen einen Raspberry Pi 3 B+ geholt. Der darf in seiner Freizeit dann für die Wissenschaft arbeiten. Ab und zu rechnet noch das Notebook für Climate Prediction mit wenig Auslastung und nebenher.

    Vielen Dank für eure Hilfe. Hoffe meine Fragen helfen noch anderen Neueinsteigern.

    Viele Grüße Sascha

  10. Avatar von Lichti
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    #10

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    Frohes Neues Jahr 2019

    Ich überlege mit einen Ryzen5 2400G zu zulegen.
    Gibt es da schon Ergebnisse für die IGP Einheit z.B. Einstein ?

  11. Avatar von [ETA]MrSpadge
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    #11

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    Erfahrungsgemäß sind die iGPUs bei Einstein nicht sehr gut, weil dort eine hohe Speicherbandbreite gebraucht wird. Und das ist genau das, was woran es den iGPUs am meisten fehlt. Hinzu kommt, dass der "Verbrauch" an Bandbreite und wahrscheinlich auch Cache alles andere etwas ausbremst, was die CPU so tun soll. Bei reinen CPU-Aufgaben ist es das meiner Meinung nach wert, wenn eine dicke GPU versorgt werden soll aber eher nicht. Fazit: Zahlen gibt's bestimmt im Einstein Forum und ich mag die Ryzen iGPUs, aber besser nicht mit zu hohen Erwartungen rangehen

    An welche RAM-Geschwindigkeit denkst du? DDR4-3200 scheint ein guter Kompromiss zu sein aus hoher Leistung, trotzdem bezahlbar und im Rahmen dessen, was der Speichercontroller noch schafft.

    MrS
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  12. Avatar von Lichti
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    #12

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    Moin denke an ein B350 Board und Speicher mit mindestens DDR4-2993.
    Möchte nen 24/7 PC aufbauen aber mit Verbrauch max 100W , bzw weniger wäre besser.
    Der rechnet dann eh vor sich hin und bisschen Credit wäre gut.

    Wenn die IGP ne bessere Leistung wie eine GT1030 hätte , bin ich zufrieden.

  13. Avatar von nexiagsi16v
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    #13

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    Also den 2400G mit arbeitender GPU auf unter 100W zuhalten, dürfte schwer werden. Evtl. durch Taktabsenkung, aber bestimmt nicht bei voller Last. Rein vom Gefühl dürfte das ganze Systembestimmt an die 150Watt ziehen.
    Dazu kommen die Temperaturen. Mit dem Standardkühler wirst du nicht viel ausrichten können. Da muß schon bissel was größeres drauf, evtl. Top-Down-Kühler wegen den Spannungswandlern. Vorallem wenn du alle 8 Threads im Einsatz haben willst. Wenn nicht, dann gleich darauf verzichten und evtl. den R3 2200G in betracht ziehen. Der hat aber nur ne Vega 8 und keine Vega 11 wie der 2400G.

    Als ich mich für einen 24/7 Cruncher umgeschaut habe, hatte ich auch mal bei den Ryzen geschaut und der 2400G ist da negativ aufgefallen. Bei Dauertest hat er seine Taktrate reduziert, ob wohl alle Temps noch deutlichst im grünen Bereich lagen. Diese Einbremsung legte er erst wieder ab, wenn der Rechner neu gestartet wurde.

    Im Grunde würd ich sagen, ein i3 8100 oder 8300T mit einer GT1030 dürfte im Bereich von unter 80Watt liegen. Hier mal meine Werte mit nur einem i3 8300 (ohne T). Mit allen 4 Kernen kam ich auf ca. 500KWh im Jahr für das ganze System, was ca. 60W/h enspricht. Schlagen wird da die GT noch drauf, wären wir bei 100Watt, aber da Einstein einen CPU-Kern nimmt, sind wir wohl ehr bei 90Watt?

    Ein Haken hat die Intelnummer, kostet mehr in der Anschaffung. Hier mein 24/7 Cruncher.

    Wenn du willst kann ich mal bei meinem 8300 ein paar Einstein laufen lassen, damit du siehst was der für Laufzeiten hat und sie so mit den anderen CPUs vergleichen kannst.
    Ciao Norman

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  14. Avatar von DeleteNull
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    #14

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    Also, habe selber bis vor 6 Wochen einen Ryzen 2400G im Testbetrieb gehabt.
    Ist eine feine CPU für Büro, bzw. Allerweltsrechner, preiswert, dennoch performant, leise u. die GPU ist vollkommen ausreichend selbst für HD-Auflösungen.

    Als BOINC 24/7 bei 100% Auslastung allerdings vollkommen ungeignet, da wohl die Kühlung u. Spannungsversorgung dafür vom Design unterdimensioniert sind.
    Bei Einstein hatte das Teil ca. 1/6 der Performance einer Vega56, was richtig gut ist, .....nur das Teil blieb (reproduzierbar) nach 24-36 Stunden "stehen", kein Absturz oder sowas, sondern das Bild fror ein, keine Mausbewegung/Tastatur/Netzugriff mehr möglich. Ausschalten, eine Minute warten, dann neu starten; wieder u. wieder. Ich habe das Teil BOINC-technisch (neben Einstein auch Primegrid u.a. getestet) nicht stabil bekommen.

    Als Allerwelts-PC tut es jetzt seinen Dienst, BluRay u. Amazon/Netflix-Video, ebenso wie Bildbearbeitung laufen zur vollen Zufriedenheit seines neuen Besitzers stabil und ohne Abstürze.

    Fazit:
    Das Teil ist von AMD für Mittelklasse-PC gedacht (und preislich auch gut ausgestattet), aber eben nicht für High_Performance 100%-Full-Load
    ----------
    Gruss
    Wolfgang

  15. Avatar von Petrus
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    #15

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    Wenn das Sys einfriert deutet es darauf in das vll eine Spannung zu niedrig angesetzt ist. Das mit der Vcore und mit der Vid (Kernspannung) ist auch so eine Sache. Bei manchen Bois Versionen wird die bei mir total übersteuert so das es zu Abstürtzen führt.

    Als Boinc Sys würde ich auf jeden Fall ein 450 Board nehmen das man alles im Bios einstellen kann. Meinen X1700 hab ich einfach auf die 3,5 GHZ allCore Turbo festgestetzt und alle über AMD CBS Settings im Bios eingetragen. Um höher zu takten muss ich nur die VCore im offset höher stellen. Läuft absolut stabil auch mit AVX. Quasi 3,5 bei 1,2 Volt Vcore 1,1 Volt VID. 3,8 GH bei 1,42 Volt Vcore 1,1 Volt VID.
    AMD Ryzen 3900X Linux Ubuntu
    Es gibt zwei Dinge die unendlich sind. Das Weltall und die Dummheit der Menschen. Vom erstren bin ich mir nicht ganz sicher.
    Albert Einstein

  16. Avatar von Lichti
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    #16

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    Man gut das ich erstmal gefragt habe

    ich habe übrigens ein Cruncher gefunden mit R5 2400G dort lief sie IGPU 4600sec. WU Einstein.


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    #17

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    Hallo...
    ... nach und nach durchforste ich das Forum, wenn die Zeit bleibt auch wenn ich etwas verspätet etwas dazu schreibe welcher Prozessor ist der beste^^
    Ich habe unheimlich viele praktische Test's und Einstellungen an diversen Rechnern vorgenommen und lasse die auch laufen.

    Es geht mir um den Ryzen 3 2400G und seine optimale Ausschlachtung von BOINC-Credits und da lohnt sich nur folgendes...

    Keine Änderungen OC oder ähnliches vornehmen... Ausfälle bei CPU WU's (ausgenommen die VEGA GPU die ist immer stabil)

    2 Kerne laufen immer unter Volllast 3,7 GHz
    2 weitere Kerne zwischen 2660 und 3,5 GHz (je nachdem was das Projekt die nächsten 2-3 Sekunden an Berechnungsitensität anfordert)

    Das hängt mit der internen Struktur des Prozessors BIU/IU zusammen und selbstverständlich dem Cache.

    Nach 6 Monaten Laufzeittests folgende (meine Projekte) optimale Zusammenstellung:

    >NR 1<

    1 CPU + 1 GPU Einstein@Home (16 bis 18 WUs/d --- 4.400 bis 4.800 Sekunden je WU) je 3.465 Credits -> Durchschnitt 17 WUs/d, also täglich 24/7 = 58.905 Credits
    3 CPUs Asteroids@Home WUs (58 bis 70 Wu's/d --- 1.000 bis 4.800 Sek. je WU) je 480 Credit -> Durchschnitt 64 Wus/d, also täglich (24/7) = 30.720 Credits

    Gesamt: 89.625 Credits x 30 Tage (Monat) = 2.688.750 Credits

    Hier gibt es auch manchmal außergewöhnliche WU's & Laufzeiten z.B. Einstein WU = 40 Minuten oder 2 Stunden bei gleichen Credits oder
    Asteroids Wu's mit Laufzeiten von 5 Stunden oder 10 Minuten bei gleichen Credits.

    >Nr. 2<

    oder auch das Optimum
    Milkyway@Home unter GPU (6-8 Minuten je WU) 227 bis 350 Credits ich rechne aus Erfahrung mit 270 Credits (Durchschnitt) und
    CPU WU mindestens bzw. durchschnittlich 3.600 bis 4.400 Sekunden also...

    0,85 CPU + 1 GPU Milkyway@Home (180 Wu's/d --- 400 bis 500 Sek. je WU) je 270 Credits -> Durchschnitt 180 WU's/d, also täglich (24/7) = 48.600 Credits
    4 CPUs Milkyway@Home (85 bis 87 Wu's/d --- 4.000 Sek je WU) je 270 Credits -> Durchschnitt 86 WU's/d, also täglich (24/7) = 23.330 Credits

    Gesamt: 71.930 Credits x 30 Tage (Monat) = 2.157.900 Credits

    >Nr. 3<

    oder auch Asteroids@Home mit Milkyway@Home kombinieren...

    0,85 CPU + 1 GPU Milkyway@Home (180 Wu's/d --- 400 bis 500 Sek. je WU) je 270 Credits -> Durchschnitt 180 WU's/d, also täglich (24/7) = 48.600 Credits
    4 CPUs Asteroids@Home WUs (78 bis 80 Wu's/d --- 1.000 bis 4.800 Sek. je WU) je 480 Credits -> Durchschnitt 85 Wus/d, also täglich (24/7) = 40.800 Credits

    Gesamt: 89.400 Credits x 30 Tage (Monat) = 2.682.000 Credits

    Ok, dann melde ich mich mal wieder ab...

    - - - Aktualisiert - - -

    Hallo...
    ... nach und nach durchforste ich das Forum, wenn die Zeit bleibt auch wenn ich etwas verspätet etwas dazu schreibe welcher Prozessor ist der beste^^
    Ich habe unheimlich viele praktische Test's und Einstellungen an diversen Rechnern vorgenommen und lasse die auch laufen.

    Es geht mir um den Ryzen 3 2400G und seine optimale Ausschlachtung von BOINC-Credits und da lohnt sich nur folgendes...

    Keine Änderungen OC oder ähnliches vornehmen... Ausfälle bei CPU WU's (ausgenommen die VEGA GPU die ist immer stabil)

    2 Kerne laufen immer unter Volllast 3,7 GHz
    2 weitere Kerne zwischen 2660 und 3,5 GHz (je nachdem was das Projekt die nächsten 2-3 Sekunden an Berechnungsitensität anfordert)

    Das hängt mit der internen Struktur des Prozessors BIU/IU zusammen und selbstverständlich dem Cache.

    Nach 6 Monaten Laufzeittests folgende (meine Projekte) optimale Zusammenstellung:

    >NR 1<

    1 CPU + 1 GPU Einstein@Home (16 bis 18 WUs/d --- 4.400 bis 4.800 Sekunden je WU) je 3.465 Credits -> Durchschnitt 17 WUs/d, also täglich 24/7 = 58.905 Credits
    3 CPUs Asteroids@Home WUs (58 bis 70 Wu's/d --- 1.000 bis 4.800 Sek. je WU) je 480 Credit -> Durchschnitt 64 Wus/d, also täglich (24/7) = 30.720 Credits

    Gesamt: 89.625 Credits x 30 Tage (Monat) = 2.688.750 Credits

    Hier gibt es auch manchmal außergewöhnliche WU's & Laufzeiten z.B. Einstein WU = 40 Minuten oder 2 Stunden bei gleichen Credits oder
    Asteroids Wu's mit Laufzeiten von 5 Stunden oder 10 Minuten bei gleichen Credits.

    >Nr. 2<

    oder auch das Optimum
    Milkyway@Home unter GPU (6-8 Minuten je WU) 227 bis 350 Credits ich rechne aus Erfahrung mit 270 Credits (Durchschnitt) und
    CPU WU mindestens bzw. durchschnittlich 3.600 bis 4.400 Sekunden also...

    0,85 CPU + 1 GPU Milkyway@Home (180 Wu's/d --- 400 bis 500 Sek. je WU) je 270 Credits -> Durchschnitt 180 WU's/d, also täglich (24/7) = 48.600 Credits
    4 CPUs Milkyway@Home (85 bis 87 Wu's/d --- 4.000 Sek je WU) je 270 Credits -> Durchschnitt 86 WU's/d, also täglich (24/7) = 23.330 Credits

    Gesamt: 71.930 Credits x 30 Tage (Monat) = 2.157.900 Credits

    >Nr. 3<

    oder auch Asteroids@Home mit Milkyway@Home kombinieren...

    0,85 CPU + 1 GPU Milkyway@Home (180 Wu's/d --- 400 bis 500 Sek. je WU) je 270 Credits -> Durchschnitt 180 WU's/d, also täglich (24/7) = 48.600 Credits
    4 CPUs Asteroids@Home WUs (78 bis 80 Wu's/d --- 1.000 bis 4.800 Sek. je WU) je 480 Credits -> Durchschnitt 85 Wus/d, also täglich (24/7) = 40.800 Credits

    Gesamt: 89.400 Credits x 30 Tage (Monat) = 2.682.000 Credits

    Ok, dann melde ich mich mal wieder ab...

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