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  1. Avatar von Tikamthi
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    #1

    Frage Linux via Oracle VM Virtual Box zum crunchen

    Hi Leute,

    ich wollte die verbliebenen Urlaubstage noch verwenden, um endlich mal BOINC auf Linux per VM bei mir zu installieren, damit ich bei bestimmten Projekten besser mitmachen kann.

    Mit Linux bin ich nur wenig vertraut und ich will es eigentlich nur zum Crunchen installieren. Eine passende Anleitung habe ich hier gefunden: https://itsfoss.com/install-linux-in-virtualbox/

    Mir stellt sich allerdings die Frage, welche Linux-Version/-Typ für mein Vorhaben am sinnvollsten ist. Könnt ihr mir bitte eine Empfehlung geben?
    Mein System ist ein Ryzen 5 2600 mit 16 GB RAM, Nvidia GeForce GTX 1650. Hab schon 50 GB in eine separate Windows-Partition von meiner SSD abgetrennt und würde dort dann Linux installieren.
    Grüße Tikamthi

  2. Avatar von nexiagsi16v
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    #2

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    Installiere die VB und danach auch das Extension Pack https://www.virtualbox.org/wiki/Downloads
    Im BIOS deines Boards die Virtualisierung aktivieren, falls es nicht eh schon aktiv ist.

    Ich würde dir Linux Mint in der MATE Edition oder Xfce Edition empfehlen. https://linuxmint.com/download.php Letztere ist die schlankste, wobei Mate jetzt auch nicht so fett ist.
    Ich selber hab Mate auf 2 Nuc´s laufen und in der VB auf einem Ryzen 5 3600. Cinnamon Edition auf einem i3, aber die würde ich für das reine crunchen nicht nehmen. Da ist halt viel Software dabei, die man nicht braucht.

    Die größe des RAMs, hängt ein bissel davon ab, was du crunchen willst. Aber keine Sorge, du kannst da erstmal 6GB nehmen und sie später immer wieder änderen, ohne was installieren zu müssen. Das sind nur 2 Klicks.
    Als CPU-Kernzahl, 6 nehmen. Die VB nörgelt rum, wenn man der VM mehr Kerne gibt, als der Host echte Kerne hat. Willst du wirklich die 12 Threads in der VM laufen lassen, dann muss man wohl eine Zweite VM anlegen.
    Ich glaube ich habe VHD bei der Festplatte genommen. Warum weiß ich garnicht mehr. 50GB sind locker ausreichend. Die "Festplatte" wird als eine Datei angelegt, also man braucht eigentlich keine extra Partition dafür.
    Dann halt installieren und dem "Computer" einen sinvollen Namen geben. Passwort gut merken, das brauchst du, wenn du ein update machen willst oder was installieren usw.... Log in automatisch auswählen.

    Mate läßt sich wie Windows bedienen. In der VB kann man aber nicht mit der Grafikkarte rechnen, nur mit CPU. Ansonsten einfach rumprobieren, man kann nix kaputt machen bzw. es ist ja wieder schnell neu aufgesetzt.
    Geändert von nexiagsi16v (06.01.2022 um 16:17 Uhr) Grund: viele Schreibfehler korriegiert
    Ciao Norman

    Ryzen 5 3600 @4GHz, 3x RX 5700, 32GB DDR4//FX8370 @4GHz, 16GB DDR3 1600, RX 470 + R9 270X// Dauercruncher i3 8300, 8GB RAM // Läppi B940 @2GHz

  3. Avatar von Tikamthi
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    #3

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    Super. Vielen Dank für die zahlreichen Tipps, Norman!
    Werde das entsprechend ausprobieren.

    CPU reicht mir auch. Geht mir hauptsächlich um Cilmateprediction und ein zwei weitere Projekte.
    Grüße Tikamthi

  4. Avatar von No_Name
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    #4

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    Man kann auch einfach 11 Threads einstellen. Dann jammert VBox zwar, mehr aber auch nicht
    MfG No_Name alias trebotuet
    Zitat Zitat von shka Beitrag anzeigen
    PS: Ich gehe davon aus, dass du uns keine der Lösung dienlichen Hinweise aus dem Meldungs-Log verschweigst, nur um den Schwierigkeitsgrad der Lösungsfindung künstlich zu erhöhen.
    Der Rechenknecht . . . . . . . . . Stats . . . . . . . . . Badges

  5. Avatar von vmc
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    #5

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    Ich sehe heute keinen Grund mehr fuer Virtualbox. Einfach das Linux via WSL2 installieren und gut ist. Zumal du fuers Crunchen ja eh nur BOINC brauchst und das kann man via CLI steuern.

  6. Avatar von walli
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    #6

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    Ich kann nicht sagen, wie es allgemein aussieht, aber es gibt durchaus auch Spezialfälle wie bspw. "LHC (nativ)", welches mit WSL2 nicht funktioniert oder zumindest nicht ootb, da einige benötigte Komponenten auf systemd aufsetzen, was m.W.n. bisher nicht implementiert wurde (jedoch mindestens in Planung ist). Aber hier taucht man auch schon sehr tief in die Materie ein, weswegen das Argument nur bedingt zieht .

    Ich möchte jetzt auch nicht auf die - sagen wir mal - unnötigen Hürden und Einschränkungen eingehen, die WSL2 bisher mit sich bringt, ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass User, die mit Linux bisher "wenig vertraut" sind, hinsichtlich der Lernkurve mit einer richtigen virtuellen Maschine noch immer besser aufgehoben sind.

  7. Avatar von vmc
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    #7

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    Hm ok, das finde ich tatsaechlich schade. Und systemd hab ich auf meinem 'echten' Linux auch nicht, man muss ja nicht jeden Mist mitmachen Heisst das, ich kann kein LHC mehr crunchen? Ist aber OT, koennen wir auch gerne im Chat vertiefen.

    Man koennte natuerlich auch BOINC lokal in Docker betreiben Ich hab da glaub sogar mal einen Wiki-Artikeln fuer geschrieben, muesste ich aber suchen ..

    *edit*

    walli und ich haben uns im IRC darauf geeinigt das hier nicht in die Breite zu fuehren und die Loesung mit VirtualBox doch eine gute Loesung ist
    Geändert von vmc (07.01.2022 um 02:22 Uhr)

  8. Avatar von Dennis-TW
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    #8

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    VirtualBox hat den Vorteil, dass man den Zustand der VM auf der Festplatte sichern kann, d.h. man muss sich nicht mehr um Checkpoints Gedanken machen, weil die VM nach einem Neustart des Hosts genau da weitermachen kann, wo sie gesichert wurde. Gerade für Klimaprojekte eine sehr nützliche Eigenschaft

    Der Nachteil gegenüber WSL ist natürlich der allgemeine Overhead durch die GUI und sonstigem Gedöns einer Linux Mint VM, aber ok, Arch in einer VM zu installieren wäre dann schon wieder näher an der WSL Lösung und mit seinen eigenen Fallstricken behaftet.

    Aber bitte Vorsicht mit den Threads in der VM. Anders als Boinc mit niedriger Priorität läuft die VM mit normaler Priorität, d.h. nimmt sich die ihr zugewiesenen Ressourcen und gibt die auch bei anderer Belastung nicht wieder her. Bei höherer Kernzahl dürften n-1 Threads vielleicht noch funktionieren, bei 2 Kernen/4 Threads kam ein System bei mir spätestens bei den nächsten Windows Updates gewaltig ins Schwimmen, Mauszeiger in Superzeitlupe usw. Sollte man je System besser individuell testen, was der beste Kompromiss aus Durchsatz der Boinc VM und Bedienbarkeit des Hosts ist.
    Grüße aus dem fernen Taiwan

  9. Avatar von vmc
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    #9

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    Zitat Zitat von Dennis-TW Beitrag anzeigen
    VirtualBox hat den Vorteil, dass man den Zustand der VM auf der Festplatte sichern kann, d.h. man muss sich nicht mehr um Checkpoints Gedanken machen, weil die VM nach einem Neustart des Hosts genau da weitermachen kann, wo sie gesichert wurde. Gerade für Klimaprojekte eine sehr nützliche Eigenschaft
    Das stimmt, ist aber ein Problem der Projekte und man kann sich ja raussuchen was man crunch

    Zitat Zitat von Dennis-TW Beitrag anzeigen
    Der Nachteil gegenüber WSL ist natürlich der allgemeine Overhead durch die GUI und sonstigem Gedöns einer Linux Mint VM, aber ok, Arch in einer VM zu installieren wäre dann schon wieder näher an der WSL Lösung und mit seinen eigenen Fallstricken behaftet.
    Ach ja, die Distridiskussion. Wer will, macht das schon Ob nun Ubuntu, Arch oder Gentoo ..

  10. Avatar von Tikamthi
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    #10

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    So, hab das ganze gestern Abend noch in die Tat umgesetzt und Linux Mint Mate in der VM installiert. Läuft erstmal alles wunderbar
    Danke auch nochmal an die Kommentare und Tipps!


    Die Problematik mit der Priorität ist mir auch schon aufgefallen. Es scheint aber noch etwas komplexer zu sein: Nicht nur beansprucht die VM natürlich die ihr zugewiesenen Ressourcen, sondern die allgemeine Performance im Windows lässt auch spürbar nach, wenn ich auf beide OS verteilt alle CPU-Kerne benutze (z.B. 6 Kerne PrimeGrid in der VM, 6 Kerne PrimeGrid in Windows. Dann läuft Windows nciht mehr so flüssig wie vorher ohne VM mit 12 Kernen PrimeGrid. Woran könnte das liegen?
    Wenn ich 6 + 5 Aufteilung mache, oder 4 + 7 dann spüre ich im Normalen Windows-Betrieb erstmal keinen Effekt.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Dennis-TW Beitrag anzeigen
    VirtualBox hat den Vorteil, dass man den Zustand der VM auf der Festplatte sichern kann, d.h. man muss sich nicht mehr um Checkpoints Gedanken machen, weil die VM nach einem Neustart des Hosts genau da weitermachen kann, wo sie gesichert wurde. Gerade für Klimaprojekte eine sehr nützliche Eigenschaft
    Muss ich dazu etwas bestimmtes Einstellen im Linux, oder passiert das nach Voreinstellung schon?
    Grüße Tikamthi

  11. Avatar von nexiagsi16v
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    #11

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    Die VM braucht auch ihre Rechenleistung. PG ist aber auch sehr CPU-beanspruchend. 12 Threads mit Boinc belastet und noch mit dem Rechner arbeiten wollen ist glaube nicht so wirklich eine gute Idee.
    Ciao Norman

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    #12

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    Zitat Zitat von Tikamthi Beitrag anzeigen
    Muss ich dazu etwas bestimmtes Einstellen im Linux, oder passiert das nach Voreinstellung schon?
    Du machst das Ganze im VirtualBox Manager, wenn die VM läuft.

    Die VM einfach laufen lassen und im VirtualBox Manager dann Rechtsklick auf die laufende VM - Schließen - Zustand sichern.

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Grüße aus dem fernen Taiwan

  13. Avatar von DeleteNull
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    #13

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    Also nach meinen Erfahrungen ist das LLR-Rechnen in der Virtual-Box Installation nur wenig langsamer (Verlust unter 3%) als im Host.
    Unter Windows nutze ich eh nur noch die WSL-Installation, mittlerweile kann man die Grafikkarte (NVidia) sogar schon für reines CUDA nutzen. Nur BOINC (braucht OpenCL) erkennt die Grafikkarte noch nicht.
    ----------
    Gruss
    Wolfgang

  14. Avatar von Tikamthi
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    #14

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    So, jetzt ist alles eingestellt wie es sollte und ich hab 4 ClimatePrediction WUs in der VM am laufen. Das reicht auch von der RAM-Belastung dann (etwa 7 GB). Man muss nur darauf achten, dass man bei der Konfiguration noch die 32-Bit Pakete für Linux installiert, sonst holt sich CPDN keine Wutzen, aber das nur als Nebenbemerkung.


    Zitat Zitat von nexiagsi16v Beitrag anzeigen
    Die VM braucht auch ihre Rechenleistung. PG ist aber auch sehr CPU-beanspruchend. 12 Threads mit Boinc belastet und noch mit dem Rechner arbeiten wollen ist glaube nicht so wirklich eine gute Idee.
    PrimeGrid war nur ein Test ob die Performance in der VM gleich gut ist wie unter Windows und das passt. Hatte sehr ähnliche Rechenzeiten in beiden Systemen.
    Bisher hatte ich unter Windows immer alle Kerne mit BOINC laufen und da nie Probleme was die Performance angeht, weil die ja mit niedriger Priorität laufen und dann immer Ressourcen für meine aktiven Anwendungen da war. Jetzt mit der VM ist das bisschen anders, evtl lass ich dann einen Kern frei und dann geht es auch gut.

    Nochmal vielen Dank an die vielen hilfreichen Kommentare! Ihr seid Spitze!

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Dennis-TW Beitrag anzeigen
    Du machst das Ganze im VirtualBox Manager, wenn die VM läuft.

    Die VM einfach laufen lassen und im VirtualBox Manager dann Rechtsklick auf die laufende VM - Schließen - Zustand sichern.

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Danke. Werde ich bei Gelegenheit ausprobieren.
    Grüße Tikamthi

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