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  1. Avatar von pschoefer
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    Esel

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    #1

    Cool Neue Horizonte für einen Esel

    Viel Hardware hat sich über die Jahre in meiner Rechnerasinerie angesammelt, da Aufrüstungen praktisch immer darin bestanden, dass ein neuer Rechner hinzukam und die alten weiterliefen. So crunchte bis zuletzt mein treuer Q9450 aus dem Jahr 2008 zumindest während Wettbewerben neben diversem etwas weniger altem Eisen bis hin zu den i5-8600K, die vor inzwischen auch schon wieder vier Jahren die letzten CPU-Neuzugänge waren und wegen der weiteren Entwicklung des CPU-Marktes auch keinen Effizienzpreis mehr gewinnen. Nun plante ich eigentlich schon länger, einen Großteil der alten Hardware nicht mehr mitzunehmen, wenn ein Umzug ansteht, aber auch erst danach mit neuer Hardware anzufangen. Da sich die Sache mit dem Umzug etwas zieht und Ende letzten Jahres ein Gutschein ablief, den ich ungern verfallen lassen wollte, gab es nun aber doch schon einen Neuzugang, der schon einmal die Abschaltung einiger alter Rechner kompensieren kann und mich wohl über einen Umzug hinaus begleiten wird. Und so kann ich euch heute NewHoryzens vorstellen.

    CPU: Der Name deutet schon an, dass ich nun erstmals auf AMD gesetzt habe. Schon die erste Zen-Generation war ein beachtlicher Sprung, auch wenn ich bei der Anschaffung des i7-6850K vor gut fünf Jahren noch recht behalten sollte, dass es sich bei meinem Fokus auf LLR eher nicht lohnen würde, auf die Zen-CPUs zu warten. Mit der nächsten Generation hatte AMD dann aber auch dafür ein voll konkurrenzfähiges Produkt auf dem Markt. Von den aktuellen Mainstream-CPUs war mir schon bei seiner Vorstellung der Ryzen 9 5900X sofort sympathisch, sodass mich nicht viel davon abbringen konnte, diese CPU zu erwerben. Höchstens eine Variante davon mit dem gestapelten L3-Cache, aber die war zum Jahreswechsel noch ein Wunschtraum, von dem nach wie vor unklar ist, ob er überhaupt erfüllt werden wird (bisher wurde nur vom R7 5800X eine Variante mit 3D V-Cache angekündigt).

    Kühler: Da der Rechner zunächst im offenen Aufbau laufen soll, ist Luftkühlung klar die angenehmere Option als etwa eine All-in-One-Wasserkühlung. Am Ende war ich wenig experimentierfreudig und bin wie bei inzwischen vier von sechs anderen Rechnern im Raum bei be quiet! gelandet, genauer beim Dark Rock Pro 4.

    Mainboard: Der X570-Chipsatz bietet praktisch keine für mich relevanten Vorteile, also bin ich recht schnell bei B550 gelandet. Für die i5-8600K hatte ich einfach zu den preisgünstigsten ATX-Mainboards gegriffen und damit weder irgendwelche Funktionen vermisst noch technische Probleme erlitten. Deshalb habe ich mich auch dieses Mal für die Sparvariante entschieden und wollte mal wieder zu einem Hersteller greifen, von dem ich länger kein Mainboard mehr hatte. Und so wurde es ein ASUS Prime B550-Plus.

    RAM: Ich wollte gerne zwei Dual-Rank-Module haben, da zwei Ranks pro Channel eben doch manchmal einen messbaren Vorteil bringen, aber vier Single-Rank-Module nicht unbedingt die preiswertere Option sind. Da es 16-GB-Module nur noch selten als Dual Rank gibt und man diesbezüglich meist die Katze im Sack kauft, habe ich also zu 2x32 GB gegriffen, genauer 2x32 GB G.Skill RipJaws V DDR4-3600 CL16.

    SSD: Insbesondere bei einem offenem Aufbau ist M.2 doch sehr angenehm, da es gleich zwei Kabel einspart, wenn die SSD direkt auf dem Mainboard steckt. Über PCIe 4.0 angebunden muss sie für einen Crunchrechner aber nicht unbedingt sein, daher reicht mir eine Samsung 970 EVO Plus 500GB.

    Grafikkarte: Neue Grafikkarten sind ein schwieriges Thema, also muss hier die vorhandene Hardware reichen. Erstmal die GTX 1060 6GB, nach Abschaltung weiterer Rechner vermutlich irgendwann eine GTX 1070 und dann heißt es, auf eine Marktberuhigung zu hoffen, bevor die nach dem letzten Ethereum-Hype nahezu geschenkt bekommenen Pascal-Karten allzu ineffizient werden oder gar kaputtgehen.

    Netzteil: Auch hier war ich wenig experimentierfreudig. Fünf von sechs anderen Rechner im Raum haben Corsair-Netzteile und noch keines davon ist ausgefallen (gut, beim ältesten, das seit 2010 beinahe im Dauerbetrieb läuft, gibt der Lüfter bei niedrigen Drehzahlen inzwischen unschöne Geräusche von sich, was sich aber durch mehr Last einfach beheben lässt ). Der neue Rechner bekam nun ein Corsair RM650. Mit der GTX 1060 sind 650W vielleicht schon etwas überdimensioniert, spätestens mit der GTX 1070 sollte dann aber unter Volllast der Bereich mit der höchsten Effizient getroffen werden.


    Am Altjahrstag habe ich meinen Gutschein fristgerecht eingelöst, dann noch ein wenig die Zahlung verzögert, weil ich in den ersten beiden Wochen des Jahres ohnehin kaum Zeit zum Basteln übrig hatte. Am Samstag, den 8. Januar, wurde geliefert, letzten Mittwoch habe ich den treuen Q9450 zerlegt, um gar nicht erst in Versuchung zu kommen, ihn doch weiter zu betreiben, und am letzten Donnerstag erfolgte dann der Zusammenbau. Beim ersten Einschalten funktionierten die USB-2.0-Anschlüsse nicht, natürlich hatte ich die Tastatur aber an einen solchen angeschlossen. An USB 3.0 funktionierte die Tastatur und ein BIOS-Update hat dann auch das (wohl durchaus nicht unübliche) Problem mit USB 2.0 behoben. Dann habe ich erstmal nur das richtige RAM-Profil geladen und ein paar Durchläufe Memtest86 laufen lassen, um sicherzustellen, dass mit dem RAM alles in Ordnung ist.

    Während des RAM-Tests und auch schon im BIOS fiel mir die CPU-Temperatur schon etwas negativ ins Auge, obwohl ich aus meiner wohl größten Eselei des letzten Jahres gelernt und vor dem ersten Einschalten sichergestellt hatte, dass sich die Schutzfolie im Mülleimer befindet. Der Grund für deutlich über 40°C im BIOS und an die 70°C bei der verhältnismäßig sanften Last vom Memtest war jedoch schlicht und ergreifend, dass das Mainboard mit den Standardeinstellungen der CPU letztlich keine Grenzen setzte und dann auch sportliche 1,4V Spannung anlegte. Der moderne Weg zu einer alltagstauglichen Einstellung wäre sicherlich, mit den AMD-Vorgaben für PPT, TDC und EDC zu beginnen und dann ggf. leicht zu erhöhen oder abzusenken, evtl. noch ein niedrigeres Temperaturlimit zu setzen und dann den Takt automatisch setzen zu lassen. Ich bin allerdings kein großer Freund flexibler Taktraten, weil sie die Vergleichbarkeit von WU-Laufzeiten und anderen Benchmarks erschweren (und weil ich weiß, wie die Punktevergabe bei zu vielen Projekten funktioniert ).

    Also bin ich einen eher klassischen Weg gegangen und habe zunächst grob ausgelotet, welcher Takt sich auch bei härtester Last mit moderater Spannung bei noch im Rahmen bleibender Temperatur realisieren lässt, und anschließend die Spannung feinjustiert. Im Gegensatz zu früheren Zeiten habe ich das allerdings softwareseitig mit Ryzen Master gemacht statt für jede kleine Änderung neu zu starten. Nach etwas Erheiterung über die darin enthaltene Stresstest-Funktion (ich habe den Eindruck, wer auch immer das unter Stress versteht, muss unter Antriebslosigkeit leiden, faul sein oder sonst für die Bahn die Kapazität absurder Bahnhofsprojekte simulieren) bin ich recht schnell bei 4 GHz und 1,1V angelangt. Die Spannung konnte ich dann noch etwas auf 1,0625V absenken und mit diesen Einstellungen einen vollständigen Prime95-Stresstest (Custom, In-place FFTs über alle FFT-Längen) absolvieren, auch ein paar Stunden mit ausschließlich kurzen FFTs (bei denen 1,05V nicht mehr reichten) waren kein Problem. Die CPU-Temperatur lag dabei zwischen 70°C bei langen FFTs und 80°C bei kurzen FFTs, jeweils bei einer Umgebungstemperatur etwas unter 30°C.

    Nach Abschluss des Stabilitätstest habe ich noch rasch den Prime95-Benchmark für einen ganzen Zoo von FFT-Längen durchlaufen lassen, um später einen harten Anhaltspunkt zu haben, welche Multithreading-Konfiguration wohl bei welcher FFT-Länge für den meisten Durchsatz sorgt. Dann noch kurz getestet, ob für die inzwischen laufende GFN-17-Challenge SMT aktiviert sein sollte oder nicht. Ab Samstagabend durfte der Rechner dann die ersten echten WUs crunchen. Ein halber Tag SGS-LLR führte prompt zu einem kleinen Primzahlfund, ein paar längere LLR-WUs flutschten bis zur Challenge dann auch noch durch. Nach der Challenge wird sich die CPU dann auch einmal bei sanfteren Projekten austoben dürfen.

    Die Leistung begeistert mich auf ganzer Linie. Es dürfte nicht viel Last geben, die modernen Intel-CPUs besser liegt als Prime95 bzw. LLR mit kurzen FFT-Längen (sodass auch ohne Multithreading alles in den L3-Cache passt). Dennoch erreicht der R9 5900X @ 4 GHz im Prime95-Benchmark für 128K-FFTs (entspricht SGS-LLR) insgesamt ziemlich genau den gleichen Durchsatz wie die beiden i5-8600K @ 4,3 GHz zusammen, Zen 3 ist hier also taktbereinigt pro Kern ein Stück schneller als Coffee Lake. Leider habe ich für die Leistungsaufnahme nur per Software ausgelesene Werte zum Huf, demnach kommt der R9 5900X in diesem Szenario auf ca. 140W und somit deutlich mehr Rechenleistung pro Watt als die i5-8600K, die mit jeweils halb so vielen Kernen in diesem Szenario auch schon locker auf jeweils 120W kommen. Natürlich wurde Coffee Lake drei Jahre vor Zen 3 vorgestellt und die neueren Intel-Generationen dürften etwas besser aussehen, aber gerade bei der Effizienz ist die Lücke doch so groß, dass Zen 3 weiterhin die Nase vorne haben dürfte. Und das ist eben so ziemlich das Intel-freundlichste Szenario, das mir einfällt. Bei LLR mit längeren FFTs glänzt der R9 5900X durch seinen deutlich größeren L3-Cache und bei weniger fordernder Last würde ich AMD eher noch weiter vorne sehen, auch wenn ich dazu noch keine eigenen Messwerte habe.

    Auch für die laufende Challenge ist der R9 5900X eine große Verstärkung, obwohl dort auch GPUs mitmischen können: Mit knapp 68 Minuten für je 24 GFN-17-Low-WUs bzw. etwa 71 Minuten für je 24 GFN-17-Mega-WUs erreicht er mehr Durchsatz als meine vier nächstbesten CPUs zusammen (der i7-6850K, die beiden i5-8600K und ein i7-3770K) und sogar mehr als doppelt so viel Durchsatz wie meine schnellste Grafikkarte (GTX 1070 Ti liegt bei 7:05 Minuten für GFN-17-Low und 7:27 Minuten für GFN-17-Mega, schafft also nicht einmal 10 WUs in der Zeit, die der R9 5900X für je 24 WUs braucht... und genehmigt sich dabei noch 5W mehr). Vor allem hätte ich ohne den 5900X wohl Mühe, den lieben No_Name wieder hinter mir zu lassen.

    Fazit: Kurzfristig ist der R9 5900X eine großartige Verstärkung und hilft mir, mich schon einmal Schritt für Schritt von Schro..., äh, älteren Rechnern zu trennen. Mittelfristig könnte nach einem Umzug eine zweite solche CPU hinzukommen und ich hätte dann grob die gleiche CPU-Rechenleistung wie zuvor mit sieben PCs und nochmal so vielen Notebooks, aber mit erheblich gesteigerter Effizienz. Wenn das doch nur bei den GPUs ähnlich einfach wäre.
    Gruß
    Patrick

    "Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ein Erfolg." [H. Ford]

  2. Die folgenden 7 Benutzer haben sich bei pschoefer bedankt für diesen nützlichen Beitrag:

    aendgraend (20.01.2022), AxelS (05.02.2022), No_Name (24.01.2022), PinQuin (17.02.2022), Rainer Baumeister (29.01.2022), Stargazer (20.01.2022), walli (20.01.2022)

  3. Avatar von walli
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    #2

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    Willkommen im Club .

  4. Avatar von nexiagsi16v
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    #3

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    Bo, was eine Flut an Text....da ist jemand echt begeistert.
    Ja diese Ryzen hämmern wirklich gut und sind beim Verbrauch überschaubar. Vorallem der L3 Cache fällt im Vergleich zu Intel-CPUs größer aus. Die neuen Alder Lakes von Intel sollen aber richtig sparsam sein, wobei ich aber noch keinen am crunchen gesehen hab. Bei denen muss man auch eine extra für diese Generation gebaute Backplate nutzen, weil sonst der Kühler nicht sauber aufliegt. Das liegt aber wohl vorallem an den Boards, die bissel zu dünn sind und somit verbiegt sich das Ganze.

    Da hast du eine gute Wahl getroffen.
    Ciao Norman

    Ryzen 5 3600 @4GHz, 3x RX 5700, 32GB DDR4//FX8370 @4GHz, 16GB DDR3 1600, RX 470 + R9 270X// Dauercruncher i3 8300, 8GB RAM // Läppi B940 @2GHz

  5. Avatar von Rainer Baumeister
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    #4

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    Moin, nein das ist keine Textflut.

    Ich empfinde ohnehin immer mehr, das die Smartphone-Nutzer kaum noch einen ganzen Satz hinbekommen: Erschreckend.

    Es werden im Bericht viele Dinge angesprochen, um auch geneigte "Bastler" beratend zur Seite stehend
    Nicht hinter dem Berg haltend, Erfahrung weitergebend. Gut so!

    Aber ich musste wieder wegen der Folie schmunzeln bis breit grinsen: So etwas von einem langjährigen Freak zu lesen. Göttlich.

    Gruß Rainer
    Ryzen 3700X, RTX2070 Mint auf Asrock X470 Taichi mit 2x 16GB 3200
    Ryzen 1700, GTX1070ti Mint auf Asrock X370 Taichi mit 2x 16GB 2933
    Laptop i5 2430M Mint, Asrock J-5040 Debian, Odroid H2+ Mint, Raspi4B 8GB mit M.2 SSD
    4x Odroid XU4 mit Ubuntu, sowie Android-Kleinzeugs

  6. Avatar von [ETA]MrSpadge
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    #5

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    Mein R9 5900X scheint ein Sahnestück zu sein: 4.05 GHz @ 0.95 V, 91 - 92W Verbrauch bei 15 Threads WCG und 1 Thread Einstein

    Mit Ryzen Master hab ich das nicht stabil bekommen, das ging nur über fixe Werte im BIOS. Auch müsste ich dafür die SOC Spannung fest einstellen, da sie sonst zu weit abgesenkt wurde und es deshalb instabil wurde. Die SOC Spannung habe ich übrigens von standardmäßig ca. 1.05 V (für DDR4-3400) auf 0.90 V abgesenkt. Das bringt noch mal ca. 10 W weniger Verbrauch, ist aber grenzwertig instabil (Neustart wegen WHEA Error 18 alle 1-2 Monate). Würde ich auf ner Produktivmaschine nicht so laufen lassen, aber der startet dann einfach neu und rechnet automatisch weiter

    Viel Spaß noch mit der Kiste!
    MrS
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  7. Avatar von SETIBOOSTER
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    #6

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    Ein wunderbarer Beitrag. Sehr gut zu lesen und für mich, der einen Neukauf hinter sich gebracht hat - endlich - ein Eldorado der guten Überlegungen, die mir fehlten...grins.
    Vielen Dank für die Mühe, den Text zu schreiben. Solch Texte sind meiner Meinung nach ein Vorteil, den Foren in der digitalen Evolution bieten.

    Ich hab beim Neukauf auch auf Optik wert legen wollen, da ich den Rechner voll nutze.
    Hierbei habe ich mich unteranderem mit dem Cable-Modding beschäftigt und gleich mal schicke schwarz/rote extra Kabel für 90 Euro mitbestellt.
    Wäre doch schön gewesen. Wenn nicht, die Mod-Cable für Corsair Netzteile waren und nicht für mein ASUS Netzteil.
    Erst einmal ging der ganze Rechner nicht an. Dann nur sporadisch. Das änderte sich, nachdem ich die stinkenden ASUS Kabel ausprobierte, die beim Netzteil dabei lagen.
    Wie im Himmel soll Mensch darauf kommen, das Netzteile zwar ATX Standard haben, die Kabelbelegung durchaus aber abweichend zwischen den Herstellern ist.
    Hierrüber wurde ich dann erst vom Verkaufssupport aufgeklärt. Auch darüber, das eine Rückgabe oder ein Tausch nicht mehr möglich sind, da die Kabel ja funktionieren würden, an einem Corsair Netzteil der RX Klasse.
    Wer beim Bestellen lesen kann, ist klar in Vorteil.

    Patrick, wenn Du aufhübschen magst, dann schicke ich Dir die Cable-Mod Kabel für Deine Corsair Netzteile.
    Ich kann die nicht verwenden und kaufe auch demnächst kein Netzteil. Auch nicht von Corsair.
    Ich verlange nur das Porto für mich und das, was Du dafür ausgeben wollen würdest, als Spende für SG.
    Bei Interesse schick mir eine PM mit Adresse.

    2001-2021 20 Years of fun and friendship!

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  8. Avatar von AxelS
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    #7

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    Ein ganz interessanter Beitrag und auch toll zum lesen. Und ich stelle eine Parallele zu meinen geplanten neuen Rechner fest. Der wird auch einer von AMD werden.

  9. Avatar von pschoefer
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    #8

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    Ich möchte noch einen weiteren Datenpunkt zur Rechenleistung teilen. Während des Charity Events waren der R9 5900X, die beiden i5 8600K und der i7 6850K bei SiDock@home aktiv. Da die WUs innerhalb einer WU-Serie halbwegs gleiche Laufzeiten haben, hier eine Laufzeitstatistik der jeweils 100 letzten corona_Eprot_v1_run_2-WUs (die kürzeren 3CLpro-WUs gab es leider immer nur in kleinen Dosen aus verschiedenen Serien, sodass ich davon nicht für alle CPUs eine aussagekräftige Statistik erstellen kann):
    CPU mittlere Laufzeit [s] Standardabweichung [s] WUs pro Tag*
    R9 5900X @ 4,0 GHz 17506 456 118
    i5 8600K @ 4,3 GHz (a) 13681 626 38
    i5 8600K @ 4,3 GHz (b) 13352 637 39
    i7 6850K @ 4,0 GHz 23645 967 44
    *: theoretisch, berechnet als (Anzahl logischer Kerne)*86400s/(mittlere Laufzeit)

    Ich muss noch anmerken, dass der R9 5900X die ganze Zeit auf allen 24 Threads SiDock@home crunchte und parallel nur PG-WW auf der GPU lief (was praktisch keine CPU-Zeit braucht), während bei den i5 8600K je ein Kern und beim i7 6850K ganze vier Threads für Einstein@Home freigesperrt waren. Bei den i5 8600K macht das wohl keinen großen Unterschied, aber der i7 6850K würde sicher noch etwas schlechtere Zeiten und somit weniger WUs pro Tag erreichen, wenn tatsächlich auf allen 12 Threads SiDock@home liefe.

    Aber auch wenn diese Zahlen die Leistung der Intel-CPUs sogar noch etwas überschätzen, ist klar, dass der R9 5900X hier ungefähr so viel Durchsatz erreicht wie meine drei besten Intel-CPUs zusammen. Wie ich schon vermutete, kommt ihm solche sanftere Last also noch mehr entgegen.


    Zitat Zitat von [ETA]MrSpadge Beitrag anzeigen
    Mein R9 5900X scheint ein Sahnestück zu sein: 4.05 GHz @ 0.95 V, 91 - 92W Verbrauch bei 15 Threads WCG und 1 Thread Einstein

    Mit Ryzen Master hab ich das nicht stabil bekommen, das ging nur über fixe Werte im BIOS. Auch müsste ich dafür die SOC Spannung fest einstellen, da sie sonst zu weit abgesenkt wurde und es deshalb instabil wurde. Die SOC Spannung habe ich übrigens von standardmäßig ca. 1.05 V (für DDR4-3400) auf 0.90 V abgesenkt. Das bringt noch mal ca. 10 W weniger Verbrauch, ist aber grenzwertig instabil (Neustart wegen WHEA Error 18 alle 1-2 Monate). Würde ich auf ner Produktivmaschine nicht so laufen lassen, aber der startet dann einfach neu und rechnet automatisch weiter
    Ein guter Hinweis, an den weiteren Spannungen habe ich gar nichts gedreht, zumal ich auch am Wochenende nach der Inbetriebnahme mit den Einstellungen fertig werden wollte. Allzu sehr ans Limit gehe ich heutzutage aber auch nicht mehr; dazu lasse ich zu gern die harten Sachen laufen, bei denen früher dann auch mal ein paar Tage für die Tonne gerechnet waren, wenn der Rechner doch nur auf den ersten Blick stabil war.


    Zitat Zitat von SETIBOOSTER Beitrag anzeigen
    Patrick, wenn Du aufhübschen magst, dann schicke ich Dir die Cable-Mod Kabel für Deine Corsair Netzteile.
    Ich kann die nicht verwenden und kaufe auch demnächst kein Netzteil. Auch nicht von Corsair.
    Ich verlange nur das Porto für mich und das, was Du dafür ausgeben wollen würdest, als Spende für SG.
    Bei Interesse schick mir eine PM mit Adresse.
    Danke für das Angebot, aber die Optik ist bei mir gerade der Bereich, wo ich zu fast jedem Kompromiss bereit bin, zulange es nur funktioniert (nur grelle Lichter, insbesondere in blau, sind ein Showstopper, wenn sie nicht leicht abschaltbar sind ).
    Gruß
    Patrick

    "Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ein Erfolg." [H. Ford]

  10. Avatar von pschoefer
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    #9

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    Ich bin noch ein paar Neuigkeiten zu diesem Thema schuldig, auch wenn ich diese teilweise schon an verschiedenen anderen Stellen beiläufig erwähnte. Meine Umzugspläne wurden Ende März in die Tat umgesetzt, wobei zunächst nur zwei Notebooks mitgekommen waren. Im April konnte ich mich dann nicht mehr zurückhalten, auch die geplante Anschaffung eines zweiten R9 5900X durchzuführen, das Angebot schien einfach zu günstig (gut, inzwischen ist der reguläre Preis nochmal ein ganzes Stück unter dem damaligen MindStar-Preis ) und es war noch ein weiterer Gutschein einzulösen. Rechtzeitig zum Wochenende vor dem Pentathlon trafen dann alle Komponenten in der Casa del Burro ein.

    Seither laufen hier nun also zwei nahezu baugleiche Systeme mit R9 5900X, nur das Mainboard ist ein anderes (MSI MPG B550 Gaming Plus). Wie im ersten Beitrag schon angedeutet, bekam hierbei dann auch das erste System eine GTX 1070 statt der GTX 1060 Ti.
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    Da ein Wochenende schnell vorbei ist und zum Pentathlon natürlich alles laufen sollte, habe ich dem komplett neuen System einfach ähnliche Einstellungen verpasst wie dem schon einmal gelaufenen System (4 GHz und ähnliche Spannungen) und nur überprüft, dass alles halbwegs stabil läuft; hier gibt es also evtl. noch Optimierungspotenzial. Aber zumindest hatte ich rechtzeitig zum (natürlich bisher GPU-lastigsten) Pentathlon dann wieder eine ähnliche CPU-Leistung wie vor dem Umzug, nur mit verbesserter Effizienz.
    Gruß
    Patrick

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