Aktionen

Benchmark

Aus SETI.Germany Wiki

Allgemein

Ein Benchmark ist ein standardisiertes Verfahren um die „Geschwindigkeit“ eines Computers zu berechnen. Er wird bei BOINC verwendet um festzustellen, wie viel „Arbeit“ ein Computer leisten kann.

Die besten Benchmarks können dann gemessen werde, wenn der Computer die Arbeit verrichtet, die gemessen werden soll. Da ein Computer leider selten die gleiche Arbeit verrichtet, weichen die Ergebnisse der Benchmarks oft voneinander ab.

Auf der „Computer Summary“-Seite einer Projekt-Webseite sieht man die folgenden Einträge:

  • „Measured floating point speed“ zeigt das Ergebnis des Whetstone Benchmark
  • „Measured integer speed“ zeigt das Ergebnis des Dhrystone Benchmark

Doch zuerst einmal die verschiedenen Arten der Zahlen:

  • Gleitkomma (Floating point) Zahlen wie: 1.48283 or 3.141592,
  • Ganzzahl (Integer) Zahlen wie: 1 or 2 or 938283.
  • Gleitkomma Zahlen haben immer einen Dezimalpunkt (beachte hier, dass es im Gegensatz zur deutschen Schreibweise ein Punkt ist, kein Komma)
  • Ganzzahl Zahlen, auch Ganze Zahl genannt, haben nie einen Dezimalpunkt (auch hier wird die englische Schreibweise verwendet, nicht die deutsche).

BOINC Benchmarks

Die zwei von BOINC genutzten Benchmarks sind:

Der Whetstone Benchmark besteht aus 8 verschiedenen Gruppentests, bei denen gezählt wird wie lange die Berechnung gedauert hat. Hieraus wird dann das Resultat nach der Formel Operationen/Zeit berechnet. Die Tests bestehen alle aus Gleitkommaberechnungen, die nur auf der CPU ausgeführt werden. Die meisten sind einfache Additions-, Subtraktions-, Multiplikations- und Divisionsberechnungen, der Rest berechnet Trigonometrische Funktionen wie Sinus und Cosinus.
Der Dhrystone Benchmark überprüft die Geschwindigkeit des Computers bei Ganzzahlberechnungen und diversen Zeichenkettenveränderungen.

Keiner der beiden Tests überprüft jedoch den Cache der CPU, die Geschwindigkeit des RAMs und der BUS-Leitungen des Computers. Dadurch kann es dazu kommen, dass zwei Computer die gleiche bzw. ähnliche Anzahl an Benchmark Punkten erhalten, sie jedoch stark unterschiedlich lange für eine Work Unit arbeiten.

Prozessor-Zeit vs. Verbleibende Laufzeit

Jede Work Unit liefert dem Computer zu erwartende Anzahl an Gleitkommaberechnungen („fpops_est“: estimated Floating Point Operations genannt). BOINC berechnet anhand dieser Zahl, dem Ergebnis des Whetstone Benchmarks und dem Duration Correction Factor die Verbleibende Zeit für diese Work Unit. Da aber nicht die Geschwindigkeit des RAMs usw. beachtet wird, kann die tatsächliche Prozessor-Zeit davon abweichen.

Wann läuft ein Benchmark?

Es gibt verschiedene Situationen bei denen BOINC einen Benchmark des Computers veranlasst:

  1. BOINC wurde gerade installiert oder aktualisiert
  2. Wenn eine neue Applikation installiert oder aktualisiert wurde
  3. Alle 5 CPU-Tage auf dem ersten Kern (seit Version 5.8.15)
  4. Wenn sich die Systemzeit signifikant verändert
  5. Wenn sich die Anzahl an Kernen ändert, durch „Lokale Einstellungen“ zum Beispiel

Siehe auch:

Single Sign On provided by vBSSO