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Software Tuning Guide

Aus SETI.Germany Wiki

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Für die BOINC-Projekte SETI@Home, Enigma@Home und MilkyWay@Home gibt es modifizierte Anwendungen, die es den Rechnern ermöglicht, die Workunits z. T. drastisch schneller fertig zu rechnen. Das hat den Vorteil, dass ein Rechner pro Tag einfach mehr Workunits berechnen kann!

Für welche Projekte optimierte Anwendungen verfügbar sind, könnte Ihr dem Artikel Optimierte Anwendungen entnehmen.


Beim Optimieren muss man zuerst einmal beachten, dass hier nur die Anwendung optimiert werden soll, bzw. die Programm-Datei, welche die Berechnungen durchführt. Den BOINC-Core Client (also BOINC selbst) zu optimieren, bringt hier wenig, da er keine Arbeit ausführt oder berechnet, sondern nur die Plattform für die einzelnen Projekte darstellt.

Falls bei der Installation nicht anders angegeben, befinden sich die Data-Verzeichnisse (mit den Projekten) unter folgendem Pfad:


WIN XP 32Bit:

C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\BOINC Data\projects\


Windows XP x64 (64Bit) / Vista:

C:\ProgramData\BOINC\projects\


Linux (Ubuntu):

/var/lib/boinc-client/projects/


In den BOINC-Versionen vor 6.x lautet das Verzeichnis standardmäßig:

C:\Programme\BOINC\projects\


Hier wird für jedes Projekt, mit dem sich der BOINC-Manager verbindet, ein Ordner angelegt, in dem die jeweilige Anwendung des Projekts abgelegt ist.

Diese Verzeichnisse sind in der Regel versteckte Ordner und werden im Explorer (Dateimanager) nicht angezeigt. Um diese sichtbar zu machen, klickt man im Explorer (nicht mit dem Internet Explorer zu verwechseln) auf Extras --> Ordneroptionen, dann klickt man auf das Register Ansicht und scrollt dort bis zu dem Punkt Versteckte Dateien und Ordner und markiert dort die Option Alle Dateien und Ordner anzeigen.


Vorbereitung

Zur Sicherheit empfehlen wir, in jedem Fall ein Backup vom kompletten BOINC-Verzeichnis zu machen, welche oben unter Windows XP und Windows XP x64 (64Bit) / Vista genannt wurden. Einfach den ganzen Ordner BOINC an einen anderen Speicherort kopieren.

Die von der CPU unterstützen Befehlssatzerweiterungen müssen bekannt sein. Wer sich nicht sicher ist, kann mit Hilfe des Programms CPU-Z feststellen, welche Erweiterungen die CPU unterstützt, denn von diesen ist es unter anderem Abhängig, welche optimierte Anwendung installiert werden darf.

Cpuz quad.jpg
Um einem Verlust der zur Zeit gerechneten Workunits vorzubeugen, empfiehlt es sich, im BOINC-Manager das entsprechende Projekt auf Keine neue Aufgabe zu stellen. So werden die vorhandenen Workunits fertig gerechnet und keine neuen runtergeladen. Wenn alle Workunits fertig gerechnet und gemeldet wurden, kann mit der eigentlichen Installation der optimierten Anwendung begonnen werden.

Installation

Zuerst müsst Ihr die entsprechende Optimierung auf euren Rechner runter laden. Die optimierten Dateien sind meisten in einem ZIP/RAR-Archiv gepackt. Dieses Archiv muss erst einmal in ein beliebiges Verzeichnis auf der Festplatte (z.B.: C:\temp\boinc) entpackt werden. Meistens befinden sich in diesem Archiv 3 Dateien und bei Seti-Optimierungen befindet sich in diesem Archiv evtl. ein Verzeichnis mit dem Namen Files to Install, welches die optimierten Dateien beinhaltet.

BOINC komplett beenden! Entweder durch Rechtsklicken auf das BOINC-Symbol unten rechts im Systray der Startleiste und im Kontextmenü dann auf "Beenden", oder (bei BOINC als Dienst), über "Eingabeaufforderung" -> services.msc -> BOINC -> "Dienst beenden"

Nach dem beenden von BOINC werden jetzt die drei entpackten Dateien in das entsprechende Verzeichnis des Projekts (für Seti z.B.: ...\BOINC\projects\setiathome.berkeley.edu) kopiert. Das war schon alles.

Überprüfen der Installation

Beim nächsten Start von BOINC erscheint eine neue Zeile bei den Meldungen, hier als Beispiel für die Installation der optimierten SETI@home-Anwendung: 01/01/2001 10:00:00 |SETI@home|Found app_info.xml; using anonymous platform Jetzt klickt Ihr im BOINC-Manager bei dem entsprechenden Projekt, welches Ihr optimiert habt, auf den Button Neue Aufgaben zulassen. BOINC sollte jetzt neue Workunits anfordern und runterladen.

Zur Kontrolle kann, nachdem Boinc mit dem berechnen der neuen Workunits begonnen hat, im Windows Taskmanager kontrolliert werden, ob die neuen Anwendungen benutzt werden. Im Taskmanager (taskmgr.exe bzw. [Strg]+[Alt]+[Entf]) sollte die .exe-Datei aus dem soeben entpackten Archiv aufgeführt sein.

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